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ASTC 2008

Laserzlauf

Alexander Lugger

Hans Wieland

Lydia Prugger

Phillip Brugger

Laserzlauf

Alexander Lugger gewinnt den 25. Laserzlauf

M2b Redaktion am 07.01.2008 - 09:31 Uhr

Ein rundum gelungen Tourenski-Veranstaltung konnten rund 130 Teilnehmer und zahlreiche Zuschauer beim bereits zum 25. Mal in Lienz/Osttirol ausgetragenen Laserzlauf bewundern. Nach enormem Improvisieren der Veranstalter konnten Alex Lugger aus Kärnten bei den Männern und Lydia Prugger aus der Steiermark bei den Damen die Siegertrophäen in Empfang nehmen.

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Schneemangel macht Veranstaltern zu schaffen
Der wohl einzige Tourenskilauf Österreichs, der durchgehend 25 Jahre veranstaltet wird (nur einmal gab es eine Absage!) bot bei seiner Jubiläumsausgabe besondere Herausforderungen. Schon im Vorfeld des Rennens bereitete der Schneemangel dem Veranstalterverein Alpenraute Lienz und seinem neu gekürten Obmann Markus Huber Kopfzerbrechen. In wochenlanger Arbeit schufteten viele Bergretter der Umgebung mit den Helfern der Alpenraute, um die Strecke über das Laserztörl befahrbar zu machen. Für die Jubiläumsausgabe des Rennens waren zusätzliche 400 Höhenmeter in den Lienzer Dolomiten geplant.

Alles andere als optimale Bedingungen
Am Renntag begann es um 3:00 Uhr morgens in Lienz bei genau 0°C und tiefgefrorenem Boden zu regnen. Die Folge war ein zentimeterdicker Eispanzer, der die Straßen, aber auch die sorgsam präparierte Lauf- und Tragepassage bedeckte. Um 6:00 Uhr morgens entschied die Rennleitung: "Auf der Originalstrecke gibt’s kein Rennen, das ist zu gefährlich für die Rennläufer." In nur 20 Minuten entschied man sich für eine Ausweichstrecke mit gleich vielen Höhenmetern. Die Lienzer Profis brachten das Kunststück zuwege, trotzdem auf Ausweichstrecke genügend Streckenposten und Helfer zu stellen und dazu noch eine neue Spuranlage auf die Ödkarscharte zu machen.

Gleich zu Beginn hohes Tempo
Nach der kurzen Verschiebung - und bei zunehmend besserem Wetter - wurde das Rennen in Tristach gestartet und ging die ersten gut 1.000 Höhenmeter in flachem Gelände aufwärts zur Dolomitenhütte. Dem enormen Tempo mussten gleich einige Athleten Tribut zollen und kamen schnell an die Leistungsgrenze. Schon zu Beginn setzte Vorjahrssieger Hans Wieland (Atomic Suunto Team) ein brutales Tempo an: es war klar, dass er seinen Sieg wiederholen wollte. Dicht geflgt wurde er von drei seiner Nationalkader- Kollegen: Alex Lugger, Alex Fasser (Rennteam Alpbachtal) und Andi Fischbacher (Atomic Suunto). Bei den Damen dominierte, ebenfalls von Beginn an, Lydia Prugger (Atomic Suunto) und konnte ihre Verfolgerinnen Vroni Swidrak (Sport Schwaighofer) und Judith Grassl (DAV) vorerst locker auf Distanz halten.

Wieland weit voraus
Am zweiten, zunehmend alpinen Teil der Strecke wurde das Tempo in den Spitzengruppen weiter gesteigert. Wohl wissend, dass Alex Lugger als zweiter im Feld seinen Heimvorteil auf der Abfahrt ausspielen könnte, legte Hans Wieland ein unglaubliches Tempo vor und konnte sich zwei Minuten Vorsprung herausarbeiteen. Nach wie vor hinter ihm war Alex Lugger erster Verfolger, gefolgt von Alex Fasser und Andi Fischbacher, denen das hohe Tempo ebenfalls an die Nieren ging. Aufgeschlossen hatte mittlerweile der "Geheimtipp" der Saison, Stefan Kogler (Hagan-Martini-Rennteam).

Höchster Punkt bei fast 3000 M.ü.M.
Während die Teilnehmer der Tourenklasse und der Jugendklassen an der Karlsbader Hütte abfellten und ins Tal rasten, ging es für die Langstrecken-Teilnehmer und ASTC-AThleten nun ins Hochgebirge bis zum höchsten Punkt auf 2.835 Metern Seehöhe in der bizarren Landschaft der Lienzer Dolomiten. Vom obersten Punkt ging es anschließend bei überraschend guten Verhältnissen bis zum Ziel auf der Dolomitenhütte. Und hier kam es zu einem wahren Krimi: Hans Wieland fuhr, was das Zeug hergab, denn er wusste den abfahrtsstarken Alex Lugger in seinem Nacken. Auf dem langen Ziehweg vor der Dolomitenhütte hatte schließlich Lugger das bessere Wachs an den Brettern, nutzte diesen Vorteil und überholte Wieland nur 300 Meter vor dem Ziel, nachdem dieser fast das ganze Rennen über geführt hatte. Im Ziel konnte Alex Lugger (2:08:36,8) vor Hans Wieland (2:09:00,8) und Alex Fasser (2:11:19,8) den Sieg verbuchen.
Die Abstände bei den Damen komprimierten sich bis ins Ziel etwas, an den Platzierungen und damit am Sieg der Ramsauerin Lydia Prugger änderte sich allerdings nichts mehr. Die Wertung lautete: Lydia Prugger (2:46:19,8) vor der Deutschen Judith Grassl (2:48:52,6) und Vroni Swidrak (2:50:48,4).

Die anderen Klassen
In der neu ausgetragenen Jugendklasse Cadet (Jg. 90 – 91) gewann Philipp Brugger (2:22:47,6), gefolgt von Martin Mattle (2:26:29,8) und Florian Wibmer (2:34:31,2).
Die Juniorenklasse Cadett (Jg. 88 – 89) gewann Martin Walder (Sport Sunny, 2:12:38,7) vor Florian Brunner (2:35:02,2). Die Tourenklasse gewann bei den Herren der Slowene Anze Senk (1:50:43,9) vor Klemens Bacher (1:59:01,5) und dem ebenfalls aus Slowenien kommenden Milan Senk (2:02:18,1). Die kurze Damenklasse entschied Katharina Wibmer (2:42:56,6) ungefährdet vor Hedwig Zwischenberger (4:07:03,7) und Angie Posch (4:23:36,9) für sich.

Die komplette Ergebnisliste finden Sie angehängt unter diesem Artikel.

Ausblick auf den Weltcupbeginn
Für die Österreicher war der Laserzlauf das letzte Testrennen vor dem ersten Weltcuprennen am 13. Januar in Val `d Aran (Spanien). Insgesamt acht Podestplätze und alle errungenen Siege gingen an Athleten und Athletinnen des Kaders.


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Ergebnisse Laserzlauf 6. Januar 2008

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