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Alexandre Chabot (FRA)

Angela Eiter (AUT)

Tomás Mrazek (CZE)

Akiyo Noguchi (JAP)

Routenbauer bei ihrer Arbeit

ispo-Halle B6

Aktive

Die Finalistinnen

Salavat Rakhmetov (RUS)

Finalisten

Publikum

Publikum

Saulevich und Ryepko

Stenkovoi und Amann

Wandbesichtigung

WM 2005

Kletter-WM 2007: Rückblick auf die WM in München 2005

M2b Redaktion am 23.08.2007 - 15:00 Uhr

Die letzte Kletter-Weltmeisterschaft fand vom 01. bis zum 05. Juli 2005 in München statt. 9.000 Kletterfans verfolgten die sportlichen Höchstleistungen der Kletterer in der bayerischen Landeshauptstadt, 342 Athleten aus 52 Nationen waren am Start - Rekorde, die in Avilés schon wieder gebrochen werden sollen.

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Lead: Spannung im Herrenfinale
Angela Eiter (AUT) hatte bereits in den Monaten vor der WM 2005 die Lead-Weltcups dominiert; erwartungsgemäß holte sich die Österreicherin in München dann auch die Goldmedaille im Sportklettern. Unter tobendem Applaus der knapp 5.000 Zuschauer konnte Eiter die schwere Finalroute fast komplett durchsteigen - zum Erreichen des Tops fehlten ihr nur Zentimeter. Hinter der Pitzalerin platzierten sich Emily Harrington (USA) und Akiyo Noguchi (JPN) auf den Plätzen zwei und drei.

Bei den Herren verteidigte Tomás Mrázek (CZE) seinen Weltmeistertitel von 2003 und holte Gold vor Patxi Usobiaga (ESP) und Alexandre Chabot (FRA). Alle drei erreichten im Finale den Topgriff, so dass das Ergebnis aus dem Halbfinale über den Sieg entschied. Besonders bitter war es da für den Besten des zweiten Durchgangs, Ramón Julián Puigplanque (ESP), der den verschobenen Isolationsschluss für das Finale um zwei Stunden verpasste und damit vom Wettkampf ausgeschlossen wurde.

Rakhmetov und Shalagina holen Titel im Bouldern
Die Weltmeistertitel im Bouldern sicherten sich Olga Shalagina (UKR) und Salavat Rakhmetov (RUS). Scheinbar mühelos bewies Rakhmetov, der mit 37 Jahren älteste und erfahrenste Teilnehmer der WM, sein Können an den Bouldern - der Titelgewinn in München war die Krönung einer langen internationalen Laufbahn. Alle sechs Boulderprobleme löste er souverän im ersten Versuch - da konnte auch ein Kilian Fischhuber in Bestform, der ebenfalls alle sechs Boulder schaffte, nicht mithalten. Der Österreicher gewann Silber, Bronze ging an den Franzosen Gérome Pouvreau.

Olga Shalagina (UKR) konnte als einzige Dame alle sechs Boulderprobleme im Finale toppen und gewann damit verdient die Goldmedaille. Silber ging an Yulia Abramchuk (RUS), die die ersten fünf Boulder im Flash bewältigte, und am sechsten bis zur Zone kam. Die Tschechin Vera Kotasova sicherte sich mit fünf Tops, für die sie vier Versuche mehr als die Russin benötigte, Bronze.

Die schnellsten Kletterer der Welt kommen aus Osteuropa
Die Titel im Speedklettern gingen erwartungsgemäß an die osteuropäischen Athleten. Bei den Herren kletterte Evgeny Vaytsekhovsky (RUS) auf das oberste Podest, nachdem sich sein direkter Gegner einen Fehler geleistet hatte: Im ersten Durchgang noch stellte Maksym Stenkovyy (UKR) mit 8,74 Sekunden einen Rekord auf; im zweiten Duell rutschte er dann an einem Griff ab und an der Goldmedaille vorbei. Dritter wurde Sergey Sinitsyn (RUS).

Olena Ryepko (UKR) war die schnellste Dame an der Speedwand. Mit 17,76 Sekunden stellte sie zudem in München den ersten Weltrekord im Speed auf und kletterte der Konkurrenz davon. Hinter ihr bewiesen Valentina Yurina (RUS) und Edyta Ropek (POL) auf den Rängen zwei und drei, dass das Speedklettern klar von den osteuropäischen Kletterern und Kletterinnen dominiert wird.

Deutsche Athleten schlugen sich achtbar
Die deutschen Athleten erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen nur teilweise. Für positive Überraschungen sorgten vor allem die Freisingerin Lisa Knoche sowie Timo Preußler aus Schwäbisch-Gmünd. Die damals 17-jährige Knoche schlug sich schon in der Qualifikation zum Sportklettern überaus achtbar und krönte ihre tolle Vorstellung bei der WM mit einem hervorragenden siebten Platz im Speedfinale. Preußler schaffte den Sprung in das Finale beim Sportklettern und belegte dort einen hervorragenden sechsten Rang.

Gelungene Veranstaltung
Fünf Tage dauerte das Kletterspektakel auf dem ISPO-Gelände in München. Die Titelkämpfe waren gut besucht, den Spitzenwert erzielten die Sportkletterbewerbe am 02. Juli mit über 5.000 Zuschauern. Entsprechend zufrieden waren auch die Organisatoren mit der Veranstaltung: "Wir sind sehr stolz darauf, dass wir so viele Kletterer und Zuschauer aus allen Nationen in München begrüßen konnten. Besonders die hochkarätigen, spannenden Wettkämpfe haben dazu beigetragen, dass die WM allen Beteiligten als eine rundum gelungene Veranstaltung in Erinnerung bleiben wird", so Wolfgang Wabel, Leiter des Organisationskomitees.

Weitere Informationen
Auf unserer Sonderseite "Kletter-WM 2005 in München" finden Sie umfangreiche Informationen zu den Titelkämpfen in der bayerischen Landeshauptstadt. Neben einer ausführlichen Berichterstattung stehen dort auch Interviews, Bildergalerien und Video-Analysen bereit.


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