Specials Themenspecials Wassersport in den Loferer Bergen

Sicherheit am Canyon

Rafting

Rafting

Canyoning

Sicher ist sicher

M2b Redaktion am 08.08.2007 - 15:49 Uhr

Mit Höchstgeschwindigkeit in die Stromschnelle, hinter dem Felsen scharf rechts - Rafting hat das Potenzial für Verletzungen. Auch beim Canyoning müssen Material und Anleitung stimmen, damit das Abseilen nicht zum Risiko wird. Tatsache ist: Die Macher der Wassersportevents in den Bergen unterstehen strengen Sicherheitsvorschriften.

TÜV für die Boote
Das Material der Veranstalter unterliegt strengen Prüfregeln. Wie beim Auto-TÜV werden auch die Boote regelmäßig untersucht. Einmal im Jahr kommen die Wasserfahrzeuge auf den Prüfstand, sonst verfällt die notwendige Lizenz. Ohne Bootskonzession könnten auch keine Touren stattfinden. Auch das restliche Material wird immer wieder kontrolliert. Die Abseil-Technik kommt aus dem alpinen Bereich und hat daher strengste DIN-Normen zu erfüllen. Denn schließlich müssen die Seile halten - egal ob der Aktive den Eiger besteigt oder sich von einer 'kleinen' Klippe zum Boden eines Canyons hinunterlässt.

Erst Lernen, dann Leiten
Auch die Guides stehen für die Sicherheit des Tour-Teilnehmer. Denn ein Rafting-Führer trägt die Verantwortung für die Gruppe - diesen Job bekommt man nicht durch einem Zweitages-Kurs. Bevor er überhaupt zur Prüfung zugelassen wird, muss der kommende Guide mindestens einen Monat lang in einer Outdoor-Firma arbeiten und dabei 40 Fahrten unternehmen. Dann folgen ein theoretischer und ein praktischer Test. Knotenkunde, Materialkunde, Erste Hilfe - alles das muss der Guide beherrschen, wenn er für die Sicherheit einer Urlaubsgruppe sorgen will. Im praktischen Teil stellt er dann seine Fähigkeit unter Beweis, das Boot auch durch schwierige Passagen sicher zu steuern.

Wer darf fahren?
Ein drittes Kriterium für die Sicherheit der Gäste ist deren eigenes Können. Es liegt letztlich an den Outdoorunternehmen, ob eine Tour, egal ob Rafting Kajak oder Canyoning, mit hohen Anforderungen zustande kommt. "Wir kommen unserer Sorgfaltspflicht nach, indem wir prüfen, ob eine Gruppe für diesen Schwierigkeitsgrad geeignet ist", erläutert Andreas Voglstätter vom Motion Outdoor Center. Im Zweifel müssen Teilnehmer erst einmal eine leichtere Tour unternehmen, bevor es in schwierigere Gefilde geht. Schließlich sind bei einer Outdoor-Veranstaltung nicht alle Dinge planbar - vor allem nicht das Wetter. "Bei Sonne bringe ich jeden heil runter, gar kein Problem," so Voglstätter. "Aber wir müssen auch sicher sein, dass alles klappt, auch wenn nicht alles nach Plan läuft."

Wildwasser-Schwierigkeitsgrade
Die Schwierigkeitsgrade im Wildwasser variieren zwischen WW I und WW VI, wobei das Spektrum von ruhigem, freien Wasser bis zu unfahrbaren Passagen reicht. Einen Überblick über die Bedeutung der Kürzel vermittelt eine Tabelle, die von einer Kommission der Internationalen Canu-Föderation (ICF) 1979 erarbeitet worden ist und seitdem weltweit Anwendung findet. Diese Tabelle hat der Deutsche Kanu-Verband veröffentlicht.


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