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Stefan Glowacz, Robert Jasper

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Stefan Glowacz

Team

Stefan Glowasz

Stefan Glowacz

Robert Jasper

Auf der Suche nach der unentdeckten Felswand

M2b Redaktion am 12.02.2008 - 08:57 Uhr

Sieben Wochen fernab jeglicher Zivilisation, unterwegs mit Schlitten und Snowkites und dabei der ständigen Gefahr von Eisbären ausgesetzt. Das sind die
Begebenheiten der nächsten Expedition der Extremkletterer Stefan Glowacz und Robert Jasper, die sie am 20. April 2008 nach Baffin Island in Kanada führt. Immer auf der Suche nach der unentdeckten Felswand.

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Mystische Orte
Die unberührten Orte unserer Welt sind selten geworden. Die meisten der ehemals weißen Flecken auf den Landkarten sind kartiert, erforscht und bereits besiedelt. Und doch gibt es sie: Jene mystischen Orte, die noch nie von Menschenfüßen betreten worden sind. Stefan Glowacz, Robert Jasper, Klaus Fengler, Holger Heuber und Mariusz Hoffman wollen
sie irgendwo zwischen der kanadischen Nordküste und Grönland entdecken, auf der fünftgrößten Insel der Erde: Baffin Island.

„Ohne die auf einer Vision entstandene Zielsetzung einer alpinen Expedition würden keine neuen und schwierigen Gipfel bezwungen werden.“ (Stefan Glowacz)

Das Ziel liegt auf dem Weg
Mitte der 1990er-Jahre überflog der amerikanische Fotograf Eugene Fisher mehrfach die Region um Baffin Island. Seine Luftaufnahmen stellen das bisher einzige Zeugnis nie entdeckter Felsjuwelen dar, die an der Ostküste Baffin Islands auf eine neue Generation kletternder Entdecker warten. Ziel der Expedition ist es, diese Schätze ausfindig zu machen und ihre Erschließung mit einer schwierigen Freikletterroute zu beginnen.

Die Route
Immer auf den Spuren der Inuits, der eskimoischen Volksgruppe, die im arktischen Nordostkanada lebt, erfolgt die Anreise des Expeditionsteams über die Siedlung Clyde River weiter nach Pond Inlet. Dort werden sich die Alpinisten von der Zivilisation verabschieden und
ihre Schlitten packen, um mit Hilfe der ortsansässigen Inuits zu den 240 Kilometer entfernten Fjorden aufzubrechen. Der Weg führt die Expeditionsmannschaft mit den Schneemobilen der einheimischen Jäger zunächst entlang der Ostküste und dann auf dem zugefrorenen Meer zu ihrem ausgewähltem Ziel, dem Querbitter Fjord. Ein von Kletterern noch nie erforschtes Gebiet, mit Felswänden die über 1000 Meter hoch in die Luft ragen.

Die Vision der unberührten Wand
Noch wissen die Alpinisten nicht, wie die Felswand aussieht, die sie bezwingen wollen. Aber sie wissen, dass sie ihren Weg kreuzen wird. Dann werden sie sich für einen der vielen Gipfel im Querbitter Fjord entscheiden und mehr als zwei Wochen in der Felswand leben, klettern und schlafen. Essen und Trinken reicht nur für 16 Tage. Solange haben die Kletterer Zeit, sich ihren vertikalen Traum zu erfüllen.

Die Herausforderungen
Eine besondere Gefahr stellen Eisbären dar, die im Frühjahr die Gegend um den Querbittter Fjord häufig frequentieren. Damit sie die Vorräte des Teams nicht plündern, muss die gesamte Ausrüstung des Expeditionsteams in die ausgewählte Wand hoch gezogen werden. Eine weitere logistische Herausforderung stellt die Trinkwasserversorgung dar. Da den
Kletterern aufgrund der Steilheit der Wand kein Schnee zur Verfügung steht, den sie zum Trinken schmelzen können, muss auch das gesamte gefrorene Wasser (etwa 300 Liter) von
Anfang an mit durch die Wand gezogen werden.

Rauer und mystischer als in Patagonien
Baffin Island liegt zwischen der kanadischen Nordküste und Grönland. Während der Westteil der Insel vorwiegend aus flacher Tundra und Sumpflandschaften besteht, wird ihr Ostteil durch einer Serie tief eingeschneiter Täler gegliedert. Diese münden in die Baffin Bay, ein nördliches
Randmeer des Atlantischen Ozeans zwischen Grönland und dem Kanadisch-Arktischen Archipel. Dort bilden sie eine einzigartige Serie wilder Fjorde, aus denen bis zu 1600 Meter hohe und extrem steile Wände aus Gneis und Granit aufragen. Während die Fjorde unmittelbar östlich
der Siedlung Clyde River bereits von Kletterern besucht wurden, blieben die etwas weiter entfernten Fjorde bis heute unberührt. Ein Traumziel für Kletterer und Abenteurer, das den pakistanischen Trango-Türmen oder den Granitspitzen Patagoniens absolut ebenbürtig ist.

Quelle:
Pressemitteilung Carola Berger


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