
Letzte Ausfahrt Titlis

Letzte Ausfahrt Titlis

Stefan Glowacz

Stefan Glowacz (GER)

Kurt Albert (GER)

Kurt Albert in "Devil`s Crack"

Kurtl goes west

Kurtl goes west

Stefan Glowacz - Ein Leben an den Fingerspitzen

Stefan Glowacz - Ein Leben an den Fingerspitzen
Samstag, 17:30 Uhr: Bergfilmblock III
M2b Redaktion am 18.10.2007 - 16:05 Uhr
"Letzte Ausfahr Titlis"
von Jochen Schmoll, 2004, 17 min
Die Titlis Ostwand ist kein exotisches Kletterziel, keine versteckte Wand, die Rockmaster Stefan Glowacz auf einer seiner zahlreichen Expeditionen entdeckt hat. Sie ist die 800m lange Flanke des 3040m hohen Titlis mitten in der Schweiz. Allein ihr erster Aufschwung ist auf 500m durchgehend senkrecht bis überhängend. Glowacz plant die Erstbegehung.
2002 schleppen Stefan Glowacz, Markus Dorfleitner und Peter Anzenberger die zentnerschwere Ausrüstung an den Fuß der Wand, doch Pech mit dem Wetter verhindert einen Durchstieg. Im April 2004 nutzen sie dann den Vorteil der Seilbahn und fahren auf Ski vom verschneiten Gipfel die bis zu 50 Grad steile Südflanke ab. Doch dann verwandelt eine Schlechtwetterfront die Wand in eine glatte Eisfläche. Im Juni 2004 stimmen endlich alle Voraussetzungen. Nach zwei Tagen schwierigster Kletterei erreicht Glowacz mit seinem Team den Vorgipfel des Titlis.
Dann, am 4. Juli 2004 nehmen Glowacz und Dorfleitner die "Letzte Ausfahrt Titlis". Die Erstbegehung hat insgesamt 13 Seillängen auf 500m Wandhöhe bis Schwierigkeitsgrad 10!
"Kurtl goes west"
von Stefan König, 1998, 30 min
Kurt Albert (Spitzname "Kurtl") ist einer der besten Freikletterer der Welt und ein Mann mit Witz und Charme. Schon als Kind fing er mit dem Klettern an. Mittlerweile hat er in der Fränkischen Schweiz, seiner Heimat, alles erklettert, was es zu klettern gibt. Er hat seinen Beruf als Lehrer an den Nagel gehängt, um das Freiklettern als Berufung weiterzuführen. KURTL GOES WEST wurde vor allem in den USA gedreht, wo Kurtl seine Kletterkünste auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden zeigt. Er klettert steile Felsformationen hoch wie auch über Felsvorsprünge und erklärt die modernen Gerätschaften, ohne die das heutige Freiklettern nicht machbar wäre.
In vielen Regionen war Klettern bis vor kurzem fast undenkbar, wie das Monument Valley oder der Yosemite National Park, die seit den 70er Jahren zu den erklärten Traumziel der meisten Freikletterer wurden - auch für Kurtl. Wir folgen Kurt Albert über die Felsen und spüren, was ihn an diesem Sport so fasziniert. Kurtl erzählt von seinen Erlebnissen und warum er das Freiklettern so liebt. Und Kurtl testet weiterhin seine Grenzen, liebt das Extreme und verliert dabei nie seinen Sinn für Humor.
"Stefan Glowacz - Ein Leben an den Fingerspitzen"
von Jochen Schmol, 2005, 18 min
Dreifacher Rockmaster, Vizeweltmeister im Schwierigkeitsklettern, Erstbegeher zahlreicher Kletterwege an den Bergen der Welt, und Hauptdarsteller in Werner Herzogs "Schrei aus Stein". Die Bilanz des Garmischer Kletteridols ist wohl einzigartig im deutschen Klettersport. Für Stefan Glowacz waren die acht Jahre als Wettkampfkletterer nur der Beginn seiner Karriere als Profikletterer. Mit der Erstbegehung der Route "Des Kaisers neue Kleider", die bis heute als eine der schwierigsten alpinen Freikletterrouten weltweit gilt, bewies Glowacz 1994, ein Jahr nach seinem Ausstieg aus dem Wettkampfzirkus, dass er auch am Naturfels zur absoluten Weltelite zählt. Und das nicht nur im Klettergarten, sondern gerade an den großen, entlegenen ?ergen der Welt.
Mit der Expedition an den Mt Harrison Smith im kanadischen "Cirque of the Unclimbables" begann Glowacz 1995 eine Serie von Expeditionen unter anderem nach Grönland, Mexiko, Kenia und in die Antarktis. Bei all seinen Unternehmungen stand vor allem die Suche nach Neuland, die sportliche Fairness und die Freundschaft zu seinen Kletterpartnern und Expeditionsmitgliedern im Vordergrund. Kurt Albert, Holger Heuber, Uli Wiesmaier und Hans-Martin Götz, sind als ständige Weggefährten aus der Erfolgsgeschichte Stefans nicht wegzudenken. Der Film begleitet Stefan anhand von zum Teil noch unveröffentlichtem Archivmaterial auf allen wichtigen Stationen seiner Karriere.
Eintritt:
Vorverkauf 5 Euro; Abendkasse 6/5 Euro
Quelle:
Frank Meutzner
www.bergsichten.de
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