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Matthias Keller (DAV)

Interview mit Matthias Keller (DAV)

M2b Redaktion am 11.02.2008 - 09:17 Uhr

Matthias Keller ist seit diesem Jahr der Verantwortliche aus dem Bereich Spitzenbergsport des Alpenvereins für den DAV Skitourencup. Mountains2b sprach mit dem Vollblutsportler und Kletterer über die ersten beiden Wettkämpfe und die Aussichten für die WM Ende Februar in Portes-du-Soleil.

Mountains2b:Matthias, zwei von drei Rennen des DAV Skitourencups sind vorbei, wie lautet dein Zwischenfazit?
Matthias Keller: Von meiner Seite ist eigentlich nur Positives zu berichten. Wir haben bis jetzt zwei Rennen mit Top-Wetter und Rekordbeteiligung gehabt, auch hier beim Jennerstier waren wieder weit mehr als 120 Teilnehmer am Start. Immer mehr Starter kommen auch aus dem Ausland, trotzdem schaffen wir den Spagat zum Breitensportevent noch sehr gut, so dass auch viele Hobbyläufer mit Spaß teilnehmen. Die Entwicklung ist durchaus positiv.

Mountains2b: Heute ist der Jennerstier zu Ende gegangen mit dem Sieg der Grassl-Familie und ihren Teampartnern. Hast du diesen Ausgang erwartet?
Matthias Keller: Also der Franz war mein Geheimfavorit. Bei der Single-DM am Hochgrat hat er bereits eine beeindruckende Leistung hingelegt, ihn muss man eigentlich immer auf der Rechnung haben. Und hier an seinem Hausberg, das war mir fast klar, da lässt er es nochmal richtig krachen! Franz Grassl und Stefan Klinger sind zudem ein super eingespieltes Team. Der Sieg ist für die beiden umso schöner: Judith, die Frau von Franz Grassl, konnte mit Steffi Koch, der Partnerin von Stefan Klinger, ja den Titel bei den Damen gewinnen.

Mountains2b: Ein Rennen steht noch aus, der Dammkarwurm Anfang März! Dazwischen liegt allerdings noch die WM! Was erwaret der DAV bei diesen beiden Rennen von seinen Athleten?
Matthias Keller: Also zunächst mal zur WM, die steht als erstes an! Da haben wir ein paar heiße Eisen im Feuer. Barbara Gruber ist garantiert eine Frau für´s Vertical Race, um da unter die Besten zu fahren. Auch der Andi Strobel ist ein extrem starker Aufsteiger, das wäre auch einer für´s Vertical Race. Auch die Frauenteams sind sehr stark. Wir werden uns in Kürze mit dem Deutschen Bundestrainer Hermann Kofler zusammensetzen und das konkrete WM-Aufgebot besprechen. Ein paar Trümpfe haben wir auf jeden Fall in der Hand. Der Dammkar ist der Abschluss der Skitourenserie. Bei dem Vertical Race gelten in etwa die gleichen Kandidaten als Favoriten, wie für die WM. Und wenn wir den Wettkampf dann auch noch so gut über die Bühne bringen, wie die ersten beiden, dann können wir sehr zufrieden und dürfen guter Dinge sein.

Mountains2b: Vielen Dank für das Gespräch!


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