
Makalu

Cholatse und Taboche vom Gokyo, links der Makalu

Makalu vom Westcol gesehen

Makalu

Sonnenuntergang am Gokyo Ri

Träger am Makalu
Makalu (8.463 Meter) - Himalaya
M2b Redaktion am 19.09.2007 - 12:10 Uhr
Etwa 20 Kilometer östlich des
Mount Everest, an der Grenze zwischen Nepal und China, liegt der fünfthöchste Berg der Erde: der Makalu. 8.463 Meter hoch ist der Berg mit dem formschönen Granitgipfel: Als markante Pyramide sieht man ihn von Darjeeling aus, wie ein wuchtiges Bergmassiv erscheint er vom
Mount Everest.
Der große Schwarze
Auch der Name "Makalu" kommt, wie viele der Achttausenderbezeichnungen, aus dem Sanskrit. Maha Kala heißt auf deutsch "der große Schwarze", lange Zeit wurde er, da selbst aus Indien noch gut zu erkennen, von den Einheimischen als höchster Berg des Himalaya betrachtet.
Anspruchsvoller Achttausender
Der Makalu zählt nicht zu den "leichten" Achttausendern. Hohe technische und konditionelle Anforderungen sowie der lange Zustieg zum Basislager und die häufigen Wetterkapriolen sorgen dafür, dass er einer der weniger begangenen Himalayagipfel ist. Ein Blick in die Unfallstatistik enthüllt weiterhin, dass der Makalu einen der gefährlichsten
Achttausender darstellt: Nur an der Annapurna und am K2 verunglücken prozentual mehr Alpinisten tödlich. Kommerzielle Expeditionen auf den Makalu gibt es daher nur wenige.
Erste Erkundungen
Obwohl nahe am Everest gelegen und damit schon früh im Fokus der Bergsteiger, wurde der Makalu erst 1954 erstmals erkundet. Eine neuseeländische Expedition unter der Leitung des späteren Everest-Erstbesteigers Edmund Hillary und eine amerikanische Expedition um Will Siri nahmen den Berg unter die Lupe. Den Neuseeländern gelang auf dieser Tour die Erstbesteigung des Baruntse (7.152 Meter) und des Pethangtse (6.710 Meter), am Makalu mussten sie auf etwa 7.000 Metern umkehren. Hillary sprach später von dem Berg als eines "der schwierigsten Probleme des Alpinismus". Die Amerikaner versuchten den Aufstieg über den äußerst schwierigen Südostgrat, auch sie mussten in einer Höhe von 6.700 Metern aufgeben.
Erstbesteigung 1955
Am weitesten kam im Oktober des gleichen Jahres eine französische Expedition, die auf etwa 7.800 Meter vordringen konnte - aufgrund von Stürmen und extremer Kälte jedoch umkehren musste. Ein Jahr darauf, im Frühling 1955, starteten die Franzosen unter der Leitung des Ausnahmealpinisten Jean Franco erneut zum Makalu. Die Expedition verlief sehr erfolgreich: Bei guten Verhältnissen standen Mitte Mai 1955 alle acht Expetitionsteilnehmer sowie der Sherpa Gyalzen Norbu auf dem Gipfel. Die Erstbesteigung feierten Lionel Terray und Jean Couzy, die am 15. Mai zuerst auf der Spitze des Makalu standen.
Ralf Dujmovits plant erste Winterbesteigung
Der Makalu ist der einzige
Achttausender, der noch keine Winterbesteigung aufweisen kann. Ein Team des Expeditionsunternehmens Amical Alpin unter der Leitung von Ralf Dujmovits will diese letzte Bastion durchbrechen und im Dezember 2007 und Januar 2008 zu einer Winterexpedition auf den großen Schwarzen starten.
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