
Shisha Pangma

Lager II

Aufstieg zum Gipfel

Querung der Gipfelfflanke

Kurz vor Erreichen des Hauptgipfels

Gerlinde Kaltenbrunner
Shisha Pangma - Der Routenverlauf
M2b Redaktion am 27.03.2007 - 14:38 Uhr
Zunächst werden nach Erreichen des Fahrer-Basislagers hier zwei Nächte zur besseren Akklimatisation zugebracht. Bei guter Verfassung aller Teilnehmer und bei guten Schneeverhältnissen wird zwei Tage nach dem Erreichen des Basislagers dieses mit Hilfe von Yaks auf eine Höhe von 5.650 m auf einen Moränenrücken verlegt (ABC), ca. 30 km. Bei unseren Tibet-Expeditionen der letzten zehn Jahre hat sich gezeigt, dass die sehr dogmatisch gehandhabten Nachteile der Höhe des Basislagers von 5.650 m leicht durch die günstigere Lage, die Nähe zum Berg, die längere Sonneneinstrahlung und die relativ windstillere Lage mehr als aufgewogen werden.
Lager I auf 6.300 m
Vom vorgeschobenen Basislager aus folgt der weitere Aufstieg zunächst dem Shisha Pangma Gletscher relativ flach, bis nach einer etwas steileren Stufe auf einem kleinen Gletscherplateau Lager I auf 6.300 m aufgebaut werden kann. Der Weg zum Lager II auf ca. 6.950 m führt in den Gletscherkorridor unter der Shisha Pangma Nordflanke, immer noch so wenig geneigt, dass bis hierher auch gut mit Skiern aufgestiegen werden kann. Nun folgt der obere Teil des Korridors, eine ca. 40 - 45° steile, felsdurchsetzte Firn- oder Schneeflanke bis in den Sattel unter dem Grat, welcher direkt zum Zentralgipfel hinaufzieht. Etwas höher im Windschatten eines Gratsporns steht Lager III auf etwa 7.350 m. Knappe 700 Höhenmeter sind es von hier noch bis zum Hauptgipfel.
Ostseitig bis auf 7.700 m
Ab dem Lager wird zunächst ostseitig dem vorgenannten Grat bis in eine Höhe von ca. 7.700 m gefolgt. Ab hier zieht der Originalweg in die Flanke direkt unterhalb des in Ost-West-Richtung verlaufenden Gipfelgrats. Aufgrund der zeitweise anzutreffenden Süd-Nord-Strömung in der Höhe ist hier in der Vergangenheit teilweise auch Triebschnee angetroffen worden. Sollte dies der Fall sein, wird dem Grat zum Zentralgipfel direkt gefolgt und zunächst dieser etwas niedrigere Gipfel erreicht. Von hier kann dem Gratverlauf bis zum Hauptgipfel gefolgt werden. Eventuell muss eine ca. 50 m lange, ausgesetzte Passage mit Fixseilen versehen werden. In einzelnen Frühsommern war es möglich, dem Grat auch ohne größere Probleme ohne angebrachte Fixseile bis zum Hauptgipfel zu folgen.
Bei gutem Wetter herrliche Aussicht
Sollten die Verhältnisse von der Schneebrettgefahr her sicher sein, kann auch direkt der Hang unterhalb des Gipfelgrats ansteigend gequert werden und so etwas direkter der Gipfel erreicht werden (siehe Anstiegsskizze ab Lager III). Bei gutem Wetter ist die Aussicht frei auf die 8.000er Cho Oyu, Everest, Lhotse und Makalu und auch die 7.000er im nahen Langtang Himal.
In der angefügten pdf-Datei ist die angeführte Route in einer Karte mit Angabe der Lager dargestellt.
Quelle:
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www.amical.de
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