Britin scheitert bei Solo-Nordpol-Tour - nach Sturz verletzt
M2b Redaktion am 27.03.2008 - 12:30 Uhr
Noch keine Frau trat den Alleingang zum Nordpol an! Doch Hannah McKeand ließ sich davon nicht abschrecken und wagte im Frühjahr 2008 die Solo-Tour zum nördlichsten Punkt der Erde.
Darüber hinaus wollte sie die Reise auf eine klassische und extrem harte Art und Weise bewältigen. Über eine Strecke von 796 Kilometer wollte sie ihren 120 Kilogramm schweren Schlitten ziehen, angefangen am Rande von Kanada auf dem gefrorenen Arktischen Ozean bis hin zum Expeditionsziel Nordpol. Immerzu abdriftendes Eis, das wahllos auf dem Ozean Richtung Kanada treibt, tiefe Eisspalten und meterhohen Eisschollen, die wie Speere in die Luft ragen erschweren diesen Weg ungemein. Der Plan der Britin sah vor, dass sie 60 Tage unterwegs sein würde - doch nach nur zwei Wochen ist die Expedition gescheitert.
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Verletzung stoppt die Solo-Expedition
Die britische Forscherin war gezwungen, ihre Solo-Tour zum Nordpol wegen einer Verletzung frühzeitig abzubrechen. Hannah McKeand wurde beim Sturz in eine Gletscherspalte verletzt. Nach der Aussage des Managers, Steve Jones, stürzte die 34 Jahre alte Hannah in ein acht Meter tiefes Loch, als Sie versuchte ein Eisblock zu überwinden, um sich eine bessere Aussicht zu verschaffen. Die Folgen des Unfalls waren Verletzungen am linken Bein, sowie am Rücken und der linken Schulter. Es dauerte eine Stunde bis sich die Expeditionistin ein geeignetes Lager aufbauen konnte, um die Nacht im Zelt zu verbringen. Am nächsten Tag wurde ihr klar, dass die gewaltige Strecke unter den Umständen nicht mehr zu bewältigen war. Zwar ist Hannah außer Gefahr, da Sie genügend Nahrung bei sich hat und durch spezielle Kleidung warm gehalten wird, doch ihr Vorhaben ist damit gescheitert. Hannah McKeand ist nicht die einzige Forscherin, die auf der Strecke zum Nordpol aufgeben musste. Nur einer Person, Pen Hadow im Jahr 2003, ist es bisher gelungen, die anspruchsvolle Solo-Tour mit Erfolg zu beenden.
Die Forscherin, die 2006 einen Speedrekord für eine Solo-Tour zum Südpol aufstellte, ist nach Angaben ihres Operation Managers Steve Jones trotz ihres Missgeschicks guter Dinge, ihr Vorhaben bald wiederholen zu können.
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Hannah McKeand im Fokus
Hannah McKeand machte ihren Abschluss an der Lampeter Universität und war anschließend für sieben Jahre die Leiterin im Marketing-Managment. Mit 31 entschied Sie sich schließlich, ihr primäres Ziel zu verfolgen - die Erkundung der Welt. 2001 begab sich die Britin mit einer Expedition in die westliche Wüste an der Grenze zu Ägypten, Libyen und dem Sudan, um dort nach prähistorischen Felsmalereien zu suchen. Hannah hofft, das Sie durch ihr Schreiben, ihre Erzählungen und ihre Erfahrungen in der Welt, die Menschen so weit inspirieren kann, dass sie ihren eigenen Träumen und Zielen nachgehen.
Expeditionen auch als Beruf
Hannah und ihr Mann David gründeten ein Unternehmen (Blizzard), das sich auf Segelexpeditionen spezialisiert. Somit bieten sie Reisen in weit entfernte Orte an. Antarktis, Süd-Georgien, Patagonien und Tierra del Fuego, einschließlich Kap Horn und den Beagle-Kanal kann man mit ihrer Hilfe erreichen und sich an den Wundern der Welt erfreuen. Weitere Infos erhalten Sie auf www.blizzardexpeditions.com
Quelle:
- Pressematerial Clive Allen
- www.adventurehannah.com/