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Die Messnertragödie

Tod am Nanga Parbat

Die Messnertragödie

Everest Unmasked

Bergsichten 2007

Samstag, 10 Uhr: Bergfilmblock I

M2b Redaktion am 18.10.2007 - 16:09 Uhr

"Tod am Nanga Parbat - Die Messnertragödie"
(von Ludwig Ott, 44 min., 2004)

Eine Produktion der Reihe "die story" des WDR
Der Film beleuchtet die Tragödie der Brüder Messner bei der deutschen Nanga ParbatExpedition 1970 mit bislang unveröffentlichtem Film- und Fotomaterial.

Das vierköpfige Team mit den Brüdern sowie Felix Kuen und Peter Scholz bezwingen 1970 mit einer beispiellosen Leistung den 8.125 Meter hohen Nanga Parbat über eine Route, die bis dahin als nicht begehbar galt: durch die größte Fels- und Eiswand der Welt, die 4.500 Meter hohe Rupalwand. Mitten in der Nacht und ohne die anderen zu informieren, nutzt Reinhold Messner seine Chance zum Gipfelangriff. Bei seinem Alleingang folgt ihm sein Bruder Günther, nur notdürftig für dieses Abenteuer ausgerüstet - und kommt beim Abstieg ums Leben. Reinhold Messner erreicht krank und mit schweren Erfrierungen an den Füßen das Diamirtal. Sein Überleben ist zugleich der Beginn einer beispiellosen Bergsteigerkarriere.

Expeditionsteilnehmer äußern sich, teilweise erstmalig, vor der Kamera zu den tragischen Geschehnissen und zeichnen ein neues Bild der Expedition von 1970. Das Filmmaterial des Expeditionskameramannes Gerhard Baur, der als letzter Zeuge mit den Brüdern Messner die Nacht vor dem Gipfelanstieg im Höhenlager verbracht hatte, gibt Aufschluss über die möglichen Hintergründe der vielfach kritisch hinterfragten Tragödie.

War Günther Messners Tod unvermeidbar oder hat sein Bruder Reinhold, um des Erfolges willen, eine verhängnisvolle falsche Entscheidung getroffen? Vor dem Hintergrund der Berglandschaft des Nanga Parbat geht Ludwig Ott dieser Frage nach. Er beleuchtet den Wahn von Extrembergsteigern zwischen Erfolg und Tod, zwischen Leidenschaft und Gnadenlosigkeit.

Der Film erhielt beim Festival in Graz 2006 die Auszeichnung "Kamera Alpin in Gold".
Begründung der Jury: "Reinhold Messner im Konflikt mit sich selbst. Dieser ausgewogene Dokumentarfilm führt uns 35 Jahre zurück und erzählt uns zwei Versionen desselben Ereignisses. Dem Zuschauer bleibt es überlassen sich seine eigene Meinung zu bilden. Einen Achttausender zu besteigen setzt große physische Stärke voraus - dies jedoch ist eine beeindruckende Geschichte von menschlicher Schwäche. Sie gewährt uns einen interessanten Einblick in die Privatsphäre einer sehr in der Öffentlichkeit stehenden Person."

"Everest Unmasked - Todesszone Everest"
(Leo Dickinson (England), 1978, 50 min., deutsche Fassung)

Im Himalaya, in über 8.000 Metern, ist der Anteil des Sauerstoffs in der Luft äußerst gering. Den Bergsteigern drohen Sauerstoffmangel, Thrombosen, Lungenembolie. Auch Halluzinationen locken ins Verderben. Sich in dieser Höhe zu bewegen, bedarf einer fast unmenschlichen Anstrengung, jeder Schritt ist eine Qual. Dieser Bereich wird oft als ‚Todeszone'.bezeichnet. Trotzdem wagten 1978 Peter Habeler und Reinhold Messner die Besteigung des Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff. Der Film folgt den Beiden auf ihrer Route durch die Khumbu Eiswand, durch den Western Cwm, über den South Col auf den Gipfel. Nebenbei geht es auch um die Historie, die Tragödien und Triumphe vorheriger Aufstiege: George Mallory und Andrew Irvine blieben bei dem Versuch der Erstbesteigung 1924 verschollen, welche schließlich im Jahr 1953 Edmund Hillary und Tensing Norgay gelang.

Eintritt:
Vorverkauf 5 Euro; Abendkasse 6/5 Euro

Quelle:
Frank Meutzner
www.bergsichten.de


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