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Sieger Herren

Jonas Baumann

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Danker, Baumann

Kilian Fischhuber

Chalkbag

Gewinner-Trophäen

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Katharina Saurwein

Markus Hoppe

Kilian Fischhuber

Stefan Danker

Siegerehrung Damen

Andre Borowka

Kitzrock 2008: Jonas Baumann gewinnt Bouldercup vor Weltcupsieger Fischhuber

M2b Redaktion am 07.04.2008 - 15:00 Uhr

Der erste KitzRock Bouldercup ging am vergangenen Wochenende mit einem Sieg von Jonas Baumann aus Dortmund zu Ende. Der 21-Jährige setzte sich in einem spannenden und hochklassigen Finale nicht nur gegen den Deutschen Bouldermeister Markus Hoppe und den Sieger des ersten Deutschen Bouldercups 2008 in München André Borowka durch, sondern schlug auch den Weltcup-Gesamtsieger: Kilian Fischhuber (AUT) wurde "nur" Zweiter.

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Erster Bouldercup in Kitzbühel
Erstmals wurde in Kitzbühel ein Austria Bouldercup ausgetragen. Doch nicht nur österreichische Top-Athleten fanden den Weg in den Mercedes Benz Sportpark im Tiroler Nobelort. Auch zahlreiche deutsche Kletterer wollten sich den Wettbewerb nicht entgehen lassen - wurde er doch auch als zweiter von vier
Deutschen Bouldercups gewertet. Etwa die Hälfte der insgesamt 78 gemeldeten Starter war somit aus Deutschland angereist und versuchte, sich in der
Qualifikation einen der 20 Halbfinalplätze zu erbouldern.

Hoppe gewinnt Qualifikation der Herren souverän
Knapp 60 Herren gingen also am Freitag gegen 17 Uhr auf die Matten, die die Stürze der Athleten von den Bouldern abfangen sollten. Unter ihnen auch so
weltbekannte Namen wie Kilian Fischhuber, Junioren-Weltmeister Jakob Schubert (AUT), Jonas Baumann, Peter Würth und Stewart Watson (GBR). Als Erster hatte allerdings Markus Hoppe aus Dresden seine Jeans wieder an: Der DAV-Bouldercup-Meister 2007 konnte sich das rege Treiben nach acht getoppten Bouldern in neun Versuchen gemütlich aus dem Zuschauerraum ansehen. Nur dem Weltcup-Sieger Fischhuber gelang es ebenfalls, alle Boulderprobleme erfolgreich zu bewältigen - er benötigte lediglich einen Versuch mehr als Hoppe. Die deutsche Fraktion Baumann, Würth, Aric Merz (Freising), Stefan Danker und die Borowka-Brüder Karsten und André gaben sich ebenfalls keine Blöße und qualifizierten sich für das Halbfinale am Samstag.

Natalie Sailer in der Damenqualifikation stark
Trotz der Abwesenheit der gemeldeten Spitzenkletterinnen Anna Stöhr, Weltmeisterin von Avilés 2007, und Ines Bischoff, die beim ISPO Bouldercup hinter der ebenfalls nicht startenden Siegerin Angelica Lind (SWE) Zweite geworden war, durften sich die Zuschauer in Kitzbühel über ein starkes Teilnehmerfeld bei den Damen freuen: Katharina Saurwein, im Weltcup bereits zwei Mal auf dem Treppchen, war genauso am Start wie die Sechste der Weltrangliste Silvie Rajfova (CZE).
Gespannt durfte man auch auf das Abschneiden der jungen Juniorenweltmeisterin Johanna Ernst (AUT) sein. Die zeigte dann in der Qualifikation ihr großes Talent und toppte wie ihre Landsfrau Barbara Zangerl alle Boulder in acht Versuchen - und belegte damit den ersten Rang. Stark das Auftreten von DAV-Athletin Natalie Sailer: auch sie schaffte alle Boulder problemlos und benötigte nur einen Versuch mehr als Ernst und Zangerl.

Würth verpasst Finale knapp
Im Halbfinale ging es dann nach dem internationalen Modus der IFSC darum, die jeweils sechs Finalteilnehmer zu ermitteln. Vier schwere Boulder galt es zu
bezwingen. Platz eins im Halbfinale war Kilian Fischhuber vorbehalten, der sich in gewohnter Leichtigkeit zu den vier Top-Griffen kletterte. Und das war alles
andere als ein Kinderspiel: nur Jonas Baumann und der junge Österreicher Christian Feistmantel schafften zwei der vier Boulderprobleme, die ebenfalls ins
Finale ziehenden André Borowka, Markus Hoppe und Aric Merz mussten anerkennen, dass sie mit einem Boulder auf der Habenseite als Außenseiter um den Titel kämpfen würden. Peter Würth war nach dem Halbfinale der undankbare siebte Platz vorbehalten, der Würzburger verpasste den Finaldurchgang hauchdünn.

Keine Deutsche im Finale
Eine bittere Pille mussten die deutschen Boulderinnen im Halbfinale schlucken. Keiner der sieben Deutschen gelang der Sprung in das Finale des Kitzrock 2008.
Auch drei getoppte Boulder von Natalie Sailer reichten nicht aus, da die vier starken Österreicherinnen Katharina Sauerwein, Johanna Ernst, Barbara Zangerl
und Sabine Bacher sowie die Tschechin Rajfova alle vier Probleme lösen konnten und Franziska Saurwein weniger Versuche als Sailer brauchte. Monika Retschy, Milena Krämer und Manuela Heisele kamen im vom Österreichischen Alpenverein perfekt organisierten Wettkampf nicht richtig in Fahrt und mussten die Segel im Halbfinale streichen. Den Titel sicherte sich anschließend Katharina Saurwein vor der auftrumpfenden Johanna Ernst, der lediglich aufgrund dreier Versuche mehr der Sprung auf den obersten Podestplatz verwehrt blieb - denn beiden Österreichinnen gelang das Toppen aller Finalboulder! Dritte nach einem von vielen Zuschauern bejubelten Finale wurde die Tschechin Rajfova.

Baumann schlägt Fischhuber hauchdünn
Im Finalmodus des Kitzrock war Spannung bis zum letzten Boulder garantiert, denn alle Sportler mussten zunächst den ersten Boulder bewältigen, um anschließend einzeln die folgenden drei anzugehen. Nach einer Besichtigungszeit für die Athleten eröffnete Aric Merz das Finale, biss sich aber bereits am ersten Problem die Zähne aus - die österreichischen Schrauber hatten den Besten der Besten keine leichten Aufgaben an die Wand gezaubert. Jonas Baumann hingegen legte gleich zu Beginn den Grundstein für seinen Sieg.
Zwei Sekunden vor Ablauf der vier Minuten, die jedem Kletterer pro Boulder blieb, ging Baumann ein letztes Mal an die Wand - und kämpfte sich bis zum Top-Griff! Dem für die DAV Sektion Wuppertal startenden Dritten des Boulder-Weltcups in Erlangen 2007 gelangen noch zwei erfolgreiche Begehungen, für die er insgesamt nur fünf Versuche brauchte. Die Überraschung war perfekt, als Kilian Fischhuber den schweren letzten Boulder nicht schaffte und auf den Zetteln der Wettkampfrichter insgesamt sechs Versuche für seine drei Tops verzeichnet waren - einer mehr als Baumann. Der Sieger des Austria Bouldercup Kitzrock und des zweiten Deutschen Bouldercups heißt also Jonas Baumann. Kilian Fischhuber belegte Rang zwei, den dritten Platz sicherte sich André Borowka vor Markus Hoppe und Aric Merz.

Tolles Rahmenprogramm für das Kitzbühler Publikum
Im Anschluss an den Bouldercup und die Siegerehrung ging es mit gutem Sound aus dem protzigen Red-Bull Volvo Sugga Jeep nahtlos über in die Bouldernight mit viel Spaß und Aktion für Groß und Klein. Neben einem Jump-Contest und Bierkisten-Klettern bis unter die Hallendecke war auch ein spektakulärer Highest Hangel Contest auf den Traversen der Eishalle in 17 Meter Höhe Bestandteil des umfangreichen Rahmenprogramm, dass von den Organisatoren und den knapp hundert Helfern auf die Beine gestellt worden war.

Der nächste DAV Bouldercup findet bereits am letzten April-Wochenende in Pforzheim statt. Mehr Infos finden Sie im Eventspecial auf Mountains2b.com! Die Homepage des KitzRock 2008 erreichen Sie unter www.kitzrock.at.

In Kürze folgen die Videos zum Event!


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