Specials Themenspecials Die 14 Achttausender Makalu

Makalu

Makalu - der Routenverlauf

M2b Redaktion am 19.09.2007 - 12:45 Uhr

Übersetzt ins Deutsche wird der Makalu auch der „Schwarze Große“ genannt. Der 8485 Meter hohe Gigant ist der fünfhöchste Berg der Erde. Aus südwestlicher Richtung wirkt der Berg als wuchtiges Massiv und von Darjeeling wie eine Pyramide. Etwa ein Dutzend Routen sind bis heute eröffnet worden. Er gilt als einer der schwereren seiner Art, da ein hohes Ausmaß an Technik gefragt ist und die Expeditionsteams mit den häufig wechselnden Wetterbedingungen zu kämpfen haben. Die erste Expedition, die die Strapazen erfolgreich meisterten, war eine französische Gruppe unter der Leitung von Jean Franco im Jahre 1955. Sie nahmen die Route über den 7400 Meter hohen Malaku La. Diese Route wird heute als „Franzosenroute“ bezeichnet. Die verschiedenen Gipfel des Makalu sind: Der Makalu mit 8485 Metern, der Makalu Südostgipfel mit 8010 Metern, Chomo Lonzo mit 7818 Metern, der ein Untergipfel des Makalu ist und nur durch einen engen Sattel von ihm getrennt ist und der Kangchungste (Malaku II) 7678 Metern.

Zehn Tage bis ins Basecamp
Mit zehn bis elf Tagen müssen die Expeditionsteams rechnen, bis sie das Basislager (auch Hillary Camp genannt) auf etwa 4700 Metern erreicht haben. Aus diesem Grund visieren auch nur wenige Teams den Makalu als Ziel an. Vom 390 Meter hohen gelegenen Turmlingtar müssen die Bergsteigerteams unter den Südwestabbrüchen des Makalu her bis ins 4700 Meter hohe Basislager. Der Anmarsch führt über zwei Pässe in über 4000 Metern Höhe. Viele Teams versuchen den Gipfel über ein vorgeschobenes sowie drei Hochlagern zu erreichen.

Makalu La-Route oder Franzosenroute
Von dem Basislager aus, von dem man weitestgehend akklimatisiert starten sollte, liegt als nächstes Ziel das vorgeschobene Basislager, dass so genannte Advance Base Camp. Es liegt auf 5600 Metern und man kann es gut an einem kleinen Gletschersee aufschlagen. Doch bevor man das Camp aufschlagen kann, muss man sich den Weg mühsam nach oben kämpfen. Die linke Seitenmoräne des Barun Gletschers führt bis auf 5100 Meter. Anschließend müssen die Kletterer den Gletscher queren, um auf der anderen Seite an einer Einmündung des Chago Gletschers aufzusteigen. Nachdem sie ein schweres Blockgelände hinter sich gelassen haben, sollten sie nach weiteren 200 Höhenmetern das Camp erreicht haben. Der beschwerliche Aufstieg im Blockgelände kann je nach Wetterlage um die vier Stunden dauern.

Lager I
Das Lager I, welches nun in Angriff genommen wird, liegt weitere 1000 Höhenmeter höher. Am Gletscher sind mehrere Seilaufschwünge erforderlich. Auch schwierige Passagen an Felsplatten liegen auf dem Weg. Mit Fixseilen kann man sich den Weg nach oben aber erleichtern, dennoch sind weitere vier Stunden für den Aufstieg zum Lager I auf 6500 Metern einzuplanen.

Lager II
Oberhalb des ersten Lagers kann man sich weiter durch eine steile Rinne mit Hilfe von Fixseilen den Weg nach oben bahnen. An dieser Felsbegrenzung ist ein 40 bis 45 Grad steiler Firn. Im oberen Teil geht es über einen plattigen Fels auf den Makalu La in 7400 Metern Höhe. Die Eisflanke, die auf den Makalu La hinauf führt ist mit der Steilheit und Länge der Pallavicini-Rinne am Großglockner zu vergleichen, allerdings mit dem Unterschied, dass sie in 7400 Metern zu erklimmen ist. Man erreicht so eine große Hochebene, die im Norden vom Kangchengjunga und in südlicher Richtung von Nordostgrat des Makalu begrenzt ist.

Lager 3
Nach Absolvierung einer Querung zum Eisbruch bis auf 7660 Metern ist es möglich, das Lager zu errichten. Bei gutem Wetter haben die Expeditionsteilnehmer ein tolles Panoramabild auf die Landschaft. Nach einem weiteren 45 Grad steilen Aufstieg liegt eine Querung über einen Hängegletschers an. Zu guter Letzt liegt die weitere anspruchsvolle Aufstiegsroute bis zum Gipfel noch vor den Teams. Sie führt zum 8485 Meter hohen gelegenen Gipfel.

Weitere Routen
Unter schwierigen Bedingungen konnte eine französische Bergsteigerexpedition 1971 den Westpfeiler des Makalus betreten. Die Südwand wurde von Jugoslawen 1975 durchstiegen. Ein Jahr später gelang einigen Tschechen über den Pfeiler des Südostgipfels zum Ziel. Erst im Jahre 1997 gelang die Besteigung der schweren Westwand. Eine russische Expedition unter der Leitung von Sergej Efimov gelang dieses Klettermeisterstück. Der Erfolg wurde durch eine Tragödie getrübt. Während des Abstiegs wurde Igor Bugachevski tödlich von einem Steinschlag erwischt.

Quellen
- www.wikipedia.org
- www.dieter-p.de
- www.bergsport.ch
- www.herbertwolf.at
- www.softrock.de


  Zurück
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeige
Anzeigen
Google Anzeigen