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Grönland

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Grönland: von Umivik nach Nuuk

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Eiswüste

Expedition Eiswüste: Neuigkeiten aus dem Eis!

M2b Redaktion am 29.04.2008 - 10:47 Uhr

Seit wenigen Tagen sind Martin Hülle und Dominik Rind nun in Grönland. Die beiden Expeditionisten wollen 600 Kilometer quer über das Inlandeis von Osten nach Westen laufen. Was die dabei erleben, erfahren Sie bei www.mountains2b.com!

Auszüge aus dem Tagebuch:
26. April 2008 – Ankunft in Tasiilaq
"Die Anreise über Island nach Grönland verläuft ohne Probleme. Reykjavik erreichen wir mitten in der Nacht zum Samstag und fallen entsprechend müde auf die weichen Matratzen im Hotel Loftleidir. Am heutigen Mittag fliegen wir auf direktem Weg weiter nach Kulusuk, da der ursprünglich geplante Weiterflug über Constable Point im Nordosten Grönlands gestrichen wurde. In Kulusuk ist der Teufel los, zwischen acht Meter hohen Wänden aus Schnee tummeln sich diverse Flugzeuge und die Helikopter starten und landen im Minutentakt. Heliskier haben Grönlands bergige Ostküste für sich entdeckt – im Stillen hoffen wir, die amerikanischen Fastfood-Abenteurer schnell hinter uns zu lassen. Nach einem kurzen 10 Minuten Transfer mit einem der Helikopter, sitzen wir nun in Tasiilaq bei Robert Peroni im Roten Haus. Unser Expeditionsgepäck, welches wir schon vor etwa zwei Wochen verschickt haben, liegt aber noch immer in Kulusuk und wird frühestens am Montag hier eintreffen. Ob diese Verzögerung Einfluss auf den weiteren Expeditionsablauf hat, lässt sich jetzt aber noch nicht absehen – in der Arktis braucht es, wie immer, Zeit und entsprechende Geduld. Trotzdem haben wir uns den Appetit nicht verderben lassen und vorzüglich zu Abend gegessen: Grönländische Zutaten, italienisch zubereitet. Narwal-Carpaccio, Zitronen-Risotto und Lachs an Senfjus."

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27. April 2008 – Abhängen bei Bärenwetter
"Da wir heute wegen des noch fehlenden Gepäcks nicht viel auf der To-do-Liste haben, steht einem ausgiebigen Frühstück und anschließendem Stadtspaziergang durch Tasiilaq nichts im Weg. Viele Grönländer verbringen den Tag auf dem zugefrorenen Fjord unterhalb des Ortes beim Eisangeln, und dass man dabei so Einiges am Haken hat, zeigen die fast an jedem Haus zum Trocknen aufgehängten Fische. Trotz der überschaubaren Zahl von etwa 1.800 Einwohnern, ist Tasiilaq dennoch die größte „Stadt“ Ostgrönlands, gesegnet mit aller wesentlichen Infrastruktur wie Krankenhaus, Supermarkt und Dorfdisco. Vor den Häusern parken Motorschlitten, Müll liegt allerorts herum und vereinzelt sind Grönlandhunde angekettet. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt spielen Kinder auf den lehmigen Straßen in kurzen Hosen und im T-Shirt – klarer Frühlingsanfang für Inuit! Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein lädt nicht nur uns ein, einige Zeit des Tages abzuhängen ;o)"

28. April 2008 – Am Startpunkt angekommen:
"Ein hektischer, aber erfolgreicher Tag: Seit dem Frühstück sind wir auf Hochtouren unterwegs. Als erstes laufen wir zum Heliport und erkundigen uns nach dem Verbleib des noch ausstehenden Gepäcks. Eine freundliche Dame von Air Greenland sagt es bis 13 Uhr zu. Eine knappe Sache, da der nächste Flug nach Isortoq, dem Startpunkt unserer Expedition, schon um 14 Uhr geht. Sollte nur ein einziges Teil der Ausrüstung fehlen, würden wir mindestens eine Woche in Tasiilaq festsitzen, da vorher kein weiterer Helikopter nach Isortoq fliegt. Also schnell ab in die Stadt und die Expedition bei der lokalen Polizeistation anmelden. Zurück im Roten Haus packen wir unsere Sachen zusammen und besprechen mit Robert Peroni, der seit über 20 Jahren in Grönland Expeditionen organisiert, die günstigste Aufstiegroute auf das Inlandeis. Wir sind gerade rechtzeitig zurück zum Heliport, wo ein Polizist schon wartet, um das Expeditionsgepäck in Augenschein zu nehmen. Mit Herzklopfen stehen wir gemeinsam am Fenster und zählen unsere Gepäckstücke, die aus dem Heli ausgeladen werden. 7 – alles ist da! Nach kurzer Prüfung checken wir das gesamte Gepäck wieder ein (rund 200 Kilo) und kurz darauf heben wir ab zum Flug entlang der Küste, vorbei an zugefrorenen Fjorden und über mächtige Eisberge. Isortoq ist eine winzige Ansiedlung unweit des Inlandeises, welches wir nun zum ersten Mal am Horizont erblicken. Im Gemeindehaus dürfen wir übernachten und haben Platz unsere Ausrüstung für den endgültigen Aufbruch zu verpacken. Dies wird noch die halbe Nacht in Anspruch nehmen, damit wir morgen schon den ersten Schritt auf das Inlandeis setzen können. Da die Wetterprognosen für die nächsten Tage gut sind, möchten wir keine Zeit verlieren und sind glücklich, es heute bis hierher geschafft zu haben."

Mehr Infos folgen in den folgenden Tage! Alles zur Expedition Eiswüste finden Sie in unserem Eventspecial.


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