Specials Eventspecials 2007 Weitere Events Bergsichten 2007 Bergfilme

Der Regisseur Arnold Fanck

"Stürme über dem Mont Blanc"

Der Regisseur Arnold Fanck

"Stürme über dem Mont Blanc"

"Stürme über dem Mont Blanc"

Bergsichten 2007

Freitag, 19:30 Uhr: Festivaleröffnung und Arnold Fanck Bergfilm-Klassik-Nacht

M2b Redaktion am 18.10.2007 - 16:10 Uhr

Am Freitag, den 16.11. gibt es mit der Festivaleröffnung und und Bergfilm-Klassik-Nacht den Startschuss für das vierte Bergsichten Festival in Dresden.

"In Eis und Schnee - Der Regisseur Arnold Fanck"
Der Name Arnold Fanck allein sagt vielen wenig. Doch spätestens wenn man Filmtitel nennt, auf Leni Riefenstahl und Luis Trenker zu sprechen kommt - beide Entdeckungen von Dr. Fanck - dann erhält dieser Name ungeahnte Dynamik und Popularität, denn Dr. Arnold Fanck war der deutsche Filmpionier. Bereits 1913 fuhr Fanck zusammen mit seinem Kameramann Sepp Allgeier auf Skiern durch die wilden Gletscherbrüche den Monte Rosa hinunter und brachte so dem staunenden Kinopublikum das Hochgebirge in bewegten Bildern näher. 1920 drehte er seinen ersten Skifilm WUNDER DES SCHNEESCHUHS. Es folgten unvergessene Spielfilme wie IM KAMPF MIT DEM BERGE, DER BERG DES SCHICKSALS, DER HEILIGE BERG, DIE WEISSE HÖLLE VOM PIZ PALÜ, STÜRME ÜBER DEM MONTBLANC, DER WEISSE RAUSCH, SOS EISBERG: Bergdramen, die auch heute nichts von ihrer Wirkung verloren haben, begeisterten damals Millionen von Zuschauern weltweit.

Auch die Film-, Kamera- und Schnitttechnik hat Arnold Fanck epochale Erfindungen zu verdanken. Bei allem Erfolg: Arnold Fanck hob nie vom Boden ab. Der gebürtige Rheinpfälzer blieb zeitlebens ein bodenständiger Mensch. Trotz Angeboten aus Amerika und Japan zog er die Heimat vor und blieb seinem geliebten Freiburg im Schwarzwald treu, ...dort wo 1913 seine Foto- und Filmkarriere begann. Der Film dokumentiert Epochen seines Lebens, verrät Tricks, Kniffe und Erfindungen aus der damaligen Filmtechnik und zeigt mit zahlreichen Filmausschnitten aus Fancks Werken dessen Großartigkeit ebenso wie seinen, schon an Leichtsinnigkeit grenzenden, Realismus bei den Dreharbeiten.

Der Film erhielt 1997 in Graz den Spezialpreis der Jury.

Livegast: Hans Jürgen Panitz

"100 Jahre Bergfilm - Dramen, Trick und Abenteuer"
Vom ersten dokumentierten filmischen Urschrei, nämlich einer Besteigung des Matterhorns im Jahre 1901, über die Filme des Filmpioniers Arnold Fanck bis hin zum IMAX-Film Gipfel ohne Gnade führt der Band durch exakt 100 Jahre Bergfilm-Geschichte.

Der Bild-Text-Band ist im Buchhandel nicht mehr erhältlich. Beim Festival sind einige Restexplemare am Bergsichten-Stand erhältlich.

"Arnold Fanck - Neues vom Bergfilmpionier"
Ein Vortrag von Matthias Fanck, dem Enkel Arnold Fancks.

"Dr. Arnold Fanck führte Regie mit Gletschern, Stürmen und Lawinen" titelten seinerzeit die Medien. Sein Enkel Matthias Fanck untersetzt dies und gibt in seinem Vortrag auch neue Einschätzunhgen über die Auswirkungen des filmerischen Schaffens seines Großvaters auf die Bergfilmszene. Die Rolle Arnold Fancks im 3. Reich und die Renaissance des Skifilms "Der weisse Rausch" spielen ebenso eine Rolle im Vortrag.

"Stürme über dem Mont Blanc"
Das legendäre Hochgebirgsdrama von Arnold Fanck (91 min, 1930 min)

Hannes ist Meteorologe in der auf 4.400m Höhe liegenden Wetterwarte auf dem Montblanc. In der schneidenden Kälte dieser Eishölle erfrieren ihm beide Hände. Er muß runter ins Tal. Doch bei seiner Abfahrt wird er von einem Schneesturm überrascht. Es bleibt ihm nur ein Ausweg: zurück zur Wetterstation. Dort hat der Sturm die Türe aufgerissen und die Fenster zersplittert. Schnee liegt im ganzen Haus. Er sitzt in der Falle.Im Tal arbeitet seine Kollegin Hella Armstrong. Als sie keine Meldung mehr von der Wetterwarte erhält, sorgt sie für Hilfe. Unter ihrer Führung beginnt eine dramatische Rettungsaktion...

Seine Hochgebirgsaufnahmen sind vor Ort entstanden, inmitten der Gletscherspalten, auf dem stürmischen Grat, in gefährlicher Nähe der Lawinen. Schauplatz der Handlung ist das Gebiet um die Cabana-Vallot-Hütte, die in 4400 Meter Höhe, knapp unterhalb des Mont-Blanc-Gipfels liegt.
Bei den Dreharbeiten zu den spektakulären Bildern der alpinen Rettungsaktion war für den bedingungslosen Realisten Arnold Fanck die Auseinandersetzung auch mit der größten Gefahr eine Selbstverständlichkeit. Stunts kamen weder für ihn noch für seine Schauspieler in Frage.Neben Sepp Rist, der sich wie ein Hasardeur zwischen Gletscherspalten und Lawinen bewegt, muss auch Leni Riefenstahl einmal mehr in riskanten Szenen ihren Wagemut unter Beweis stellen.

Ernst Udet, einer der legendären Kunstflieger seiner Zeit stellt in dem Film sein fliegerisches Können unter Beweis. Er landet als erster Pilot auf dem Mont Blanc Gletscher. Um die Schönheit dieser hochalpinen und gefährlichen Flugaufnahmen noch zu steigern, ließ Fanck von einem zweiten Flugzeug aus die Maschine Udets filmen.

Der Filmdramaturg Béla Balazs schrieb damals: "Bilderbögen schöner landschaftlicher Hintergründe haben auch andere als Dr. Fanck fotografiert. Aber seine Berge werden dramatisch, weil sie mitspielen in einem Spiel. Dr. Fanck führt Regie mit Gletschern, Stürmen und Lawinen."

Beachten Sie auch die Ausstellung im Foyer zum Bergfilmpionier Arnold Fanck.

Eintritt:
Vorverkauf 8 Euro; Abendkasse 9/8 Euro
VVO-Kombiticket

Quelle:
Frank Meutzner
www.bergsichten.de


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeige
Anzeigen
Google Anzeigen