Expedition Eiswüste: Trainingslauf im norwegischen Schnee
M2b Redaktion am 27.02.2008 - 13:24 Uhr
Nachdem die Planung der Expedition Eiswüste durch die gewaltsamen Ausbrüche in Mauretanien im Dezember komplett durcheinander gewürfelt wurden, starten Martin Hülle und Jerome Blösser Ende dieser Woche nach Norwegen. Hier wollen die beiden Outdoorsportler sich für die im April anstehende Expedition nach Grönland vorbereiten. Eigentlich war geplant, zunächst eine Wüstentour durch Nord-West-Afrika zu unternehmen, dieses soll nun Anfang 2009 nachgeholt werden.
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Training für das ewige Eis
Unter realen Bedingungen, wie sie auch auf dem grönländischen Inlandeis auftreten werden, wollen Hülle und Blösser elf Tage lang über die Hardangervidda laufen. Ausgehend von Haukeliseter soll die Route bis nach Finse führen. Und wenn es das Wetter und die Bedingungen zulassen, dann wollen beide auch den Hardangerjøkulen, den sechstgrößten Gletscher Norwegens überqueren, um sich damit weiter auf das ewige Eis einzustimmen. Diese Tour bietet auch die abschließende Möglichkeit, sich weiter mit der Ausrüstung vertraut zu machen und die Tagesabläufe zu optimieren, um später auf dem Inlandeis Grönlands von Anfang an ohne Probleme und optimal unterwegs sein zu können. "Unsere Pulkas, die von einem norwegischen Hersteller gefertigt wurden, werden wir dort abholen. Wir hoffen dann jeden Tag etwa 20 Kilometer, soviel wie auch in Grönland, zurücklegen zu können", erzählt Martin Hülle im Gespräch mit Mountains2b. Das Wetter scheint es derzeit gut mit den Trainierenden zu meinen: "Wir gucken jeden Tag im Internet auf eine Webcam-Seite, im Moment schneit es sehr viel, aber besonders kalt ist es nicht", so Hülle.
Auf den Spuren von Fridtjof Nansen
Auf der Hardangervidda, der größten Hochebene Nordeuropas, bereiteten sich auch schon die norwegischen Polarfahrer Fridtjof Nansen und Roald Amundsen auf ihre abenteuerlichen Reisen vor. Vielleicht ein gutes Omen für die erfolgreiche Durchführung der Grönlandtour, die Ende April starten wird.