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Reck oder Boulderwand?

IFSC

Kilian Fischhuber

David Lama

Anna Stöhr (AUT)

Baumann in der Quali

Markus Hoppe

Blamage in Belgrad: Boulder-Weltcup kurzfristig abgesagt!

M2b Redaktion am 15.05.2008 - 08:52 Uhr

Vorbesprechungen, Anschauungsunterricht beim Weltcup in Hall, der Master-Testwettbewerb im vergangenen Jahr - all dies hat anscheinend nichts genutzt: der Boulder-Weltcup im serbischen Belgrad wurde gestern Abend abgesagt!

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Routenbau nicht möglich
Sponsoren und Veranstalter hatten ein tolles und spannendes Event im Zentrum von Belgrad angekündigt. Als es dann aber darum ging, die Open-Air-Boulderanlage aufzubauen, schien man in Belgrad überfordert zu sein. Ob es an der finanziellen Situation lag oder schlichtweg an der mangelnden Organisation, ist bisher nicht geklärt. Fakt ist, dass zum Zeitpunkt des Eintreffens von Chefroutensetzer Reinhard Fichtinger (AUT) lediglich das Gerüst für die Boulderblöcke aufgebaut war. Zudem waren zu diesem Zeitpunkt keine Arbeiter vorzufinden, die eine rasche Beendigung der Arbeiten garantiert hätten. Da mit dem Routenbau nicht begonnen werden konnte und man damit den reibungslosen und fairen Wettkampf im entsprechenden Zeitplan nicht mehr garantieren konnte, wurde nach vielen Gesprächen der Boulderweltcup, der am 16. und 17. Mai in Belgrad stattfinden hätte sollen, abgesagt.
In die Entscheidung direkt eingebunden waren der Chefroutensetzer Reinhard Fichtinger, der slowenische Routensetzer Ur Cehovin, der Generalsekretär des SFCS (Serbischer Wettkletterverband) und der IFSC Delegierte Helmut Knabl.

Besser zu früh als zu spät
Die frühzeitige Absage war nach Aussagen von Lemut Knabl notwendig, um den Teams eine unnötige Anreise nach Belgrad zu ersparen. So konnte zum Beispiel das Österreichische Nationalteam mit den Favoriten Anna Stöhr, Kilian Fischhuber und David Lama konnte beim Zwischenstopp von Innsbruck nach Belgrad, am Flughafen Wien, aufgehalten und zur Rückreise nach Tirol beordert werden.

DAV-Team noch nicht angereist
"Im Gegensatz zu den Japanern waren wir zum Glück noch nicht vor Ort. Hoffentlich können wir den Flug und das Hotel wieder problemlos stornieren." Auch Matthias Keller vom Deutschen Alpenverein wurde von der Absage überrascht. Der Verantwortliche des DAV sagte im Gespräch mit Mountains2b.com, das der serbische Kletterverband wohl mit Konsequenzen von Seiten des IFSC rechnen muss.

Ein Gutes hat aber die Absage doch: jetzt können sich Deutschlands beste Kletterer in Ruhe auf den anstehenden ersten DAV Sportklettercup am kommenden Wochenende in Dresden vorbereiten.

Quelle:
- Pressemitteilung Helmut Knabl


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