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Die Sieger

Markus Hoppe

Sportklettercup 2008

Plakat

Halleneingang

Juliane Wurm in der Quali

Kletteraktion

Kletterimpression

Konzentration pur

Klettern in Dresden

Thomas Tauporn

Routenbesichtigung

Warmbouldern

Zuschauer

DAV Sportklettercup Dresden: Im Osten nichts Neues...

M2b Redaktion am 26.05.2008 - 15:28 Uhr

Chalk liegt in der Luft. Alle Augen und Kameralinsen sind in die Höhe gerichtet. Auf den Treppenstufen vor der 16 Meter hohen Kletterwand des XXL Sportzentrums in Dresden tummeln sich Zuschauer und Athleten. Es ist wieder soweit: Sportklettern der Extraklasse beim DAV Sportklettercup 2008! Bei der ersten Station in Dresden begann am Samstag die Saison für Deutschlands beste Vorstiegskletterer!

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Neuer Modus in der Qualifikation
Nachdem in den ersten Monaten des Jahres bereits drei Bouldercups über die Bühne gegangen sind und sich André Borowka vom Sächsischen Bergsteigerbund bereits den Deutschen Meistertitel in dieser Disziplin gesichert hat, war es am vergangenen Wochenende auch für die Lead-Kletterer an der Zeit, sich im Wettkampf einer Standortbestimmung zu unterziehen. 36 Herren und 22 Damen streiften sich die grellorangenen Shirts des DAV über und begannen pünktlich um 10 Uhr am Samstagmorgen mit der ersten Qualifikationsrunde. Das neue Reglement sah zwei Quali-Routen vor, die jeder Kletterer zu absolvieren hatte - das Finale am Abend blieb also den besten acht Damen und Herren vorbehalten bleiben.

Schwere Routen sorgen für Diskussionen
Unter den Sportlern sorgten die von den Routenschraubern des DAV an die Wand gebrachten Qualifikationsrouten für einigen Diskussionsstoff. Die Routen seien zu anspruchsvoll gewesen, ließen einige Athleten verlauten. Erwin Marz, Delegierter des DAV und mitverantwortlich für die Anweisungen an die Schrauber, verteidigte die Routen hingegen mit plausiblen Argumenten: "Wir müssen auch auf nationaler Ebene höhere Ansprüche haben und uns an dem orientieren, was auf internationalem Niveau gefordert wird", so Marz im Anschluss an den Wettkampf im Interview mit Mountains2b. Eine Ansicht, die durchaus zu vertreten ist. Doch eines wurde deutlich: Für die Zuschauer boten die schweren Routen, die im Gegensatz zu den Cups im vergangenen Jahr nicht getoppt wurden (einzige Ausnahme: Juliane Wurm in der Qualiroute 1), weniger Klettergenuss und mehr frustrierte Wettkämpfer.

Favoriten ziehen ins Finale ein
Trotz oder vielleicht aufgrund der schweren Routen kam es in der Qualifikation kaum zu überraschenden Ergebnissen. Bei den Damen zeigte Juliane Wurm, dass ihr Schüleraustausch in Frankreich sich keinesfalls negativ auf ihre Form ausgewirkt hat. Wie auch im vergangenen Jahr dominierte sie und zog als Erste in das Finale ein. Ihr dicht auf den Fersen lag allerdings ihre Freundin und Lokalmatadorin Luisa Neumärker, die sich nach ihrem Sieg beim Bouldercup in Pforzheim und dem dritten Rang bei der European Youth Series in Prag auch in Dresden in sehr guter Verfassung präsentierte. Das Finale komplettierten Natalie Sailer, Irina Mittelmann, Monika Retschy, Anna-Kathrin Böhm, Luisa Raab und eine bereits geduschte Ines Dull: Die 17-jährige von der Sektion Allgäu-Kempten hatte in der zweiten Qualirunde gepatzt und gar nicht mehr mit dem Einzug in das Finale gerechnet. Umso überraschter ihr Gesicht nach dem Blick auf die Ergebnislisten, auf denen sie an achter Stelle auftauchte. Bei den Herren ging es in den anspruchsvollen Routen richtig zur Sache. Und so war es auch keine Überraschung, dass mit Thomas Tauporn, dem Deutschen Vizemeister Stefan Danker und dem DM-Sieger 2007 Christian Bindhammer drei Sportkletterspezialisten als Bestplatzierte in das Finale einzogen. Doch vor allem der Allgäuer Bindhammer war alles andere als zufrieden: Als der 32-Jährige in der zweiten Qualiroute bei der Wertung 34+ aus der Wand fiel, musste die Kletterwand einen ordentlichen Tritt des Kempteners hinnehmen.
Ebenfalls nicht mit bester Laune in das Finale ging Markus Hoppe. In seiner Heimat musste er mit einer Fingerverletzung kämpfen, die er sich beim Weltcup in Reunion zugezogen hatte. Hoppe, der beim letzten Sportklettercup in Wuppertal siegreich war und auch bei der DM in Frankenthal 2007 mit dem unglücklichen dritten Rang überzeugte, erreichte als Sechster den Finaldurchgang. Die weiterern Starter, die es bis dahin schafften: Felix Neumärker, Jan Hojer, Karsten Borowka und Jan Ruh!

Kurzes Finale ohne Top-Begehung
Am Abend startete dann um 18 Uhr das spannende Finale. Den Anfang machten vor etwa 250 Zuschauern die Damen. Zunächst ging Ines Dull an die Wand. kämpfte sich über die ersten beiden Probleme und musste ihrer Kraftanstrengung erst bei Griff 28,5- Tribut zollen. Während Sailer, Böhm und Retschy bei Wertung 28+ scheiterten - einem langen Zug, den die drei mit Schwung zu erreichen versuchten, den Griff aber dann nicht halten konnten - fielen Raab und Mittelmann bereits im unteren Teil aus der Wand. Somit hatte sich Dull bereits auf den dritten Rang geklettert und konnte in Ruhe abwarten, was Neumärker und Wurm zu bieten hatten. Luisa konnte wie Dull den schwierigen Griff halten, aber auch ihr gelang es nicht, den Kraftaufwand zu kompensieren. Erst Juliane Wurm, kraftvoll und technisch einwandfrei, zog sich zu dem schweren Griff, anstatt zu schwingen, und kletterte auch im Anschluss noch einige Züge, bis sie ohne die letzte Konsequenz schließlich bei Wertungsgriff 35- die Wand verlassen musste. Die Wuppertalerin feierte somit beim DAV Sportklettercup den dritten Sieg in Folge und hofft auf eine erfolgreiche Weltcupssaison: "Im letzten halben Jahr konnte ich in Frankreich viel am Fels klettern und habe gut trainieren konnen. Für die Weltcups habe ich mir schon vorgenommen, zumindest die ein oder andere sichere Halbfinalteilnahme zu schaffen", so die 18-Jährige im Interview.

Hoppe kämpft sich zu einem hauchdünnen Sieg
Die Herrenkonkurrenz eröffnete im Finale Karsten Borowka, der Bruder von Deutschlands bestem Boulderer André. Nach den ersten beiden Startern war klar: bereits die Wertungsgriffe 20/21 sollten das Finale mitentscheiden. Im ersten Drittel der geschraubten Route bildete ein kurzer Überhang mit abschließendem Sloper und einem schwierigen Folgegriff eine Schwierigkeit, die weder von Borowka, Hojer und Ruh noch von Neumärker, Tauporn und Bindhammer bewältigt wurde. Nur die großgewachsenen Stefan Danker und Markus Hoppe kämpften sich über dieses Problem und konnten sich im Anschluss in einem Spagat etwas "ausruhen". Beide kletterten sich quer über die Wand in Richtung des Tops, mussten dann jedoch in etwa gleicher Position aufgeben. Nach kurzen Diskussionen war klar: Markus Hoppe hatte sich durchgesetzt! Stefan Danker wurde sehr guter Zweiter und muss somit weiter auf seinen ersten Sieg beim Sportklettercup warten. Den dritten Rang sicherte sich Thomas Tauporn vor Felix Neumärker, dem enttäuschten Christian Bindhammer und dem aufstrebenden Jan Hojer.

Die Ergebnisse des Finals
Herren:
1. Hoppe, Markus (SBB Sachsen) - Wertung 31
2. Danker, Stefan (Landshut) - Wertung 30
3. Tauporn, Thomas (Schw.Gmünd) - Wertung 21
4. Neumärker, Felix (SBB Sachsen) - Wertung 21-
5. Bindhammer, Christian (Kempten) - Wertung 21-
6. Hojer, Jan (Frankfurt a.M.) - Wertung 21-
7. Borowka, Karsten (SBB Sachsen) - Wertung 20+
8. Ruh, Jan (Konstanz) - Wertung 20-

Damen:
1. Wurm, Juliane (Wuppertal) 35-
2. Neumärker, Luisa (SBB) 28,5-
3. Dull, Ines (Allgäu-Kempten) 28,5-
4. Sailer, Natalie (Augsburg) 28+
5. Böhm, Anna-Katharina (SBB) 28+
6. Retschy, Monika (München-Oberland) 28+
7. Raab, Luise (Frankfurt a.M.) 12
8. Mittelmann, Irina (Frankfurt a.M.) 10

Der nächste DAV Sportklettercup findet am 19. Juli in Forchheim statt! Videos, Interviews und vieles mehr finden Sie in unserem Eventspecial zum DAV Sportklettercup 2008.

Favoritensiege auch beim DAV Jugend- und Juniorencup
Am Sonntag kam es beim Jugend- und Juniorencup erneut zum Aufeinandertreffen zahlreicher Athleten, die schon beim Sportklettercup teilgenommen hatten. Bei den Junioren setzte sich der Achte des Vortages, Jan Ruh, vor Mathias Conrad durch. Spannend ging es bei den Juniorinnen zur Sache. Hier lieferten sich wie schon am Samstag Juliane Wurm und Luisa Neumärker einen heißen Kampf - der am Ende unentschieden endete. Beide fielen mit der gleichen Wertung aus der Wand und teilten sich somit den ersten Rang.
Die Siege bei den Jugendwettkämpfen errangen Thomas "Shorty" Tauporn (Jugend A), Sebastian Halenke (Jugend B), Ines Dull (Jugend A) und Lilli Färber (Jugend B).

Die Ergebnisse des DJJC im Überblick
Junioren
1. Ruh, Jan (Konstanz)
2. Conrad, Mathias (Zweibrücken)
3. Wörner, Max (Kaufbeuren)

Jugend A - männlich
1. Tauporn, Thomas (Schw.Gmünd)
2. Hojer, Jan (Frankfurt a.M.)
3. Mangold, Sepp (Tölz)

Jugend B - männlich
1. Halenke, Sebastian (Ulm)
2. Megos, Alexander (Erlangen)
3. Winkler, Dominik (Zweibrücken)

Juniorinnen
1. Wurm, Juliane (Wuppertal)
1. Neumärker, Luisa (SBB)
3. Hojer, Lara (Frankfurt a.M.)

Jugend A - weiblich
1. Dull, Ines (Allgäu Kempten)
2. Raab, Luisa (Frankfurt a.M.)
3. Scharf, Lara (Frankfurt a.M.)

Jugend B - weiblich
1. Färber, Lilli (Erlangen)
2. Deubzer, Luisa (München-Oberland)
3. Windelband, Rosa (SBB)


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Weiterführende Informationen zum Thema:
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DAV Jugend- und Juniorencup Dresden

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DAV Sportklettercup Dresden 2008 - Ergebnisse

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