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IFSC beschließt neues Regelwerk - Athleten sind gefordert!

M2b Redaktion am 01.04.2008 - 16:30 Uhr

Nach einem Jahr harter Arbeit hat die IFSC (International Federation of Sport Climbing) die neuen Regeln für das Wettkampfklettern veröffentlicht. Ziel des Verbandes war es vor allem, die Sportart spektakulärer zu gestalten und den Sportlern bessere Bedingungen zu ermöglichen. Die überarbeiteten Regeln wurden von den Athleten und dem Management-Ausschuss der IFSC zusammengetragen. Die fertigen Dokumente wurden anschließend von der Geschäftsführung der Kommission herausgegeben. Ihr Geschäftsführer Ake Nilsson nimmt auf der Homepage der IFSC Stellung: "Ich denke, die Regeln werden jedes Jahr besser. Die Athleten-Kommission ist sehr aktiv gewesen, sie haben viele neue Vorschläge für die Änderung der Regeln vorgetragen, die wir dankend angenommen haben."

Zeitbegrenzung und neuer Modus
Das Image des Sports soll durch die neuen Wettkampfbestimmungen weiter verbessert werden. Um die Events so spannend wie möglich zu machen, wird die Zeit, die die Athleten bei den Finaldurchgängen der Lead-Weltcups zu Verfügung haben, auf acht Minuten reduziert. Mit den neuen Richtlinien wurde zudem beschlossen, dass die Kommentatoren nun mehr Informationen über den jeweiligen Kletterer preisgeben dürfen. Das soll das Konkurrenzdenken fördern und den Zuschauern ein genaueres Bild des Kletterers verschaffen.

Flash-Modus in den Qualifikationen
Eine der wichtigsten Veränderungen ist die Einführung des "Flash-Kletterns". Bei diesem Modus, der zukünftig in den Qualifikationsdurchgängen angewendet werden wird, kann der Sportler zwischen zwei Routen auswählen. Darüber hinaus werden den Athleten die jeweiligen Kletterrouten vorgeklettert, so dass sie sich ein Gesamtbild machen können. Die Zeiten, in denen die Zuschauer die Kletterer nur kurz zu sehen bekommen, sind vorbei: die Routen und Konkurrenten dürfen von den Athleten beim „Flash-Modus“ beobachtet werden. Ob dies für die ersten Starter ein Vorteil sein wird, ist fraglich. Denn die nachfolgenden Athleten haben die Möglichkeit, die Planungen ihres Kletterweges zu verändern und sich an Anderen zu orientieren.

Ziele erreicht?
Durch die neuen Richtlinien müssen die Sportler bessere Leistungen erbringen, um sich für die Endrunden qualifizieren zu können. Vor allem der Zeitfaktor wird dabei eine große Rolle spielen. Wer schnell und gut klettern, der gewinnt. Wer zwar das Zeug zum Erreichen des Top-Griffes hätte, aber zu lange braucht, verliert! Damit erhält die Schnelligkeit, die im Klettern bisher nur in der Speed-Disziplin gefragt war, auch beim Schwierigkeitsklettern Einzug.

Ob das neue Reglement zu den erhofften Ergebnissen - mediale Aufmerksamkeit, Spannung, Zuschauerattraktivität - führt, ist noch nicht geklärt. Allerdings könnte es eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung des Sportes sein.

Das gesamte Regelwerk finden Sie als pdf-Dokument unter diesem Artikel.

Quelle:
- www.ifsc-climbing.org


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IFSC Regelwerk 2008-2009

(Typ: "PDF" Größe: 1028 KB)

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