Expedition Eiswüste: Letzter Testlauf in der Sahara
M2b Redaktion am 03.01.2008 - 10:30 Uhr
Kurz vor Weihnachten ist Jerome Blösser von einem dreiwöchigen Aufenthalt in der Sahara zurückgekehrt, wo er einen 125 Kilometer langen Test mit der Lastkarre absolvierte und Teile der geplanten Strecke hinsichtlich der Wasserversorgung mit Brunnen inspizieren konnte.
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Probleme erfordern Routenänderung
Ebenso führte er eine Gruppe sieben Tage auf einer kommerziell geführten Wüstenwandern Expedition durch die Dünenfelder südlich der antiken Karawanenstadt Chinguetti. Gute und schlechte Nachrichten hatte er nach der Rückkehr im Gepäck: Die Spezialanfertigung der Lastkarre funktioniert bis auf Details ausgezeichnet, im südlichsten Teil der ursprünglich geplanten Strecke sind jedoch einige Wasserstellen trocken, sodass die Route nun etwas verändert werden muss. Auch das erwartete Tagespensum ist mit Karre und schwerer Beladung in tieferem Dünensand nicht zu schaffen. Deshalb wird das Team nun einige Tage länger unterwegs sein, dabei aber insgesamt weniger Kilometer schaffen.
Das Auge Afrikas
Als besonderes Highlight starten Martin Hülle und Jerome Blösser die Wüstenroute Mitte Januar nun dafür nördlich des Guelb er Richat, einem 40 Kilometer großen Krater, der auch das Auge Afrikas genannt wird und aus dem Weltall zu sehen ist. Diesen werden beide durchqueren, bevor es dann nach einigen Tagen Aufwärmphase hinein geht ins unendliche Dünenmeer.
Hülle ist gewappnet
Martin Hülle entgegen absolvierte Mitte Dezember einen letzten großen Leistungstest: zum zweiten Mal wanderte er den kompletten "Rundweg um Ennepetal" in diesem Jahr an einem Stück. Start und Ziel war erneut Schloss Martfeld in Schwelm, dazwischen lagen wieder die 54 Kilometer Wegstrecke mit ihren 1800 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Für die anspruchsvolle Runde durch eine bewaldete Hügellandschaft und vorbei an mehreren Talsperren, benötigte Martin Hülle neun Stunden und 25 Minuten. Nach einem Aufbruch im Morgengrauen und den letzten Kilometern in Dunkelheit, war Martin Hülle damit 25 Minuten schneller als noch Anfang Juli, beim ersten Leistungstest. Dem Aufbruch in die Wüste zum ersten Teil der Expedition Eiswüste steht nun nichts mehr im Wege. Dafür verantwortlich war vor allem ein umfangreiches Reifentraining, welches Martin Hülle und Jerome Blösser mehrmals in der Woche durchführen, um den Körper optimal auf die Belastungen des Pulkaziehens im Eis und das Ziehen der Lastkarre in der Wüste vor zu bereiten.
In einem Interview mit Jerome Blösser erfahren Sie mehr über den Stand der Vorbereitungen zu der spektakulären Expedition durch die Wüste Afrikas und das Eis Grönlands.