David Lama (Gold) und Jakob Schubert (Silber, beide AUT)
David Lama
David Lama
David Lama
Portrait David Lama (AUT)
M2b Redaktion am 01.06.2008 - 10:04 Uhr
Gepackt hat es David Lama mit seinem sechsten Lebensjahr. In diesem Alter war er in einem Kinderabenteuercamp bei Peter Habeler im Zillertal zu Besuch. Dass David ein herausragendes Klettertalent besitzt, erkannte Habeler schon damals und riet ihm und seinen Eltern, einen Trainer aufzusuchen.
Steckbrief Name: Lama, David
Spitzname: Fuzzy
Geburtsdatum: 04. August 1990
Wohnsitz: Götzens/Tirol
Nationalität: Österreich
Verein: OEAV Innsbruck
Hobbys: Biken, Reisen, Skifahren, Fotografieren
Trainer: Reinhold Scherer
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Schwieriger als man denkt
Sehr unüblich war es, einen kleinen Knirps wie David Lama in eine Sportklettergruppe aufzunehmen. Doch Reinhold Scherer, der damals schon acht bis zehn Kinder betreute, nahm den Sechsjährigen in die Klettergruppe des OEAV Zweig in Innsbruck auf. Der ganzen Aktion stand Scherer zunächst sehr skeptisch gegenüber. Aber der trainingsfleißige Lama sollte ihn bald eines Besseren belehren.
Training macht den Meister
Der blutjunge Österreicher, der die Gene seines aus Nepal stammenden Vaters in sich trägt, musste sich damals mit Training begnügen. "Mit viel Freude und Stolz ging ich zum Training, damals 2x/Woche, und hatte nur noch eines im Kopf – klettern, klettern, klettern. Und das hat sich auch bis heute nicht geändert", so David Lama auf seiner Homepage www.david-lama.com.
In dieser Zeit entstand sein Spitzname "Fuzzy", der sich bis zu seinem Jugendlichenalter durchgesetzt hat. Da er der Jüngste und Kleinste im Team war, durfte der klettersüchtige Lama noch nicht an Wettkämpfen teilnehmen. So war das Trainingslager in Arco immer sein Höhepunkt des Kletterjahres.
Die Begierde am Fels zu klettern
In Arco kletterte David zum ersten Mal am Fels und schon damals war er vom Outdoor-Klettern begeistert. Diese Faszination konnte sich bis zum Jahr 2008 durchsetzten. "Ich mache eigentlich nichts lieber, als in meiner Freizeit mit Freunden am Fels zu klettern. Meine Eltern unterstützen mich dabei wo und wie sie nur können", berichtet Lama auf seiner Homepage. Diese Trainingscamps, an die er sich noch gerne zurück erinnert, waren für David das Größte,
Hallo liebe Konkurrenz – ich komme
Die ersten nationalen Wettkämpfe begannen und 1998 errang Lama einen zweiten Platz beim Hohe Munde Cup in Telfs/Tirol. Bis zum Jahr 2006 errang "Fuzzy" einen Juniorentitel nach dem anderen.
Siege in der Jugend 1999:
1. Platz ÖAV Jugendcup
2000:
1. Platz ÖAV Jugendcup
1. Platz Tiroler Juniorcup
2001:
1. Platz ÖAV Jugendcup
1. Rockmaster Kids Cup, Arco Italien
2002:
1. Platz ÖAV Jugendcup
1. Rockmaster Kids Cup under 14 , Arco Italien
2003:
1. Platz ÖAV Jugendcup
1. Rockmaster Kids Cup, Arco Italien
2004:
Jugendcup Europacupgesamtsieger - Punktemaximum
Jugend Weltmeister Edinburgh
2005:
Jugendcup Europacupgesamtsieger - Punktemaximum
Jugend Weltmeister Peking
In den Jahren 1999 bis 2005 konnte David zahlreiche Siege verbuchen. Mit den zweifachen Europacup-Gesamtsiegen und den beiden sensationellen Weltmeistertiteln 2004/2005 in Edinburgh und Peking krönte er seine Leistung. Das Faszinierende für David war es immer, auf den Wettkämpfen Menschen aus allen Teilen der Welt kennen zu lernen. Seine Eltern reisten mit dem Kletterass viel durch die Welt.
Jetzt wird durchgestartet
Ab dem Jahr 2006 startete David Lama richtig durch. Damals fightete er zum ersten Mal gegen die männliche Herrenkonkurrenz um die Siege. Neben dem dritten Platz bei den Jugend-Europameisterschaften in Imst kletterte er auch im Herren Boulder- und Lead-Weltcup mit. Beim Bouldercup belegte er den 22. Rang. Im Lead-Weltcup spielte David gleich eine tragende Rolle. Drei Tagessiege konnte er in Dresden, Penne und Kranj einheimsen und kam in der Gesamtwertung auf einen überragenden zweiten Platz.
Erfolgsserie ging weiter
2007 belegte David in der Lead-Gesamtwertung den siebten Platz und konnte nicht ganz an die Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen. Dafür sicherte sich der smarte Österreicher den Boulder-Europameistertitel in Birmingham. Zudem belegte er jeweils den ersten Rang bei den Österreichischen Meisterschaften im Bouldern und Vorstieg.
Die Begeisterung ist immer noch da
Manchmal ist David Lama fast vier bis fünf Stunden in der Kletterhalle. Doch in der Halle wird nicht nur hart trainiert, sondern sie ist auch ein Treffpunkt für ihn und seine Freunde. Diesen Umständen ist es wohl auch zu verdanken, dass David dem Sport immer treu geblieben ist und nicht wie viele seiner Altersgenossen durch andere Interessen davon abgekommen ist. David trainiert weiterhin unter Reinhold Scherer, Rupert Messner und Birgit Hammerer, die zu jedem Sportler einen persönlich fixierten Trainingsplan entworfen haben um das Training weiter zu optimieren.
Für die Zukunft
Berufliche Wünsche hat der Kletterfreak bis heute noch nicht. Sein Traum wäre es, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Er weiß, dass es schwierig sein wird, dennoch wird er alles daran setzen seinen Traum zu verwirklichen.
Hier können Sie David Lama auf einem seiner Trips, diesmal in Thailand, bestaunen