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Sportklettercup 2003

Interview mit Andreas Bindhammer (05/2004), Sportklettern

M2b Redaktion am 28.05.2004 - 15:55 Uhr

Andreas Bindhammer (16. April 1973, IG Klettern München) wird beim zweiten Weltcup der Kletterer in Imst (Gurgltal) teilnehmen. Wir sprachen mit dem Niederviehbacher (Bayern) kurz über seine sportlichen Erwartungen für diese Veranstaltung, die viele Arbeit, die ihm derzeit den Schlaf raubt und über ein offenes Projekt.

Mountains2b: Imst steht vor der Tür, bist Du gut vorbereitet?
Andreas Bindhammer: Sicher bin ich vorbereitet, allerdings habe ich momentan so viel Arbeit mit der Konzeption von Kletterwänden in der ganzen Republik, dass mir aufgrund der zahlreichen Termine manch Ruhepause fehlt. Die Vorbereitung hätte also schon optimaler laufen können. Da aber gerade die nationalen Preisgelder herunter gesetzt worden sind, muss ich sehen, dass der Rubel anderweitig rollt. Im Moment komme ich nicht vor ein Uhr ins Bett, muss aber stets vor sieben Uhr raus ...

Mountains2b: Wie sieht die konkrete Zielsetzung für das Wochenende aus?
Andreas Bindhammer: Nachdem ich beim Weltcupauftakt im belgischen Puurs eine gute Platzierung verpasst habe, weil mir der Schuh weggerutscht ist und ich so den entscheidenden Griff, der die nächste Runde bedeutet hätte, nicht mehr erreichen konnte, soll es dieses Mal schon das Halbfinale und eine entsprechend gute Platzierung sein.

Mountains2b: Im letzten Herbst hast Du im Weltcup mit Platz sechs in Valence (Frankreich im Oktober 2003) und Rang sieben in Shenzen (China im November 2003) zwei absolute internationale Topresultate erzielt - übst Du Dich hier in Understatement?
Andreas Bindhammer: Ganz sicher nicht! Es geht mir in den letzten Jahren häufig so, dass ich zum Herbst hin bessere Resultate erreiche, weil ich dann schlichtweg mehr Zeit zum gezielteren Training zur Verfügung habe; das ist der Hauptgrund. Und das kommt daher, dass die Auftragslage für Hallenkonzeptionen in dieser Zeit einfach etwas zurück geht und mir so mehr Raum für das Klettern lässt.

Mountains2b: Wie ordnest Du die Wand in Imst ein?
Andreas Bindhammer: Die Wand ist von SintRoc, da wir diese Produkte mit Masterrange selbst vertreiben, kenne ich die Griffe ganz genau. Und ich bin an dieser Wand auch schon häufig geklettert; allerdings bauen die Setzer, die auch die Routen in Kranj geschraubt haben, gerne etwas 'einzelstellenlastig': man kommt prinzipiell gut durch, eine Schlüsselstelle aber verlangt einem dann alles ab. Im letzten Jahr bedeutete das für mich genau dort das Ende; und ich war nicht der einzige.

Mountains2b: Und was machen die Projekte am Fels?
Andreas Bindhammer: Eines hat mich und Christian zuletzt zwei Wochen Aufenthalt in Frankreich gekostet - ein 9a+ Projekt, würde ich sagen. Leider waren die äußeren Bedingungen schlecht und besserten sich erst in den letzten zwei Tagen. Da waren wir aber ob des anhaltend schlechten Wetters schon bedient und mussten schließlich unverrichteter Dinge wieder abreisen. Wir werden nochmals hinfahren.

Mountains2b: Ab und an trainiert Du zusammen mit dem Österreicher Jürgen Reis, was kannst Du dazu sagen?
Andreas Bindhammer: Dass ist eine äußerst motivierende Sache, wir tauschen uns gerade im Hinblick auf die Trainingsplanung aus. Dem Jürgen geht es aber nicht anders als mir, er hat sehr viel zu tun und ist somit ein lokaler Trainierer. Daher werden wir uns wohl erst zum Herbst hin wieder häufiger sehen. Aber genau dann stehen ja einige Weltcups an. Und wir sehen uns jetzt in Imst, was mich freut.

Mountains2b: Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast.


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