Vom 23. bis 26. August fand die 15. Jugend Kletterweltmeisterschaft in Ibarra/Ecuador statt. Die FEDAN (Ecuadoranischer Kletterverband) richtete mit der Jugend-WM erstmals einen internationalen Kletterbewerb aus und man war recht skeptisch, ob eine solche Veranstaltung in einem südamerikanischen Land auch funktionieren kann.
Kletteranlage auf Weltcupniveau
Der Veranstalter wusste ob dieser Ängste und es gelang ihm, all diese Befürchtungen zu wiederlegen. Eine neue, 16 Meter hohe Außenanlage, aufgestellt im Familienpark von Ibarra, entsprach all den Ansprüchen für den Routenbau und ist jederzeit auch für einen Weltcupbewerb geeignet. Die Klettergriffe waren gewöhnungsbedürftig, da aus Plastik, aber sie brachten keine Vorteil für die heimischen Kletterer.
Halfbinalrouten zu schwer
Der Routenbau wurde vom französischen Chefroutensetzer Laurent Laport koordiniert. Zeitlich konnte alles pünktlich abgewickelt werden, auch wenn die Halbfinalrouten durchwegs zu schwer geschraubt waren. Das Schiedsrichterteam wurde von Susi Knabl (AUT) und Ake Nilson (SWE) geleitet.
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Regen verhindert Finaldurchgänge
Einziger Wehrmutstropfen war die Absage des Finale in den Klassen Jugend A weiblich, Juniorinnen und Junioren, da der Regen die Durchführung verhinderte. Da diese bereits zwei Qualifikationsrouten und das Halbfinale bestritten hatten, war es kein Nachteil für die Medaillenvergabe.
Große Medienpräsenz in Ecuador
Damit darf man auf eine gut organisierte Jugend WM zurückblicken, und mit der Vergabe dieser Veranstaltung an ein südamerikanisches Land gelang es auch, diesen Sport in den ecuadorianischen Medien populär zu machen. Zehn Tage lang veröffentlichten die Zeitungen seitenlange Berichte, die Medaillengewinner Ecuadors (drei im Speed) wurden zu Sporthelden. Auch das österreichische Team, das den Medaillenspiegel klar anführte, bekam entsprechend viel Platz in den Printmedien Ecuadors.
Österreich erfolgreichstes Team
Sportlich war die WM im Vorstieg geprägt durch die drei Goldmedaillen der ÖAV Kletterer Johanna Ernst, Jakob Schubert und Christine Schranz, denen noch zwei Silbermedaillen (Stefanie Pichler und Mario Lechner) sowie eine Bronzmedaille (Max Rudiger) folgte. Der Speed wird nach wie vor von den Kletterern aus Russland (viermal Gold) beherrscht, wobei hier speziell die Teams aus Südamerika sicher immer stärker nachkommen.
Ibarra 2007 ist somit bereits wieder Sportgeschichte und man freut sich schon auf 2008, wenn die Kletterjugend nach Sydeny zur 16. Jugend-WM reisen wird.