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Felix Neumärker

Jugend-Kletter-WM 2007

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Jugend-Kletter-WM 2007: Silber für Neumärker, Tauporn holt Bronze

M2b Redaktion am 27.08.2007 - 12:45 Uhr

Silber für Felix Neumärker bei den Junioren und Bronze für Thomas Tauporn in der männlichen Jugend A, dazu noch einige Top Ten Resultate für die deutschen Athleten - so lautet die erfreuliche Bilanz des Deutschen Alpenvereins bei den 15. Jugend-Weltmeisterschaften im Klettern in Ibarra (ECU).

Leichte erste Qualifikationsroute
Lange und schön geschraubte Routen sorgten für zahlreiche Tops auf den ersten Qualifikationsrouten, besonderes Augenmerk hatten die Routenbauer auf Technik und Bewegungsprobleme gelegt. 29 Tops bei den Junioren, 23 in der männlichen Jugend A, 25 in der männlichen Jugend B - die bereits zur Qualifikation zahlreich erschienenen Zuschauer bekamen besten Klettersport geboten. Alle deutschen Athleten überstanden die Qualifikation problemlos und zogen somit ins Halbfinale ein.

Knüppelharte Halbfinals
Extrem schwierig, so die allgemeine Meinung unter den Trainern und Betreuern, waren dann die Halbfinalrouten: In keiner der sechs Altersklassen konnte eine Top-Begehung verzeichnet werden. Winzige Griffe an den harten Einstiegsbouldern sorgten dafür, dass bereits zwischen dem ersten und dem vierten Haken die Entscheidungen fielen, die pralle Sonne am Äquator tat ihr übriges.

So war der Wettkampf bei den Junioren für Maxi Wörner schon am ersten Haken beendet (10+, Platz 22), Stefan Danker kam zwei Züge weiter (12-) und belegte damit den 13. Rang. Mit einer 28- zeigte Felix Neumärker eine ausgezeichnete Leistung und eroberte den zweiten Platz, geschlagen nur vom Japaner Sachi Anma (38-). Dieser zeigte sich in bestechender Form und überwand scheinbar mühelos die Klippen im ersten Drittel der Wand und setzte sich verdient an die Spitze.

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Shorty nach dem Halbfinale vorne
Trotz der extrem harten Halbfinalroute bot Thomas Tauporn in der männlichen Jugend A eine eine exzellente Vorstellung. Am Vortag hatte der 16-Jährige noch über gesundheitliche Probleme geklagt, sich mehrmals übergeben müssen - als Ursache wird eine Kombination aus Dehydration, Sonnenstich und einer Magenstimmung vermutet. All das war am Halbfinaltag vergessen: Mit einer 27- fehlten Tauporn zwar noch zehn Züge bis zum Top, trotzdem kletterte er der Konkurrenz davon und belegte vor dem Finale den ersten Rang vor Martin Stranik (CZE) und Eric Lopez Mateos (ESP).

In der männlichen Jugend B zeigte Jan Hojer eine sichere Leistung und belegte nach dem Halbfinale den vierten Platz (29-) - stärker waren hier nur Arman Ter-Minasyan (40-, RUS), Adam Ondra (36+, CZE) und Masahiro Higuchi (33+, JPN).

Wurm scheidet im Halbfinale aus
Auch die Route der weiblichen Jugend A war äußerst anspruchsvoll geschraubt. Im ersten Drittel mussten viele Starterinnen bereits die Segel streichen - darunter leider auch die deutsche Hoffnung Juliane Wurm. Sie verschätzte sich in einer Quergangssequenz und fiel so viel zu früh aus der Wand; am Ende war es der 19. Platz für die Dortmunderin. Besser lief es für Luisa Neumärker und Ines Dull: Mit einer 23+ und einer 23 belegten sie nach dem Halbfinale die Plätze fünf und sechs.

Wetterkapriolen
Gute Ausgangspositionen der deutschen Athleten also für das Finale - wenn nicht das Wetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte: Ein starkes Gewitter ging über der Wettkampfstätte nieder. Nachdem der Regen auch nach ein paar Stunden nicht nachließ, entschied die Jury, die Finaldurchgänge in den Kategorien Juniorinnen, Junioren und weibliche Jugend A abzusagen und die Ergebnisse der Halbfinals als Endresultate zu werten.

Junioren: Anma überragend
Mit seiner überragenden Leistung im Halbfinale siegte Sachi Anma (JPN) bei den Junioren. Der Japaner holte sich den Weltmeistertitel vor dem Leipziger Felix Neumärker, der damit seinen zweiten Vizeweltmeistertitel erringen konnte. Die Bronzemedaille sicherte sich mit Tsukuru Hori ein weiterer Japaner.

Juniorinnen: Gold für Österreich
Knapp war die Entscheidung bei den Juniorinnen. Christine Schranz (39, AUT) und Yana Chereshneva (39-, RUS) hatten beide den gleichen Griff erreicht, im Gegensatz zu der Russin konnte Schranz den Griff jedoch halten und sicherte sich so die Goldmedaille. Auf dem dritten Rang platzierte sich die Französin Anne-Louise Hoarau.

Männliche Jugend A: Bronze für Tauporn
Nach den harten Routen im Halbfinale waren die Finalwände wieder etwas humaner geschraubt. Die Konkurrenz wurde vom Halbfinalführenden Thomas Tauporn eröffnet, und der zeigte gleich eine hervorragende Leistung und setzte mit einer 51- die vorläufige Bestmarke. Einen weiten Zug konnte der Schechinger nicht halten und kippte aus der Wand - der dritte Rang und damit die Bronzemedaille waren ihm dennoch sicher. Weiter als der 16-Jährige kletterten nur Jakob Schubert (55-, AUT) und Mario Lechner (51+, AUT), die damit einen österreichischen Doppelsieg einfuhren.

Weibliche Jugend A: Knappe Entscheidung
Wie schon bei den Juniorinnen und Junioren fiel das Finale in der weiblichen Jugend A auch dem starken Regen zum Opfer, und somit auch die Chance für Luisa Neumärker und Ines Dull, noch auf einen Medaillenrang vorzustoßen. Mit Rang fünf und sechs erzielten die beiden Nachwuchskletterinnen dennoch ein ausgezeichnetes Ergebnis. Die Medaillengewinner in dieser Altersklasse lagen alle innerhalb eines Griffes: Topfavoritin Charlotte Durif (24+, FRA) siegte knapp vor Marah Bragdon (24, USA) und Melissa Main (24-, USA).

Männliche Jugend B: Hojer verpasst Medaille knapp
Im Halbfinale noch etwas unter Wert geschlagen, bestätigte Adam Ondra im Finale der männlichen Jugend B seinen Status als Topfavorit auf den Titel. Er legte die einzige Top-Begehung des Finales hin und gewann damit souverän vor Masahiro Higuchi (51-, JPN) und Max Rudigier (51-, AUT). Auch Jan Hojer hatte in der Endrunde die 51- erreicht - die besseren Ergebnisse Higuchis und Rudigiers aus der Qualifikation und dem Halbfinale verwiesen den Frechener jedoch auf den undankbaren vierten Platz.

Weibliche Jugend B: Ernst bestätigt Favoritenrolle
Mit der einzigen Top-Begehung im Finale wurde Johanna Ernst (AUT) ihrer Favoritenrolle gerecht und holte sich verdient ihre zweite WM-Goldmedaille nach Imst 2006. Alexandra Ladurner (ITA), die nach dem Halbfinale noch vor Ernst gelegen hatte, sicherte sich mit einer 53+ den Titel der Vizeweltmeisterin. Bronze ging an Sasha DiGiulian (42+, USA), die, nach einer besseren Qualifikationsrunde das Rennen gegen Julia Miroshnichenko für sich entschied.

Kletter-WM in Avilés im September
Insgesamt nahmen mehr als 440 Kletterinnen und Kletterer aus 30 Nationen an den Titelkämpfen in Ibarra teil. Mehr als 100 freiwillige Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe, leider konnten aufgrund der widrigen Wetterbedingungen nicht alle Finaldurchgänge ausgetragen werden. Als nächstes sportliches Highlight der Kletterer steht vom 17. bis zum 23. September die Kletter-WM in Avilés auf dem Programm.

Deutsche Athleten bleiben noch ein paar Tage in Südamerika
Die deutschen Athleten haben nun noch einige Tage Zeit, um sich von den sportlichen Anstrengungen und den Reisestrapazen zu erholen, bevor es zurück in die Heimat geht. Zusammen mit dem DAV Summit Club wurde ein attraktives Rahmenprogramm organisiert. So war das Team vor der WM bereits in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito zum Sightseeing unterwegs, zwecks Akklimatisierung wurde auch eine Wanderung auf 3.400 Meter Höhe um einen Kratersee durchgeführt.

Weitere Informationen
Weitere Infos zur WM (Vorberichte, Portraits, Teilnehmerübersichten) gibt es im Mountains2b-Eventspecial "Jugend-Kletter-WM 2007" und auf der WM-Website unter www.ibarraclimbing.com.

Quelle
- www.ifsc-climbing.org
- www.sportklettern-nrw.de


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