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Everest, Nuptse und Lhotse

Lhotse und Mount Everest

Mount Everest

Everest - Gipfel ohne Gnade

Everest Unmasked

Aufstieg 6500m

Lager II auf 7600m

Mount Everest (8.850 Meter) - Himalaya

M2b Redaktion am 26.10.2007 - 12:01 Uhr

Unser Themenspecial "Die 14 höchsten Berge der Welt" geht mit dem höchsten Berg der Erde, dem Mount Everest, in seine letzte Ausgabe. Wir hoffen, dass die Informationen über die spektakulären Begehungen, die Statements von Reinhold Messner zu den einzelnen Bergen und die Geschichten der Berge Sie ebenso in ihren Bann gezogen haben wie uns.

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Die Entstehung
Der Mount Everest entstand vor Millionen von Jahren wie auch viele andere Gebirgsketten durch tektonische Plattenverschiebungen. Die eurasische Platte schiebt sich heute noch auf die asiatische Kontinentalplatte und lässt den höchsten Berg der Erde jedes Jahr um einige Millimeter höher werden. Man kann also vermuten, dass - wenn bis dahin nichts außergewöhnliches mit dieser Welt geschieht - der Mount Everest in etwa 500.000 Jahren die 9000 Meter-Marke knackt.

Wie hoch ist wirklich?
Der Gipfel zwischen Nepal und China (Tibet) wurde im Jahr 1865 nach Sir George Everest bennant, der die erste zuverlässige Höhenmessung durchführte. Diese ergab eine Höhe von 8.848 Metern, die lange Zeit von verschiedenen Messteams bestätigt wurde. Erst 1999 wurde die Höhe mit mehreren GPS-Empfängern auf 8.850 Meter festgelegt und anschließend von den Instituten übernommen.

Erste Besteigungsversuche
In den 1920er und 1930er Jahren waren es britische Expeditionen, die den Mount Everest erkundeten und erste Versuche unternahmen, den Berg zu bezwingen. 1924, 1933 und 1934 schafften mehrere Bergsteiger eine Höhe von etwa 8500 Metern, jedoch war es keinem von ihnen vergönnt, die sogenannte Todeszone zu durchschreiten und bis ganz nach oben zu gelangen. Im Jahr 1935 war der spätere Begleiter des Erstbesteigers Tenzing Norgay erstmal in einem Expeditionsteam dabei und leistete Trägerdienste.

Schweizer scheitern knapp
In den Jahren 1940 bis 1950 wurde der Mount Everest kaum ernsthaft angegangen. Aber Anfang der 50er-Jahre schien es an der Zeit, die Erstbesteigung zu forcieren. 1951 wurde eine Schweizer Expedition mit den Bergsteigern Lambert, Asper, Dittert, Flory, Aubert, Roch, Chevalley und Hofstetter von Tenzing Norgay am Berg begleitet. Zusammen mit Lambert versuchte der Führer der Sherpas den Gipfelaufstieg, musste aber in der bis dato größten erreichten Höhe (etwa 8.600 Meter) umkehren.

Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay werden berühmt
Die Erstbesteigung war im Jahr 1953 dem Neuseeländer Sir Edmund Hillary vorbehalten. Zusammen mit Tenzing Norgay und einem weiteren Sherpa, der anschließend umkehrte, legten sie ein Lager in 8.510 Meter Höhe an und schafften es daher, am 29. Mai früh am Morgen den Südgipfel zu erreichen. Nachdem sie den "Hillary Step" (eine Felstufe, die noch einmal bergsteigerisches Können erfordert) durchquert hatten, standen sie schließlich am frühen Mittag auf dem Gipfel des höchsten Berges dieser Welt.

Weitere Highlights am Mount Everest
Die erste Besteigung des Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff gelang im Jahr 1978 Reinhold Messner und Peter Habeler. Die erste Frau auf dem Gipfel war am 16. Mai 1975 Junko Tabei aus Japan. Erstmalig in einer Alleinbegehung wurde der Gipfel ebenfalls von Reinhold Messner 1980 bestiegen. Der jüngste und der älteste Gipfelsieger war 15 und 70 Jahre alt, Temba Tsheri aus Nepal und Yuichiro Miura aus Japan. Die erste Skiabfahrt vom Mount Everest schaffte im Jahr 2000 Davo Karnicar.

Statistik
Mittlerweile haben über 3000 Personen den Gipfel des Mount Everest erreicht. Der Gefahr, durch einen Lawinenabgang, Selbstüberschätzung oder Übermotivation an diesem Berg sein Leben zu lassen, mussten bereits mehr als 200 Menschen Tribut zollen und kehrten nicht wieder zurück.

Literatur zum Everest:
- Peter Gillman - "Everest - 80 Jahre Triumphe und Tragödien". Bruckmann Verlag, München 2001; 240 Seiten, gebunden, Großformat, Bildband mit Bildern zu allen wesentlichen Ereignissen, Tabelle aller Besteigungen.
- Reinhold Messner - "Mallorys zweiter Tod". Das Everest-Rätsel und die Antwort; BLV Verlagsgesellschaft, München 2000; 221 Seiten, gebunden, s/w-Fotos, 1 Karte, Skizzen.
- Roberto Mantovani, Kurt Diemberger - "Mount Everest". Karl Müller Verlag, Erlangen; 144 Seiten, gebunden, Großformat, Bildband mit Bildern zu allen wesentlichen Ereignissen bis 1996, Zeittafel, Fotos mit Routen, Karten.

Mehr Literatur finden Sie unter www.himalaya-info.org

Quellen:
- www.himalaya-info.org
- www.wikipedia.org
- www.everest.cc


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