Favoriten triumphieren beim 36. GutsMuths Rennsteiglauf
2b-Sportredaktion am 19.05.2008 - 09:57 Uhr
Am 17. Mai 2008 gingen Läuferinnen, Läufer, Nordic-Walker und Wanderer aus allen Teilen der Welt beim 36. Rennsteiglauf an den Start. Beim größten Crosslauf Europas, der zum SalomonGORE-TEX Trailrunning Cup zählt, setzten sich in drei von sechs Laufentscheidungen die Vorjahressieger durch.
Starts in Eisenach, Neuhaus und Oberhof
Der 36. GutsMuths Rennsteiglauf wurde von 1797 Supermarathonläufern in Eisenach eröffnet. Bereits um 6:00 Uhr ertönte wie jedes Jahr der Startschuss auf dem Marktplatz der Wartburg-Stadt. Für die Extrem-Ausdauerläufer galt nun nur noch eins: das exakt 72,7 Kilometer entfernte Ziel in Schmiedefeld zu erreichen. "Es ist das schönste Ziel der Welt", sind sich die Läufer einig. In der Wintersport-Hochburg Oberhof erfolgte eineinhalb Stunden später ein weiterer Start. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von knapp 6.000 Sportlern wurde auf der Halbmarathon-Distanz erneut ein zeitlicher Blockstart vollzogen. Die Eliteläufer setzten sich um 7:30 Uhr in Bewegung, die letzten Hobbysportler nahmen die 21,1 Kilometer lange Distanz um 7:42 Uhr in Angriff. Für die Marathonläufer fiel der Startschuss um 9:30 Uhr in Neuhaus am Rennweg. 3.037 Starter nahmen sich die 43,5 Kilometer lange Strecke vor. Da der Lauf zum SalomonGORE-TEX Trailrunning Cup zählt, gab es bei Kilometer 18,8 erstmals eine Bergwertung.
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Athleten aus 21 Nationen am Rennsteig
Der Rennsteiglauf erfreut sich Jahr für Jahr großer Beliebtheit. Kein Wunder also, dass Läufer aus der ganzen Welt eine lange Anreise in Kauf nehmen, um ihren sportlichen Erfolg in Schmiedefeld feiern zu können. Mit 48 Startern bildete die Schweiz das stärkste ausländische Teilnehmerland. 39 Athleten reisten aus österreich an. Desweiteren überquerten 18 Niederländer den berühmten Thüringer Höhenweg. Jeweils neun Starter aus Großbritannien und Nordirland, sowie acht Sportler aus Belgien fanden ebenfalls den Weg nach Mitteldeutschland. Aktive aus Thailand, Neuseeland und den USA dürften zweifelsohne die weiteste Anreise gehabt haben. Mit fast 5.000 Teilnehmern stellte Thüringen ein Drittel des Starterfeldes, gefolgt von Sachsen (2.100), Sachsen-Anhalt (1.006), Brandenburg (1.003), Bayern (853), Nordrhein-Westfalen (769) und Hessen (624).
Stork und Lennartz neue "Rennsteig-Könige"
Tausende begeisterte Fans und Zuschauer empfingen die Läufer im Ziel. Vergessen sind die Strapazen und Qualen auf der Strecke, wenn man überglücklich in Schmiedefeld ankommt, wo Volksfeststimmung herrscht. Vorjahressieger Christian Stork aus Kempten setzte sich mit einer Laufzeit von 5:16:29 Stunden auch diesmal die Krone auf, verpasste aber den Streckenrekord aus dem Jahr 2004 um 1:45 Minuten. "Es war ein sehr hartes Stück Arbeit, denn ich konnte wegen diverser Verletzungen erst seit zwei, drei Monaten wieder voll trainieren", bemerkte der Sieger aus dem Allgäu und fügte hinzu: "Der Rennsteiglauf ist für mich der schönste Lauf, auch wegen der perfekten Organisation." Als neue "Königin" darf sich Birgit Lennartz von der LLG St. Augustin bezeichnen. Die 42-Jährige benötigte 6:32:38 Stunden und schreibt mit nunmehr acht Erfolgen Rennsteiglauf-Geschichte.
Vorjahressieger setzen sich durch
Auf der Marathon-Distanz triumphierten gleich zwei Vorjahressieger: Christian Seiler vom LC Erfurt (2:40:49 Stunden) und Diana Lehmann aus Potsdam (3:13:43 Stunden). Den zum Salomon Trailrunning Cup zählende Lauf beendeten Markus Koch und Jens Borrmann auf den Rängen zwei und drei. Seiler feierte indess seinen fünften Sieg in Folge (drei Mal Marathon, zwei Mal Halbmarathon). Die Vorjahressiegerin des Halbmarathons, Stefanie Wiesmair aus Bad Salzungen, überzeugte als Zweite und feierte somit ein gelungenes Debüt im Marathon.
Einziger Überraschungssieger im Halbmarathon
Mit Stefan Hubert aus Sömmerda gab es lediglich einen Überraschungssieger beim diesjährigen GutsMuths Rennsteiglauf. In 1:11:59 Stunden bewältigte er die Strecke von Oberhof nach Schmiedefeld, die mit 970 Metern den höchsten Punkt erreicht. Bei den Damen setzte sich Ilona Pfeifer aus Dissen durch. 39 Sekunden später kam die Biathletin Juliane Döll ins Ziel, die den Halbmarathon bereits zum siebten Mal bestritt.
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