Der Manaslu ist der achthöchste Berg der Welt. Mit 8.163 Metern Höhe steht er in einer Reihe mit dem Mount Everest und anderen Achttausendern in Nepal und Tibet. Doch während auf dem Dach der Welt schon mehr als 3.000 Menschen standen, verzeichnet der Manaslu noch nicht einmal 300 Gipfelerfolge. Seine Besteigung gilt als sehr anspruchsvoll.
Unglücksfälle in der Geschichte
Die Erstbesteigung des Berges im Jahre 1956 durch eine japanische Expedition unter Tosho Imanishi und dem Sherpa Gyaltsen Norbu war die erste, die bis auf den Gipfel führte. Schon dieser erste Weg führte die Bergsteiger über die Nordostseite des Berges, die mittlerweile als bester Weg angesehen wird. Während im Jahr 1972 auch Reinhold Messner an der Südwand sein Glück versuchte, ereignete sich auf der Normalroute ein tragischer Unfall: 15 Menschen wurden von einer Lawine verschüttet.
Anzeige
Kriminalität macht auch vor Manaslu nicht Halt
Der Berg ist wegen seiner Steilheit, gefährlicher Lawinen und Eisabbrüche und des äußerst wechselhaften Wetters berüchtigt - und entsprechend unbeliebt. Und trotzdem sind an seinen Hängen auch die negativen Auswirkungen des 8000er-Abenteuer-Tourismus zu besichtigen. Das Basislager: Ein Rummelplatz. An der Aufstiegsroute: Kommerz und Betrug. Die Alpinisten: Profis, Hobby-Bergsteiger und Hasardeure gemeinsam am Seil. Eine brisante Mischung!
Reiz des Manaslu leidet nicht darunter
Auch ein deutsches Team war in diesem Jahr am Manaslu erfolgreich. Fünf Bergsteiger machten sich auf den Weg, um letztendlich den Gipfel zu erreichen. Es gelang nur zwei von ihnen. Folkert Lenz hat die Auf- und Aussteiger zum Gipfel begleitet und in einer halbstündigen Radio-Reportage verarbeitet.
Reportage deutschlandweit im Rundfunk
Am 3. August um 17.30 Uhr kann nun jeder, der das "Deutschlandradio Kultur" anstellt, um sich die Sendung "Nachspiel" anzuhören, die Erlebnisse dieser Expedition hautnah nachfühlen. Weitere Informationen zu der Sendung gibt es unter: www.dradio.de
Weitere Infos zum Berg - Messner über den Manaslu: