Nach dem erfolgreichen Abwurf eines Satellitentelefons und einiger Nahrungsmittel stecken die beiden am Nanga Parbat in Not geratenen Walter Nones und Simon Kehrer weiter in der Klemme. Schlechtes Wetter macht einen Abstieg der Bergsteiger, die in der vergangenen Woche ihren Freund und Führer Karl Unterkircher in der Rakhiot-Eiswand des neunhöchsten Berges der Welt verloren hatten, im Moment unmöglich. Nones und Kehrer sitzen in etwa 7000 Meter Höhe am Bazin-Gletscher fest und müssen dort ausharren.
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Alles hängt vom Wetter ab
Ein längerer Aufenthalt in einer solchen Höhe, insbesondere nach den Anstrengungen, die die Extremalpinisten hinter sich haben, ist sehr gefährlich. Für Nones und Kehrer besteht die Gefahr der Dehydrierung, da der Körper sehr viel Wasser verbraucht. Zudem zehrt der Sauerstoff- und Energiemangel an den Kräften. Dennoch stehen die Chancen für die Bergsteiger gut, denn sie befinden sich an der Hermann-Buhl-Route. Diese Route für einen sicheren Abstieg geeignet ist, da sie relativ flach ist. Am heutigen Dienstag wollen sie versuchen, wenn das Wetter es zulässt, ins Basislager abzusteigen,
Das geschah am Nanga Parbat
Nach dem tödlichen Absturz von Unterkircher hatten Silvio Mondelli, Maurizio Gallo und Agostino Da Polenza eine beispiellose Rettungsaktion für Nones und Kehrer, denen es nicht gelungen war, Unterkircher aus der Gletscherspalte zu bergen, organisiert. Mit zwei Hubschraubern schafften sie es, den weiter gestiegenen Bergsteigern Hilfe zukommen zu lassen – eine Aufnahme der beiden in solcher Höhe war unmöglich. Unterkirchers Tod ist mittlerweile sicher, er hinterlässt drei Kinder und eine Frau.