
Karte mit der Route: 750 km in maximal 40 Tagen

Team-Foto

Training auf der Hardangervidda in Norwegen

Parawing-Segeln in Norwegen

Training auf der Hardangervidda in Norwegen

Training auf der Hardangervidda in Norwegen

Training auf der Hardangervidda in Norwegen

Windpark

Training auf der Hardangervidda in Norwegen

Zeltlager Sarek: Im Sarek Nationalpark in Schweden
Expedition: Grönland Transversale 2006
M2b Redaktion am 12.12.2005 - 15:45 Uhr
Als kleines Team werden Martin Hülle, Johannes Lang und Georg Sichelschmidt das grönländische Inlandeis von Ost nach West überqueren. Es ist ihre erste gemeinsame Expedition, bei der sie die unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen nutzen, die sie alle bislang auf früheren Touren erreicht haben. Auf diesem Wege wollen sie die Herausforderung einer Grönland Transversale gemeinsam realisieren und bestehen.
750 Kilometer in 40 Tagen
Ausgehend von der kleinen Siedlung Isortoq an der dünn besiedelten Ostküste will das Dreimann-Team die Eiswüste auf Skiern bis Ilulissat an der Westküste, in der Diskobucht gelegen, überqueren. Völlig auf sich allein gestellt, ohne Depots und mit dem Verzicht auf jegliche Unterstützung von außen, wollen Martin Hülle, Johannes Lang und Georg Sichelschmidt die etwa 750 Kilometer lange Strecke in maximal 40 Tagen zurücklegen. Der Startschuss soll im April 2006 fallen.
Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius
Mehrere Wochen lang werden sie ihre bis zu 100 Kilogramm schweren Pulka-Schlitten durch eine faszinierende und inspirierende Landschaft ziehen. Im Frühjahr, dem Zeitpunkt der Expedition, ist die Landschaft noch komplett verschneit und das Meer an den Küsten gefroren. Die Temperaturen fallen bis auf minus 40 Grad und schwere Stürme mit Windgeschwindigkeiten bis zu 70 Metern pro Sekunde können vom Eisplateau herunterziehen.
Hinweis auf die Effektivität von Windenergie
Gerade dieser Wind spielt jedoch eine besondere Rolle bei dem Unternehmen. Mit der Unterstützung von Parawings, großen Segeln, will sich die Gruppe bei günstigen Verhältnissen über die weitläufige Schneelandschaft ziehen lassen, um so die gewaltige Distanz zwischen den Küsten leichter und schneller zu überwinden. Mit dem Einsatz dieser Parawings und der effizienten Nutzung der natürlichen Windkraft will man außerdem auf die Effektivität von Windenergie hinweisen.
Hintergrundinfo: Grönland
Grönland ist die größte Insel der Welt. An der von tiefen Fjorden eingeschnittenen Küste leben nur etwa 55.000 Menschen inmitten einer gewaltigen arktischen Natur. Das Innere Grönlands ist unbewohnt und komplett von Eis bedeckt, welches das Land zu 85 Prozent einnimmt und stellenweise bis zu 3.000 Meter dick ist. So weit das Auge reicht, erstreckt sich die weiße Weite beinahe endlos in alle Himmelsrichtungen und bildet die größte Festland-Eismasse auf der Nordhalbkugel.
Würde der gesamte Eisschild Grönlands abschmelzen, dann stiege der Meerwasserpegel weltweit um sieben Meter. Auch das Klima in Mittel- und Nordeuropa wird maßgeblich von den Bedingungen über dem grönländischen Inlandeis bestimmt. Wo sich dieses Inlandeis der Küste nähert, fließen Gletscher hinab zum Meer, große Stücke brechen dort ab und treiben als Eisberge auf dem Wasser weiter.
Gravierende Klimaänderungen in der Arktis schon jetzt sichtbar
In der Arktis vollziehen sich jedoch gegenwärtig die schnellsten und gravierendsten Klimaänderungen auf der Welt. Die Eisdecke Grönlands schrumpft, das Eis auf den Fjorden wird immer dünner oder es bildet sich erst mit monatelanger Verspätung. Dadurch verkürzt sich der Zeitraum, in dem das Eis mit Hundeschlitten zu befahren ist und den Grönländern wird der Weg für ihre traditionelle Jagd versperrt. Sie sind die ersten Menschen, die ihr Leben aufgrund des Klimawandels fundamental werden ändern müssen.
Im Laufe der nächsten hundert Jahre wird das Tempo dieses Klimawandels noch zunehmen und zu bedeutenden physikalischen, ökologischen, sozialen und ökonomischen Veränderungen führen, von denen einige bereits begonnen haben. Der Klimawandel in der Arktis führt zu einem globalen Temperaturanstieg und zu steigendem Meeresspiegel mit erheblichen Folgen für den Rest der Welt.
Verbrennung fossiler Energieträger muss reduziert werden
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, muss die Verbrennung fossiler Energieträger reduziert werden - ansonsten wird sich die Nordpolarregion weiterhin nahezu doppelt so schnell aufheizen wie der Rest des Planeten. Ein unumstrittenes Konzept dazu sind Energieeinsparung, Energieeffizienz und ein konsequenter Ausbau regenerativer Energien.
Die Grönland Transversale 2006 wird die günstigen Windverhältnisse auf dem Inlandeis Grönlands nutzen und so die Effizienz dieser Energieform direkt an Ort und Stelle, dort wo die erwärmte Erde deutlich sichtbar wird, nachvollziehbar demonstrieren.
Weitere Informationen
Unter
www.groenland2006.de erhalten Sie weitere Informationen über die "Grönland Transversale 2006". Bis zum Beginn der Expedition im April 2006 werden wir Sie zudem auf Mountains2b.com mit allen nötigen Hintergrundinformationen über die Expedition versorgen. Während der Expedition dürfen wir über dies hinaus in Form von Tagebucheinträgen und Bildern zeitnah am Geschehen in Grönland teilhaben.
Quelle
Martin Hülle
www.groenland2006.de
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