Specials Themenspecials Trendsport Slackline Folgen 1 bis 5

Slackline in der Halle

Kinder Slackline

Slackline Impression

Slackline

Impression

Slackline Logo

Hallen Slackline

Slackline in der Halle

Kinder Slackline

Slackline Schatten

Slackline

Slackline

Trendsport Slackline (Folge 3) - Koordinationstraining

M2b Redaktion am 28.11.2007 - 10:00 Uhr

Das Slacklinen koordinativ anspruchsvoll ist, wird von jedem, der sich zum ersten Mal auf das schmale Band wagt, bestätigt werden. Wie schon in der zweiten Folge beschrieben, ist die Schwierigkeit und damit der Anspruch an den Sportler durch die Auswahl des richtigen Materials allerdings beeinflussbar. Doch auch mit fehlerverzeihendem Material ist eine Grundkoordination und ein gewisses Bewegungsgespür unverzichtbar - oder sich auf der Slackline anzueignen.

Anzeige


Die koordinativen Fähigkeiten
In der Sportwissenschaft wird grundsätzlich zwischen fünf, teilweise auch zwischen sieben koordinativen Fähigkeiten unterschieden: die Reaktionsfähigkeit, die kinästetische Differenzierungsfähigkeit, die Orientierungsfähigkeit, die Gleichgewichtsfähigkeit und die Rhythmisierungsfähigkeit. Die herrschende Meinung ergänzt diese Fähigkeiten noch durch die Kopplungsfähigkeit und die Umstellungsfähigkeit.

Slackline - eine Gleichgewichtssportart
Für den Kenner der Sportart Slackline ist es nicht besonders überraschend, dass Slacklinen von den wenigen Autoren, die sich damit auseinandergesetzt haben, als eine Gleichgewichtssportart bezeichnet wird. Das Balancieren auf einem 25 mm schmalen Band, das dazu noch stark wackelt, fordert ein gutes Gleichgewicht. Dieses zu halten oder während und nach (..) Körperverlagerungen
diesen Zustand wiederherzustellen, das ist Gleichgewichtsfähigkeit. Bauer ergänzt "die Anforderungen (...) [als] ein Zusammenspiel aus Balance, Konzentration und Koordination."

Gleichgewicht allein reicht nicht aus
Gleichgewicht ist eine sportartabhängige Fähigkeit. So ist die Fähigkeit, bei einem Sprungwurf im Basketball eine stabile Körperlage nach dem Absprung zu behalten (dynamisches Gleichgewicht) ebenso dazu zu zählen wie das Stehen auf einem Bein (statisches Gleichgewicht). Beim Slacklinen greifen - dadurch das man auch stehend der Dynamik der Slackline ausgeliefert ist - diese beiden Arten der Gleichgewichtsfähigkeit ineinander.

Doch zum Teil können auch die anderen koordinativen Fähigkeiten durch das Slacklinen trainiert werden. Die Reaktionsfähigkeit ist zur schnellen Einleitung und Ausführung zweckmäßiger Ausgleichsbewegungen auf der Slackline ebenso wichtig wie die kinästethische Differenzierungsfähigkeit, die die Fähigkeit zur exakten Anwendung der Muskelkraft beschreibt (Körpergefühl). Auch die Orientierungsfähigkeit ist bei der Sportart wichtig, um die Lage des eigenen Körpers in einem Raum immer bestimmen zu können.

Kooplung, Rhytmus, Umstellung
Der koordinative Anspruch des Slacklinens kann auch auf die Kopplungs-, Rhytmus- und Umstellungsfähigkeit bezogen werden. Kopplungsfähigkeit meint die Fähigkeit Bewegungen von verschiedenen Körperteilen aufeinander abzustimmen, zum Beispiel Ausgleichsbewegungen mit den Armen vorzunehmen.
Der Rhytmus wird im Slacklinen nicht sofort offensichtlich, jedoch kann man sich vorstellen, dass die Schwingungen der Line einen bestimmten Rhytmus haben, an den sich der Slacker anpassen muss.
Letztlich wird die Umstellungsfähigkeit gefordert und gefördert, da man auf der Slackline sein Handeln stets an neue Gegebenheiten (veränderte Schwingungen, andere Slacklines, äußere Einflüsse, Ablenkung) anpassen muss.

Es wird deutlich, dass das Slacklinen im Rahmen eines Koordinationstrainings der Weiterentwicklung mehrere koordinativer Fähigkeiten dient.

Slackline als Ergänzungssportart?
Balcom betrachtet Slacklinen als "eine gute Übung für alles, das Balance, Konzentration, Kraft, Grazie, schnelle Reaktion und Bewusstsein benötigt." Es könnten speziell Kletterer, Leichtathleten, Tänzer, Ruderer, Kampfsportler, Surfer, Ski- und Snowboardfahrer ihre Leistung verbessern.
Gleichgewichtstraining wird bei den Spitensportlern dieser Sportarten häufig schon in den Trainingsplan integriert. Gerade für Gleitsportarten stellt die wackelige Leine ein ideales und vielseitiges Simulationsgerät dar, das etwa einem Langlaufski (35 mm breit und wackelig) sehr ähnlich ist. Ole Einar Björndalen, der beste Biathlet aller Zeiten, trainiert seit Jahren auf der Slackline.

Vieles mehr über die Trendsportart Slackline finden Sie auch auf der Internetseite www.alpinstil.de!

In der kommenden Ausgabe erfahren Sie, welche Tricks und Übungen man auf der Slackline machen kann.

Quellen:
- Andreas Kroiß: "Der Trendsport Slackline und seine
Anwendungsmöglichkeiten im Schulsport", 2006
- www.sportunterricht.de
- Meinel/Schnabel: Bewegungslehre – Sportmotorik, Sportverlag Berlin 1998
- www.uni-flensburg.de


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Artikel bei Mountains2b:
Verwandte Links (extern):
RSS-Feed Sonstige - Klettern
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeige
Anzeigen
Google Anzeigen