Klima, Klettern und Rekorde - Der Jahresrückblick von Mountains2b
M2b Redaktion am 21.12.2007 - 10:36 Uhr
Protestierende Mönche in Birma werden gewaltsam niedergeschlagen, der monatelange Streik der Lokführer legt die Bundesbürger und den Berufsverkehr lahm, Deutsche gewinnen einen Oscar und Nobelpreise und Raucher werden aus Kneipen und Diskotheken verbannt.
Das Jahr 2007 hat uns gute und schlechte Zeiten beschert, positive und negative Entwicklungen gebracht. Das alles überragende Thema bleibt aber weiterhin der Klimawandel: Wie kann der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden? Wie verhindert man das Abtauen der Gletscher und Pole, gleichzeitige Überschwemmungen und extreme Wetterentwicklungen? Fragen, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden und die auch von dem kürzlich beendeten Klimagipfel auf Bali nicht endgültig beantwortet werden konnten!
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Klettern ist in
Der Deutsche Klettersport hingegen entwickelt sich mit den jungen Athleten des DAV positiv. Nie zuvor interessierten sich so viele junge Leute für das Sportklettern, Bouldern und Speedklettern - auch dank der zahlreichen Kletterhallen in Deutschland. Die Mitgliederzahlen des Deutschen Alpenvereins steigen stetig, mittlerweile sind über 750 000 begeisterte Bergfreunde im DAV aktiv. Die Sportkletter- und Bouldercups und die Deutsche Meisterschaft in Frankenthal erfreuten sich einem Zuspruch von Athleten, Zuschauern und Medien, der dem Sport Auftrieb verleihen sollte. International klettern die besten Deutschen zwar noch nicht ganz vorne mit, aber aus der breiten Masse talentierter Nachwuchskletterer wird in Zukunft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Ein oder Andere auch im Weltcup Fuß fassen. Und vielleicht kann bereits bei der Kletter-WM 2009 im schweizerischen Grindelwald eine Juliane Wurm oder ein Thomas Tauporn die Ernte für die gute Nachwuchsarbeit des Alpenvereins einfahren?
Kletter-WM das Saisonhighlight 2007
Apropos Kletter-WM, die fand in diesem Jahr im spanischen Avilés statt. Im Lead, immer noch die Königsdisziplin im Klettern, nutzten Juan Ramon Puigblanque und der Gesamtweltcupsieger Patxi Usobiaga Lakunza ihren Heimvorteil und sicherten sich neben vielbeachteten Erfolgen am Fels auch die Gold- und Silbermedaillen bei der WM.
Bei den Damen ging hier der über die gesamte Saison dauernde Zweikampf zwischen Angela Eiter (AUT) und Maja Vidmar (SLO) an die 21-Jährige aus Imst. Bei den Weltcups hingegen dominierte das Leichtgewicht Vidmar, die ihre Ausnahmestellung mit unglaublichen sechs Weltcup-Siegen in Folge unterstrich. Man darf gespannt sein, wie sich das Geschehen im Wettkampfklettern entwickeln wird und ob es der Sport tatsächlich, wie von den Verantwortlichen der IFSC erhofft, in den erlesenen Kreis der Olympiasportarten schaffen wird.
Schneller, höher, schneller
Bei dem Bergsport-Jahresrückblick 2007, der nur die wichtigsten Entwicklungen kurz reflektieren kann, darf das Speedbergsteigen nicht fehlen. Man gerät schon ins Staunen, wenn „Skyrunner“ wie Christian Stangl Berge, für die früher Tage und Wochen benötigt wurden, in wenigen Stunden bezwingen. Ist das der neue Trend beim Bergsteigen? Geht es in Zeiten, wo jeder hohe Berg bereits begangen wurde, jetzt darum, wer am schnellsten hoch „joggt“? Wandelt sich die Einstellung von „Der Weg ist das Ziel“ zu „Höher, weiter...“ und vor allem „...schneller“? Es ist wohl eines der am häufigsten diskutierten Themen bei Bergsteigern, Alpinisten und Expeditionsteilnehmern. Wo der Weg hinführen wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, das der jüngst aufgestellte Rekord von Christian Stangl eine beachtenswerte Marke ist: Er bestieg die sieben höchsten Gipfel der sieben Kontinente in insgesamt 58 Stunden und 45 Minuten. Hut ab!
Wer braucht schon Lifte?
Es steht der Winter vor der Tür, in dem wieder das Skitourengehen und Skibergsteigen in unserem Fokus stehen wird. Berichte vom DAV Skitourencup, vom Austria Skitour Cup, den UIAA Weltcups und dem Highlight des Winters, der WM im Skibergsteigen, werden sie über das Geschehen in der attraktive Sportart auf dem Laufenden halten. Nach dem schneearmen Winter 2006/2007 hoffen Veranstalter und Sportler auf bessere Bedingungen – und so wie es derzeit aussieht, könnten sie Glück haben. Aber nicht nur das Wettkampf-Skibergsteigen, sondern auch das private Skitourengehen wird bei Mountains2b weiter thematisiert werden. Nicht zu vergessen sind die Expeditionen, von denen wir hautnah berichten werden: Bei der Expedition Eiswüste wollen Martin Hülle und Jerome Blösser die Extreme der Wüste und Grönlands am eigenen Leib erfahren, die Arctic Summits werden nach der verletzungsbedingten Verschiebung im Jahr 2008 erneut angegangen und auch die spektakuläre Expedition eines österreichischen Teams zum Nanga Parbat, bei der sie den Achttausender mit Skiern und dem Kajak herunterfahren wollen, werden wir begleiten.
An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren Lesern ganz herzlich für die Treue bedanken, Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr wünschen. Wir hoffen, dass Sie im neuen Jahr dem Kletter- und Bergsport und natürlich auch unserem Portal gewogen bleiben!