Landschaftlich einmalige Skitour auf die Rosablanche im französischen Teil des Wallis mit einer sehr abwechslungsreichen und langen Abfahrt
Gipfel, Berge und Gipfelziele
Gipfel, Berge: | Rosablanche |
Gipfelziel: | Rosablanche |
Jahreszeitliche Informationen
Opti. Jahreszeit: | Spätwinter |
Kommentar: | auch noch im Frühjahr möglich, ev. Skitragen im unteren Teil bei der Abfahrt |
Tourenbeschreibung und GPS-Track
Beschreibung: | Aufstieg:
Vom grossen Parkplatz bei den Hotel- und Bahnanlagen in Siviez / Nendaz beginnt die Tour normalerweise mit dem Sessellift nach Tortin (Talstation der Seilbahn Mont Fort). Da aber dieser Sessellift aus technischen Gründen ausser Betrieb war, musste die Tour zur Rosablanche einen anderen Start nehmen. Dazu sind wir zunächst mit einem kürzeren Sessellift nach Westen hoch nach Ecoui und über die Piste mit den Ski wieder hinab über La Tsa nach Pa Nouvo gefahren. Hier gibt es eine schneebedeckte Strasse, die zur Talstation nach Tortin führt. Militärlastwagen haben hier einen Fahrdienst wegen dem ausgefallenen Zubringerlift eingerichtet. Die Wartezeit war aber ziemlich hoch, so dass wir auf der Piste über Pra Mounet nach Tortin (2045m) gelaufen sind. Weiter geht es mit der Seilbahn Mont Fort zur Mittelstation auf 2894m. Vom Pass Col des Gentianes geht es zuerst die Piste nach Südwest hinab, bis die Piste in einen Weg mit einigen Serpentinen übergeht. Bereits bei der ersten Rechts-Serpentine kann die Piste verlassen und die steilen Hänge unterhalb des Col des Gentianes nach Süden abfahrend gequert werden. Alternativ kann die Piste auch etwas weiter hinab abgefahren werden, so dass bei Pkt. 2706m in die ebene Fläche eingefahren werden kann. Hier müssen nun die Felle montiert werden und der Aufstieg geht über mässig steile Hänge über den Glacier de la Chaux hinauf auf den Sattel Col de la Chaux. Die letzte Querung im oberen Teil der Steilflanke liegt nordseitig und ist in der Regel hart und kann auch vereist sein. Hier sind dann unbedingt Harscheisen und eine sichere Aufstiegstechnik notwendig. Im Sattel werden die Felle wieder entfernt und es gibt eine kurze Abfahrt hinunter zum Lac du Pt. M. Fort. Die ersten Meter nach dem Sattel verlaufen wieder in einem Steilhang, der unterhalb der Becca d’Age von West nach Ost gequert wird. Am Lac du Pt. M. Fort (der See ist im Winter nicht zu erkennen) werden die Felle wieder montiert und weiter geht es hinauf über abwechslungsreiche Hänge und Geländeformen, einem kleinen Sattel bis hoch zum Col de Momin auf 3015m. Hier ist der Übergang auf den Gletscher Grand Désert, auf dem wir anschliessend in südöstlicher Richtung zuerst leicht abwärts, dann horizontal und nach etwa 700m wieder ansteigend eine längere Zeit unterwegs sind. In einer fantastischen Umgebung steigen wir so fast unbemerkt Stunde um Stunde nach oben und gelangen bei etwa 3160m auf den Glacier du Prafleuri und gleichzeitig dem letzten steilen Aufstieg zum Gipfel der Rosablanche. Am Ende dieses steilen Gipfelhanges stehen wir im Sattel auf 3280m Höhe und können nach Süden und Osten zu den vielen anderen Gipfeln des Wallis blicken. Ein kurzes und wenig steiles Stück bringt uns über den Sattel zum Skidepot am Fusse des Gipfelaufstieges. Zu Fuss und ohne Ski geht es dann noch wirklich die letzten Meter über einen teilweise ausgesetzten und steilen, schneedurchsetzten Grat hinauf zum Gipfel.
Abfahrt:
Abstieg zum Skidepot und Abfahrt des Nord-Gipfelhanges über die gleiche Route wie beim Aufsieg. Danach am südl. Ausläufer der Felsen von 'Pt. M. Calme' vorbeifahren, den Gletscher 'Grand Désert' an seinem östlichen Ufer entlang abfahren, am 'Gd. M. Calme' vorbei immer in südliche Richtung hinab, durch die Hügel von 'Grands Bandons' und über 'Grands Plans', 'Plan de la Chaux' bis nach 'Les Tsamos'. Bei La Gouille (Pkt. 2316m) gilt es, ein schmales und steiles Colouir hinunter zu fahren, wobei unten am Ende der Steilrinne auf einen etwa 1 Meter hohen Absatz geachtet werden muss. Nun weiter auf dem Weg oberhalb des Stausees 'Lac de Cleuson' entlang bis zur Staumauer. Am nördlichen Ende des Stausees fahren wir nun direkt an der Staumauer in einem sehr schmalen und steilen Couloir hinunter und weiter über 'Ouché' (1972m) nach 'Pra Mounet'. Zum Schluss noch auf der Skipiste zurück zum Parkplatz nach Siviez. |
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Erstbewertung des Verfassers
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Technische Anforderung: | |
Konditionelle Anforderungen: | |
Ausgesetztheit: | |
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Userbewertung
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Technisches Können: | |
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Exposition der Passagen - Aufstieg:
Nord: | 90% |
Nordost: | k.A. |
Ost: | k.A. |
Südost: | k.A. |
Süd: | k.A. |
Südwest: | k.A. |
West: | 10% |
Nordwest: | k.A. |
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Exposition der Passagen - Abstieg:
Nord: | 70% |
Nordost: | 10% |
Ost: | k.A. |
Südost: | k.A. |
Süd: | k.A. |
Südwest: | 10% |
West: | 10% |
Nordwest: | k.A. |
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Streckenbeschaffenheit
Hangneigung
Hangneigung < 30 Grad: | 80% |
Hangneigung 30-35 Grad: | 20% |
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Hangneigung 35-40 Grad: | k.A. |
Hangneigung > 40 Grad: | k.A. |
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Passagen mit kritischen Umgebungsstellen:
- Bei der Querung des Steilhanges unterhalb des Col des Gentianes ist mit einer felsigen Stelle zu rechnen
- Auch im Aufstieg zum Col de la Chaux sind im oberen Bereich felsige Stellen zu erwarten, je nach Schneelage
Seilbahn / Lifte / Gondeln
- Sesselbahn Ecoui
- Seilbahn Mont Fort
- Sesselbahn Tortin
Anreise
Anfahrt
Autobahn A12 Bern-Fribourg-Bulle-Vevey, A9 Vevey-Montreux-Monthey-Martigny-Sion. Bei der Ausfahrt Sion Fahrt in das 'Val de Nendaz' nach 'Haute Nendanz' und Siviez / Super Nendaz (Wegweiser)
Parkmöglichkeiten
In Siviez, grosser Parkplatz der Bahnanlagen Nendaz Mont-Fort (gratis)
Weitere Informationen zur Tour
Stützpunkte
diverse SAC-Hütten, wenn dieser Berg von anderen Seiten aus begangen werden soll
Besondere Gefahren
- Bei der Abfahrt zum 'Glacier de la Chaux' wird ein sehr steiler Hang gequert, der morgens meistens noch sehr hart ist. Hier ist eine sichere Abfahrtstechnik nötig. Alternativ kann aber auch auf der Piste etwas weiter hinab gefahren werden, um die Querung zu vermeiden.
- Desweiteren sind die letzten Meter zum 'Col de la Chaux' meistens vereist, so dass dort Harscheisen nötig sind oder die Ski sogar getragen werden müssen.
- Der Gipfelgrat ist leicht ausgesetzt und erfordert Trittsicherheit.
- Die Steilrinne an der Staumauer ist sehr schmal und erfordert hohe Konzentration und Fahrsicherheit. Alternativ kann auch ein Weg (mit Tunnels) genommen werden, der aber meist schneefrei ist
Besondere Ausrüstung
Harscheisen vorteilhaft
Weitere Anmerkungen
Die GPS-Route und die Beschreibung der Tour weisen am Anfang nicht die "übliche" Route auf, weil der 4er-Sessellift (Zubringerlift zur Seilbahn Mont Fort) ausser Betrieb war (techn. Störung) und eine Ausweichroute über den 2er-Sessellift nach Ecoui genommen werden musste.
Die totalen Höhendifferenzen (s.o.) sind einschliesslich Bahnen gerechnet!
Kontaktdaten des Rettungsdienstes
REGA 1414
Polizei 117
Funk, E-Alarm 161.300 MHz
Weiterführende Literaturempfehlungen
Weiterführende Kartenempfehlungen
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