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Expedition Pakistan: Mit dem Kajak vom Nanga Parbat

M2b Redaktion am 28.11.2007 - 15:14 Uhr

Der "Nanga Parbat", auch als Diamir (Könige der Berge) oder "Schicksalsberg der Deutschen" bekannt, gehört zu den 14 höchsten Bergen dieser Erde. Mit seinen 8125 Metern ist der Nanga Parbat der zweithöchste Berg Pakistans. Die Tiroler Extremsportler Bernhard Mauracher und Bernhard Steidl wollen diesen Riesen im Frühjahr 2008 zunächst erklimmen, um anschließend eine Abfahrt auf Skiern aus der Todeszone und eine Sturzfahrt mit dem Kajak am Abfluss des Gletschers zu wagen.

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Bereits 2006 und 2007 in Pakistan
Im Frühjahr 2006 versuchte eine Tiroler Bergführer-Expedition, geleitet von Bernhard Mauracher, schon einmal die Besteigung des Nanga Parbat. Damals zwang der Berg die unermüdlichen Sportler in die Knie. Neuschnee und Lawinen zwangen das Team zur Aufgabe. 2007 besuchte Mauracher erneut das Himalaja Gebirge. Dieses Mal stand das Wildwasser-Paddeln auf dem Programm. Das Team konnte einige Erstbefahrungen in Kashmir und Pakistan verbuchen. Weiterhin bewältigten sie eine 25 Kilometer lange extrem schwierige Wildwasserroute am Indus und konnten diese Strecke neu eröffnen.

Erstbefahrung des Astor Rivers
Im westlichten Teil des Himalajas entspringt der Astor River. Eine Befahrung dieses reissenden Stroms wurde bislang noch nicht gewagt. Im Jahr 2008 soll sich dies ändern. Bernhard Mauracher und Bernhard Steidl wollen zunächst mit einem Tiroler Bergsteiger-Team den Nanga Parbat mit seinen 8125 Metern bezwingen. Eine gefährliche 7000 Meter lange Skiabfahrt aus der Todeszone wird den ersten Teil des "Abstiegs" bilden - die Eisflanken des "Diamir" gehören zu den schwierigsten der Welt. Anschließend soll eine Strecke mit dem Kayak zurückgelegt werden. Das Kajak-Team, bestehend aus Bernhard Steidl, Bernhard Mauracher, Peter Fink (33) aus Tirol und Ron Fischer (23) aus der Schweiz, wird das extrem schwere Wildwasser des Astor Rivers bekämpfen. Das Team wird versuchen durch zwei gefährlichsten Schluchten des Astor River zu paddeln, die Stromschnellen und Wasserfälle beherbergen.

Das Expeditionsteam
Leiter der Expedition:
Bernhard Mauracher 28 Jahre aus Zell am Ziller (Tirol)
Bernhard Steidl 23 Jahre aus Ampass (Tirol)

Das Kajak Team:
Peter Fink 33 Jahre aus Tirol
Ron Fischer 23 Jahre aus der Schweiz

Alle Teammitglieder gehören zu der Welt-Elite der Expeditions-Wildwasserfahrer und können Erstbefahrungen in der ganzen Welt vorweisen.

Geschichte des Berges
Die deutschen Gebrüder Schlagintweit entdeckten den Nanga Parbat im Jahr 1854. Unter Bergsteigern und Alpinisten gilt der Gigant als einer der am schwierigsten zu besteigenden Berge überhaupt. Der Berg kostete schon vielen Bergsteigern das Leben. Beim Nanga Parbat ist selbst auf der Normalroute mit lebensgefährlichen Lawinen- und Steinschlägen zu rechnen.
Der britische Extremsportler Albert F. Mummery gilt als einer der besten Kletterer seiner Zeit. Um die Jahrhundertwende versuchte er als Erster die Besteigung des Nanga Parbat. Doch Mummery und sein Team kehrten niemals vom Eisriesen zurück und gelten bis heute als verschollen. Viele deutsche Kletterer versuchten sich zwischen den Weltkriegen an dem Berg, doch alle scheiterten und viele verloren ihr Leben. Aufgrund der zahlreichen deutschen Opfer bekam der Berg seinen Beinamen "Schicksalsberg der Deutschen".
Die berühmten Kletter Brüder Günther und Reinhold Messner fühlten sich ebenfalls von dem Berg im Jahr 1970 angezogen. Günther wurde beim Gipfelabstieg von einer Lawine verschüttet und nur Reinhold konnte ins heimische Österreich zurückkehren. Erst 35 Jahre später konnte die Leiche von Günther Messner geborgen werden. Bergsteiger entdeckten die Leiche in der Nähe des Diamir-Basislagers auf 4.600 Metern Höhe.

Es bleibt abzuwarten, welche Geschichte der Berg für die Tiroler Mauracher und Steidl bereit hält. Mountains2b.com wird Sie auf dem Laufenden halten.

Sponsoren gesucht
Die Expeditionsteilnehmer suchen noch nach Sponsoren für ihre waghalsige Aktion am Nanga Parbat. Interessenten können sich auf der Homepage www.bernhardmauracher.at informieren.

Quelle:
- Bernhard Mauracher
- www.br-online.de
- www.alpinclub.com


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