Beschreibung: | Aufstieg:
Vom Parkplatz Iffigenalp geht es zunächst in südwestlicher Richtung durch das Iffigtal flach oder nur leicht ansteigend. Bei 1646m, ca. 1km nach dem Start, wird der Iffigbach über eine einfache Brücke überquert und die Route verläuft dann links vom Bach durch das nun etwas steiler werdende Tal Groppi. Bei Pkt. 1898m geht es rechts (nördlich) hoch auf den Grat Egge, auf dem dann bis zur Seeschnide (2086m) aufgestiegen wird. Das letzte Stück in den Sattel quert man horizontal oder leicht absteigend. In einer kurzen Abfahrt von 21 Höhenmetern gelangen wir auf den Iffigsee, der mittendurch auf seinem Eis überquert wird. Nach dem See steigen wir südwestlich über mässig steile Hänge hinauf zum Pass Sandbode, von dem aus zum ersten Mal die Wildhornhütte gesichtet werden kann. Vom Pass geht es zuerst flach, sogar leicht abwärts durch eine Mulde weiter in Richtung Hütte. Erst kurz vor der Hütte steigt das Gelände wieder an und die Route verläuft am linken Hang querend hinauf zur Wildhornhütte. Nach der Hütte wird wieder ein kurzes, flaches Gelände überquert, wobei wir auf einen steilen Hang zugehen, der auf einen Sporn führt, auf dem dann weiter nach oben zum Chilchli aufgestiegen wird. Das Gelände wird nun immer steiler, die Spur auf dem Sporn schmaler bis zum Pkt. 2473m. Von hier an geht der Sporn in eine steile Flanke über, die sich hoch bis an den Fuss des Felsriegels vom Chilchli zieht. Diese Flanke wird auf einer Höhe von 2600m von rechts nach links (südöstlich) gequert. Je nach Verhältnissen kann diese Querung heikel sein, da es hier oben wegen Schattenhängen oftmals Vereisungen gibt. Nach der Querung gelangen wir auf den Chilchligletscher, der zuerst noch über einen steilen Hang aufgestiegen wird, um anschliessend auf seiner langen, breiten und flachen Fläche südwestwärts und später südlich zu einem unbenannten Pass auf 2825m zu gelangen. Von diesem Pass queren wir auf den Glacier de Ténéhet, auf dem wir nun noch die wenig steile, ca. 2km lange Gletscherflanke zum Wildhorn unter die Skier nehmen. Erst kurz vor dem Gipfel wird es wieder steiler, die letzten Meter der Gipfelsteilflanke müssen in einigen Spitzkehren emporgestiegen werden, die Steilheit beträgt etwa 32 Grad. Unmittelbar vor den Gipfelfelsen wird das Skidepot eingerichtet, der restliche Aufstieg zu Fuss zum Gipfel ist nur noch kurz und bietet keine Schwierigkeiten.
Abfahrt:
Die Abfahrt vom Gipfel verläuft grundsätzlich und mit wenigen Ausnahmen über die gleiche Route wie der Aufstieg. Wenn die Verhältnisse und die Lawinensicherheit es erlauben, ist eine Abfahrt der Wildhorn Nordostflanke sehr ratsam. Dabei wird der erste Gipfelhang zunächst über die gleiche Seite wie beim Aufstieg bis auf 3120m und zur nördlichen Gratkante abgefahren. Hier gibt es eine geeignete Stelle, um in den Wildhorn-Nordwesthang unterhalb des Gipfels hinein zu queren, wenn die Wächten an der Gratkante nicht zu gross sind. Nun geht es die weiten und langen Hänge des Tungelgletschers hinab bis auf den Chilchligletscher, wo wir wieder auf die Aufstiegsroute treffen. Weiter geht es hinunter durch die Chilchli-Querung auf den Sporn, der schon in seinem oberen Teil bei 2500m nach rechts (östlich) in die Flanke verlassen werden kann, um die schönen Hänge der grossen Mulde direkt zur Wildhornhütte hinunterfahren zu können. Nach der Wildhornhütte bleibt man vorteilhafterweise südlich der Aufstiegsroute und quert bei wenig Höhenverlust die steilen Nordhänge des Schnidehorn in Richtung Pass Sandbode, um nicht in die tiefer gelegene Mulde mit einem Gegenaufstieg hinein fahren zu müssen. Dabei ist eine Steilrinne zu queren, in der oftmals Lawinenschnee liegt und die dann mehr oder weniger gut befahrbar ist. Nach dem Pass Sandbode geht es auf gleicher Route wie beim Aufstieg hinunter zum Iffigsee, über diesen hinüber auf die andere Seite und über einen kurzen Gegenanstieg hinauf zum Pass zwischen Seeschnide und Egge. Von hier aus fahren wir dann auf der rechten Seite des Passes durch die nördlichen Hänge des Wallisberges hinab in das Iffigtal und bleiben wieder rechts (südwestlich) und oberhalb der Aufstiegsroute, um den Parkplatz Iffigenalp über die letzten Nordhänge des Mittaghorn ohne Flachstücke zu erreichen. Der Bach wird dabei erst kurz vor dem Parkplatz beim ersten Haus auf die linke Seite überquert. |