Der Südtiroler Karl Unterkircher, der mit zwei Bergsteigerkollegen am Nanga Parbat (8.125 Meter) unterwegs war und dort die bislang unbestiegene "Rakhiot"-Eiswand erklimmen wollte, ist am vergangenen Dienstag in knapp 6000 Meter Höhe in einer Gletscherspalte gefallen und wird seitdem vermisst. Für den Extrembergsteiger und Vater dreier Kinder gibt es anscheinend kaum noch Hoffnung.
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Ausgang ungewiss
Die Frau vom 37-jährigen Karl Unterkicher, Silke, sagte in einem Interview mit dem TV-Sender "Sky", dass es kaum noch Hoffnung für Karl gebe. Walter Nones, einer der beiden Begleiter von Unterkicher teilte laut der Website montagna.tv seiner Frau in einem Gespräch per Satellitentelefon folgendes mit: "Uns geht es gut, aber wir können nicht zurückkehren, von wo wir gestartet sind. Das wäre zu gefährlich. Wir sind auf ca. 6400 Meer und müssen weiter nach oben, um dann aus der Wand zu steigen". Jetzt wollen er und Simon Kehrer versuchen, eine Höhe von 7000 Meter zu erreichen um von dort den möglichen Abstieg zu versuchen. Die Batterien des Telefons waren so schwach, dass der Kontakt zu den beiden Bergsteigern abgebrochen ist.
Rettungsaktion?
Wie auf der Website von Karl Unterkircher zu lesen ist, versuchen Agostino da Polenza, eine Freund von Unterkircher, und der Extrembergsteiger Silvio Mondelli einer Rettungsaktion für Kehrer und Nones zu organisieren. Eine Bergung von Karl Unterkircher erscheint derzeit aufgrund der Geländesituation unmöglich.
Weltrekordinhaber Unterkircher
Der Italiener Karl Unterkircher war 2004 der erste Bergsteiger, der die zwei höchsten Gipfel der Welt, den Mount Everest und den K2 in derselben Saison ohne Sauerstoffflasche bestiegen hat. Er schaffte dies in 63 Tagen.