Specials Eventspecials 2007 Klettern Jugend-WM News

Thomas Tauporn in `Cent Patates´ (7b) - onsight

Deutscher Alpenverein DAV

Felix Neumärker in `Face de rat´ (8a)

Jan Hojer flasht `Privilege´ (7c)

Juliane Wurm in `Petit Tom´ (8a)

Luisa Neumärker in `Privilege´ (7c)

Stefan Danker

Juliane Wurm, Stefan Danker, Felix Neumärker

Jugend-Kletter-WM 2007: Sommercamp des DAV-Jugendkaders in Ceüse

M2b Redaktion am 17.08.2007 - 15:30 Uhr

Alle waren sie da: Dave Graham, Chris Sharma, David Lama, Kilian Fischhuber, Patxi Usobiaga, Markus Midtboe, Jenny Lavarda... Es wurden 9a-Projekte geknackt, neue Projekte eingebohrt, die "Realization" erhielt ihre vierte Begehung und der deutsche Jugendkader war mittendrin im Hardmove-Energiefeld:

Zur optimalen Vorbereitung auf die Jugend-Weltmeisterschaft Ende August in Ibarra / Ecuador hatten die DAV-Jugendtrainer den Felsriegel von Ceüse ausgewählt: Nur wenige Sportklettergebiete in Europa bieten eine derart hohe Dichte an schweren Routen, gepaart mit einem wunderbar Ausdauer trainierenden Zustieg und dem Klettern auf knappen 1.800 Metern Meereshöhe - ideal also als Training für die WM in Ecuador auf 2.300 Metern.

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Schwerpunkt auf Onsight- und Flashbegehungen
Bis auf Ines Dull und Maxi Wörner waren alle WM-Teilnehmer sowie Lars Proske mit den Trainern Matthias Keller und Farid Touchi für zwölf Tage angereist, um vor allem den Schwerpunkt auf wettkampfrelevante Onsight- und Flashbegehungen zu legen.

Dafür hatten die Trainer ein ausgeklügeltes Punktesystem ausgetüftelt, das vor allem Onsights und Flashs belohnte und weniger das Ausbouldern harter Routen. Am Ende des Camps sollte dann schließlich der "Climbmaster Flash" gekürt werden.

Hochbetrieb am Wandfuß
Einmal losgelassen waren die DAV-Jungs und Mädels nicht mehr zu stoppen: Die Sektoren wurden beinahe von links nacht rechts abgegrast und den zahlreich anwesenden Kletterern aus aller Herren Länder blieb oftmals nur ein Staunen, als die DAVler mal eben deren Projekte flashten und weiterzogen. "Where are these kids from?" wurden die Trainer oft gefragt.

Der Hochbetrieb am Wandfuß, der manchmal schon an eine Kletterhalle erinnerte, hatte auch sein Gutes: So waren fast alle Routen ständig mit Expressschlingen ausgestattet und durch die ständigen Begehungen und das gegenseitige Beobachten wurde das Flashen leicht gemacht.

Beeindruckende Menge an gekletterten schweren Routen
Besonderes Highlight waren sicherlich mehrere 7c+ onsight und im Flash durch die starken Jungs, sowie Juliane Wurms Begehung von "Petit Tom" (7c+/8a) im ersten Versuch, Felix Neumärkers 8b "L'ami de tout le monde", für die er ebenfalls nur einen Versuch benötigte, sowie Jan Hojers Fast-Flash von "Face de rat" 8a+, die er nur wegen eines falsch angesagten Griffes hergeben musste, und die er sich sofort danach im nächsten Versuch holte.

Insgesamt war die Menge an gekletterten schweren Routen beindruckend - alleine Felix Neumärker kletterte in sieben Felstagen sieben Routen 8a und schwerer, davon zwei 8bs - die unzähligen "Aufwärmrouten" ab 7b aufwärts nicht mitgerechnet.

Jan Hojer und Juliane Wurm "Climbmaster Flash"
Rechnen war schließlich auch das Stichwort, als es um die Krönung des "Climbmaster Flash" ging – es war bei allen Nachwuchskletterern doch einiges an Routen zusammen gekommen. Schließlich sicherte sich Jan Hojer den Titel vor Felix Neumärker und Stefan Danker, bei den Mädels sammelte Juliane Wurm vor Luisa Neumärker die meisten Punkte.

Hallentraining in Grenoble
Ein Tag stand allerdings auch Hallenklettern in Grenoble auf dem Programm, wo Felix Neumärker und Stefan Danker beinahe die erste Begehung der Hallen-Top-Route (circa 8b) onsight gelang - der Hallenbetreiber war auf jeden Fall schwer beeindruckt. Daneben stand auch noch eine Einheit Speed an, denn seit dem EYS in Warschau hat der DAV-Jugendkader mit "Shorty" Tauporn und Jan Hojer auch in dieser Disziplin zwei ganz heiße Eisen im Feuer.

Nach zwei knappen Wochen ging es schließlich wieder etwas wehmütig in die Heimat zurück - noch zu viele Traum-Linien warteten auf ihre Begehung. Für die verbleibenden Tagen bis zur WM lautete die Ansage des Trainergespanns an die Athleten dann: Top-Form aufrecht erhalten und wieder auf Plastik umstellen, bevor der Flieger nach Ecuador geht.

Vielleicht gibt es ja 2007 einen Jugend-Weltmeister aus den Reihen des DAV - die Form stimmt auf jeden Fall und die bisherige Saison hat gezeigt, dass die deutschen Jugendkletterer international einige Wörtchen mitzureden haben.

Quelle
Deutscher Alpenverein DAV
www.alpenverein.de


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