
Wüsten-Bekleidung

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Expedition Eiswüste: Ausrüstung Wüste
M2b Redaktion am 27.02.2008 - 14:10 Uhr
Bekleidung
Die Bekleidung für eine Expedition im Wüstenklima muss mehreren Anforderungen genügen: Angenehm tragbar beim schweißtreibenden Wandern in der Hitze des Tages und in den Nächten Schutz bieten vor niedrigen Temperaturen und kaltem Wind.
Um diesen Anforderungen zu begegnen, ist die Bekleidung bei der Expedition EISWÜSTE nach dem Schichtenprinzip aufgebaut: Direkt am Körper tragen die beiden Wüstenwanderer Funktionsunterwäsche von
Haglöfs aus Actives Material. Darüber eine Lage Powerstretch in Form des Bungy Jackets. Als effektiver Schutz gegen den Wind haben sich die Traverse Westen von
Haglöfs aus WINDSTOPPER Softshell von
Gore besonders bewährt. Die legendären Rabot Flex Pants von
Haglöfs sind angenehm zu tragen, unverwüstlich und an den wichtigen Körperteilen für eine hohe Bewegungsfreiheit mit Stretcheinsätzen versehen. Für besonders extreme Bedingungen mit Sandsturm und Regen (auch den kann es in der Sahara einmal geben) stecken außerdem winddichte und stark wasserabweisende
Roca Jackets von
Haglöfs aus WINDSTOPPER Softshell von
Gore in den Lastkarren. Bei besonders kalten Bedingungen, während den Pausen und im Lager, bieten leichte Handschuhe und Mützen von
Haglöfs zusätzlichen Schutz. Gegen Sonne und Sand darf aber auch ein Chech, die traditionelle Kopfbedeckung der saharischen Nomaden, nicht fehlen. Und die empfindlichen Augen werden durch verschiedene Brillen von
adidas geschützt.
An den Füßen sorgen Socken von Woolpower für angenehmen Laufkomfort. Ein idealer Wüstenschuh ist schwer zu finden. Reine Wüstenstiefel sind meist nicht fest genug im Sohlenbereich, um schmerzfrei schwere Lasten zu tragen oder zu ziehen. So haben sich Martin Hülle und Jerome Blösser für einen fast klassischen Wanderschuh von
Scarpa entschieden. Der Mustang GTX ist robust und stabil, aber nicht zu schwer, und er bietet genügend Reserven, um unbeschadet eine Sahara-Expedition zu überstehen.
Lager
Aus Gewichtsgründen wird auf ein Zelt verzichtet. Generell wird das Expeditionsteam die Nächte unter freiem Himmel verbringen. Nur bei Sandsturm oder Regen, und natürlich bei so mancher Mittagspause ohne Schatten, kommt ein ultraleichtes Tarp von
Hilleberg zum Einsatz.
Der Winter in der Sahara kann kalt sein und Frost bringen. Leichte, jedoch auch warme Goga Pro Daunenschlafsäcke von
Haglöfs bieten dagegen ausreichenden Schutz. Für Komfort beim Schlafen sorgen klassische Isomatten bzw. selbstaufblasbare Ultralightmodelle.
Küche
In der Wüste ist der effiziente EtaPower EF Gaskocher von
Primus erste Wahl. Sparsam im Verbrauch, bei gleichzeitig hoher Heizleistung. Um weiter Gewicht zu reduzieren, ist nicht für alle Tage der Einsatz des Gaskochers eingeplant. Das Team wird so oft es geht Holz zum Kochen nutzen, das unterwegs an vielen Stellen zu finden ist. Und es ist ja auch ein schönes Gefühl, abends nach getaner Arbeit am Lagerfeuer zu sitzen.
Transport & Fortbewegung
Das gesamte Gepäck für die 28 Tage andauernde Expedition durch die mauretanische Wüste, müssen die Wanderer aus eigener Kraft transportieren. Lebensmittel, Wasser, Brennstoff, Bekleidung und jede Menge notwendiger Technik summieren sich zu einem Gesamtgewicht von nahezu 60 Kilogramm pro Person. Ohne die Kombination aus dem Expeditionsrucksack Topo von
Haglöfs, sowie einer speziell konstruierten Lastkarre, wäre eine derartige Gepäckmenge nicht zu transportieren. Die Lastkarre ist aus Aluminium geschweißt und besitzt eine Aufnahme, die mit dem Rucksackhüftgurt bzw. einem Pulka-Tragegurt verbunden werden kann. Um nicht im weichen Dünensand einzusinken, haben die Karren spezielle schlauchlose Breitreifen.
Navigation
Entlang der Expeditionsroute werden Regionen durchwandert, wo durch markante Landschaftsformen, wie z.B. Berge, die Marschrichtung einfach zu finden sein wird. In der Weite des Dünenmeeres fehlen jedoch oft Fixpunkte, an denen man sich orientieren kann, um die Richtung zu halten. Karte und Kompass sind dann ständig im Einsatz, sie müssen jedoch durch ein GPS ergänzt werden, womit regelmäßig die Position erfasst und gegebenenfalls die Marschrichtung korrigiert werden kann. Da in der Wildnis kein defektes Gerät ausgetauscht werden kann, finden nur erstklassige GPS-Geräte und Kompasse bei der Expedition Verwendung. Zudem trägt jeder eine Uhr mit Höhenmesser und Barometer aus der Core Serie von Suunto am Handgelenk.
Kommunikation
Waren die alten Karawanen - und viele Nomaden noch heute - wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten und in allen Situationen auf sich gestellt, ermöglicht es die moderne Kommunikationstechnik heute, jederzeit mit dem Rest der Welt in Verbindung zu treten. Aus Sicherheitsgründen und zur Kontaktpflege zu Medien, verfügen die modernen Abenteurer über ein Satellitentelefon des Kommunikationsexperten Riedel Communications, mit dem jederzeit und an jedem Ort Telefonate oder auch Datentransfer via Notebook möglich sind. Das Tagebuch auf dieser Expeditionshomepage wird direkt aus der Wüste mit einem auch unter extremen Bedingungen wie Sandstaub und Hitze funktionierenden Toughbook von Panasonic bearbeitet.
Sicherheit
Das Beste ist gerade gut genug, wenn es um die sicherheitsrelevante Ausrüstung einer Saharaexpedition geht. Sicherheitsrelevant ist dabei eigentlich fast alles, von den Schuhen über die Bekleidung bis zum Rucksack. Auch die verlässliche Kommunikation mit der Außenwelt ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor.
Ein Teil der Ausrüstung ist darüber hinaus nur zu dem Zweck da, zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten. Dazu gehören ein umfangreiches Erste-Hilfe Paket und Reperaturkit für die komplette Ausrüstung. In Grönland stellt die Kälte in Kombination mit Wind die größte Gefahr da, in der Sahara ist es der Wassermangel. Deshalb liegt der Expedition eine äußerst exakte Tourenplanung zu Grunde, die vor allem "sichere" Brunnen berücksichtigt. Im Zweifelsfall sind Ausweichmöglichkeiten eingeplant bzw. steckt ausreichend Seil im Gepäck, um auch bei den tiefsten Brunnen an das kostbare Nass zu gelangen. Das so gewonnene Wasser wird mit einem Pocket Filter von Katadyn gereinigt, bevor es zum Trinken oder Kochen genutzt wird.
Energie
Die elektronischen Geräte verbrauchen Energie, die ihnen immer wieder neu zugeführt werden muss. Dazu hat das Expeditionsteam hochwertige LI-ION Akkus und AA/AAA Akkus aus der maxE Serie von Ansmann für die Kameras, GPS-Geräte usw. im Gepäck. Alle diese Akkus, wie auch das Satellitentelefon und das Notebook, werden über ein Sunbag L Solar Panel von Off-Grid-Systems und einen Digi Charger von Ansmann aufgeladen.
Verpflegung
Die Verpflegung bei einer 28 Tage andauernden und äußerst Kräfte zehrenden Expedition muss gleichzeitig nahrhaft, von geringem Gewicht und einfach in der Zubereitung sein. Letztendlich erfüllen nur die speziellen gefriergetrockneten Trekking-Mahlzeiten all diese Kriterien. Sie bieten ein ausgewogenes Verhältnis von Energiezufuhr, Geschmack und Praxistauglichkeit unter den besonderen Kochbedingungen.
Um richtig in Ruhe zu frühstücken, fehlt in der Wüste die Zeit: Jede Minute zählt, bevor die Hitze des Tages kommt und das Gehen mit Gepäck im Sand noch schwerer macht. Ein kurzer Schluck aus der Thermoskanne und etwas Schokolade, lange vor Sonnenaufgang, müssen reichen bevor es los geht. Über den Tag verteilt gibt es bei regelmäßigen Pausen Oat Snack Riegel, diverse weitere Riegel, Schokolade, Brotchips und Nüsse. Beef Jerkey, mageres Trockenfleisch, ist eine zusätzliche Delikatesse. Die abendliche Trekking-Mahlzeit als Hauptgericht wird mit Pemmikan, einer sehr fetthaltigen Nahrung angereichert, die zusätzlich dafür sorgt, die leeren Depots im Körper wieder aufzufüllen. An guten Tagen gibt es zum Nachtisch Mousse au Chocolat oder Milchreis Vanille als Highlight. Insgesamt dürfen die Wanderer pro Tag meist nicht mehr als 4 Liter Wasser verbrauchen - zum Trinken und Kochen!
Quelle:
-
www.eiswueste.org
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