
Manaslus Schatten

Die letzten Meter zum Gipfel
Manaslu - Der Routenverlauf
M2b Redaktion am 26.07.2007 - 10:19 Uhr
Nach der Ankunft in Sama (circa 3.650 Meter) sollte man sich zunächst zwei bis drei Tage Zeit lassen, um sich zu akklimatisieren und Sama sowie die umliegende Gegend kennenzulernen. Danach wird zum Basecamp auf circa 4.850 Meter aufgestiegen.
Drei Hochlager
Nach zwei bis drei weiteren Akklimatisationstagen und dem Einrichten des Basislagers werden drei weitere Hochlager in den nun folgenden vier Wochen eingerichtet. In ständigem Auf-und-Ab mit dazwischen liegenden Ruhetagen im Basislager werden die Lasten nach oben gebracht, an steileren Passagen Fixseile angebracht und auf 5.600 und 6.600 Metern zwei Hochlager aufgebaut. Die einzigen Probleme zwischen dem Basislager und Lager II sind Gletscherspalten, kurze Steilauschwünge an Seracs und die schwierige Orientierung bei schlechtem Wetter.
Fixseile und Bambusstangen
Deshalb werden in den Spaltenpassagen und den Steilstellen Fixseile angebracht und Bambusstangen mit Markierungsfähnchen auf dem ganzen Weg gesteckt. Somit ist ein sicheres Begehen des Gletschers auch bei schlechtem Wetter möglich. Die Route zwischen Lager I und II führt durch einen Eisbruch. Immer wieder schlängelt sich der Weg steil an Eistürmen vorbei, ein Teil dieses Routenabschnitts wird mit Fixseilen abgesichert. Gletscherspalten und bis zu 60 Grad steile, kurze Eisaufschwünge machen dies erforderlich und den Auf- und Abstieg sicherer.
Irrgarten aus Eiswänden
Umgeben von Eiswänden geht es mal links und rechts entlang, wie durch einen Irrgarten. Auf einer Plattform unterhalb einer großen Spalte wird Lager II eingerichtet auf 6.600 Metern. Der Weg nach Lager III (7.450 Meter) führt zunächst unschwierig leicht ansteigend über teilweise steile Schneefelder nach oben. Erst beim endgültigen Aufstieg Richtung Gipfel wird im Alpinstil eine 300 Meter hohe und circa 45 Grad steile Flanke mit bis zu 70 Grad steilen Einzelstellen mit Fixseilen versichert und das dritte Hochlager am Beginn des Gipfelplateaus in einer windgeschützten Mulde eingerichtet. Der Gipfelaufstieg führt zunächst recht problemlos über weite, wenig steile Schnee- und Firnhänge zum vermeintlich höchsten Punkt.
Schmaler Firngrat
Im Jahr 2002 war der Übergang zum um wenige Meter höheren Hauptgipfel ein schmaler Firngrat, der für circa 20 Meter nochmals die volle Konzentration erforderte. Die Aussicht - bei schönem Wetter - reicht vom Dhaulagiri und Annapurna-Massiv im Westen bis zu den Achttausendern Shisha Pangma, Cho Oyu und Mount Everest im Osten.
Quelle:
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www.amical.de
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