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Andreas Bindhammer

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Andreas Bindhammer im Interview (07/2003), Sportklettern

M2b Redaktion am 10.07.2003 - 12:16 Uhr

Hervorragende Leistungen im Felsklettern, Erstbegehungen, Top-Platzierungen bei Festivals - Andreas Bindhammer ist eine Größe in der internationalen Wettkampfszene. Und er hat sich die Zeit für ein Interview mit Mountains2b genommen.

Mountains2b: Stellst Du Dich den Lesern kurz vor?
Andreas Bindhammer: Ich wurde am 16. April 1973 in Landshut geboren und wohne heute in Niederviehbach (Bayern). Ich klettere nunmehr seit gut zwölf Jahren. Organisiert bin ich über die IG Klettern (München) im Deutschen Alpenverein (DAV). Neben dem Klettersport vertreibe ich zusammen mit meinem Bruder Klettergriffe. In meiner freien Zeit fahre ich gerne Snowboard.

Mountains2b: Hinter Deinem Namen verbirgt sich eine lange Liste bemerkenswerter Kletter-Erfolge – wann hast Du Dich ernsthaft für das Klettern entschieden? Gab es Brüche in der Entwicklung hin zu einem der besten Kletterer Deutschlands?
Andreas Bindhammer: Ernsthaft für das Klettern entschieden hatte ich mich, als ich mit 16 meinen ersten Sportkletterkurs machte. Von da an wusste ich: das ist ein spannender Sport, für den ich weiter trainieren werde.

Mountains2b: Erstbegehungen ('Vitamania' 1999,
'Andiamo' 2000, 'KinematiX' 2001), Siege bei Festivals (Goldfinger) und ein hoher Bekanntheitsgrad bis in die internationale Szene, erlangt durch schwere Wiederholungen im Fels – wo fühlst Du Dich am wohlsten? Welchen Stil bevorzugst Du?
Andreas Bindhammer: Es liegt mir grundsätzlich besser, auf bestimmte Anforderungen schwerer Routen ausgerichtet zu trainieren. Das Klettern am Fels ist eher der Grund, weshalb ich mit diesem Sport begonnen habe. Bei Wettkämpfen weißt du nie, was auf dich zukommt. Solange die Anforderungen dort nicht zu sehr vom Felsklettern differieren, macht mir auch diese Disziplin Spaß.

Mountains2b: Ein Blick in die Ergebnislisten diverser Kletterwettkämpfe wirft die Frage auf, ob 2002 Dein erfolgreichstes Jahr war? Mindestens auf nationaler Ebene hast Du die Szene beherrscht. War das die gerechte Ernte langjähriger Arbeit oder warst Du gedopt?
Andreas Bindhammer: Ich würde nicht behaupten, dass 2002 mein erfolgreichstes Jahr war. Auf nationaler Ebene mag das vielleicht zutreffen, dennoch würde ich 1999 als das beste Jahr bezeichnen. Letztes Jahr hatte ich meinen Fokus auf den Gewinn der Deutschlandcup-Serie gerichtet, um dann festzustellen, dass an dieser Serie in der Öffentlichkeit und den Medien kaum Interesse bestand.
Der morgendliche Kaffee und eine gesunde Lebensweise sind für mich Doping genug ...

Mountains2b: Wie ist das aktuelle Jahr bis dato verlaufen? War die neue 8c+ in der 'Zauberfee' geplant? Was sind Deine konkreten nächsten Vorhaben?
Andreas Bindhammer: Die Begehung der 'Zauberfee' hatte ich schon mehrere Jahre geplant, was aber meist am Zeitmangel oder schlechten Bedingungen scheiterte. Heuer hatte ich dann endlich die richtigen Voraussetzungen.
Die sonstigen Highlights bisher waren der zweite Platz beim Goldfinger 2003 und eine ganze Menge an Routen im 8c-Bereich.
Konkrete Vorhaben sind erst einmal die WM und das Masters in Serre Chevalier. Danach werde ich versuchen, mich wieder einigen Herausforderungen am Fels zu stellen. Eine bestimmte Route habe ich allerdings noch nicht im Auge. Vieles hängt davon ab, wie bis dahin mein Terminplan aussieht.

Mountains2b: Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast.
Andreas Bindhammer: Gern geschehen.


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