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Gerlinde im Aufstieg am Gasherbrum I auf 7.000 Meter nach Lager III

2005: Gerlinde im Zustieg der Shisha Pangma Südwand

Gerlinde Kaltenbrunner

Gerlinde Kaltenbrunner

Gerlinde Kaltenbrunner

Ralf Dujmovits

Gerlinde Kaltenbrunner

Gerlinde Kaltenbrunner auf dem Weg zu ihrem neunten Achttausender-Hauptgipfel

M2b Redaktion am 03.04.2006 - 11:00 Uhr

Am 03. April 2006 bricht die österreichische Profibergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner zum dritthöchsten Berg der Erde, dem Kangchendzönga im Osten Nepals, auf. Sie will den 8.586 Meter hohen Gipfel des Himalaja-Riesens im Alpinstil über die Route der Erstbegeher über die Südseite des Berges erreichen.

Ankunft am Basislager Mitte April geplant
Kaltenbrunner und ihr Expeditionsteam, bestehend aus Deutschlands erfolgreichstem Höhenbergsteiger und Gerlinde's Lebens- und Bergpartner Ralf Dujmovits, sowie dem Japaner Hirotaka Takeuchi und dem finnischen Spitzenbergsteiger Veikka Gustafsson, werden das südseitige Basislager am Fuße des Berges auf 5.400 Metern Höhe Mitte April 2006 erreichen. Zur Akklimatisierung wird die Extrembergsteigerin mit ihrem Team den 7.353 Meter hohen Kabru oder den 7.349 Meter hohen Mt. Talung besteigen, die beide vom Basislager aus erreicht werden können.

Gipfelversuch am Kangchendzönga im Alpinstil
Der Gipfelversuch am Kangchendzönga über die anspruchsvolle Route der Erstbegeher erfolgt im Alpinstil - keine Fixseile, die bereits im Vorfeld an schwierigen Passagen angebracht werden, keine Hochträger, kein zusätzlicher, künstlicher Sauerstoff. "Der Alpinstil ist für mich die schönste und ehrlichste Form des Bergsteigens. Sobald das Wetter es zulässt, beginnt der Aufstieg ohne vorherige Erkundungstouren, oder bereits eingerichtete Hochlager. Biwaks im Auf- und Abstieg sind vorgesehen," gibt die 35-Jährige Einblick in ihre Bergphilosophie.

Bestiegung des Lhotse anversiert
Nach der Besteigung am "Kantsch" - übersetzt die "Fünf Schatzkammern des großen Schnees" - plant Kaltenbrunner eine Besteigung des 8.501 Meter hohen Lhotse im Everestgebiet des Himalaja. Mit acht bestiegenen Achttausender-Hauptgipfeln und insgesamt zehn Gipfeln über 8.000 Metern ist Gerlinde Kaltenbrunner die derzeit erfolgreichste Höhenbergsteigerin weltweit. Ihr Ziel ist es, in den kommenden Jahren alle vierzehn Achttausender-Hauptgipfel der Erde im Alpinstil zu besteigen.

Erster Versuch am Kangchendzönga bereits 2003
Bereits 2003 startete Gerlinde Kaltenbrunner gemeinsam mit Ralf Dujmovits ihren ersten Versuch am Kangchendzönga über die Nordseite des Berges - eine der größten Massenerhebungen der Erde. Nach zweimonatigem Warten auf ein Wetterfenster musste der Versuch jedoch aufgrund schwieriger Wetterbedingungen auf 7.200 Metern abgebrochen werden. Schon damals faszinierte der Berg Gerlinde Kaltenbrunner mit seiner Massivität und seinen imposanten Routen.

Die geplante Route 2006
Der Aufstieg über die Route der Erstbegeher an der Südseite des "Kantsch" erfolgt über den Yalung-Gletscher und den Westsporn auf einen Höcker, den sogenannten "Hump". Von dort geht der Weg über einen Eisbruch auf das Gletscher-Plateau "great shelf" und folgt einer Fels-Eisformation bis zur so genannten "Sichel". Vom Ende der "Sichel" auf 8.200 Metern, wo die Erstbesteiger ihr letztes Lager aufgeschlagen hatten, führt der Weg sehr steil über Fels und Eis bis zum Gipfel.

Nur "wenige" Gipelerfolge am Kangchendzönga bisher
Der Kangchendzönga wurde nach mehrmaligen Gipfelversuchen schon während der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert erst im Jahre 1955 durch eine britische Expedition unter der Leitung von Charles Evans über die Südseite erstbestiegen. Seit damals betraten nur 196 Menschen den Gipfel des Kangchendzönga. Am höchsten Punkt der Erde, dem Mount Everest, standen vergleichsweise 2.500 Bergsteiger und Bergsteigerinnen.

Expeditions-Weblog und -SMS
Live an den Abenteuern teilhaben können Interessierte über das aktuelle Online-Journal www.expedblog.com live aus dem Kangchendzönga- und Lhotse Basislager. Informationen und Eindrücke über den Anmarsch zum Basislager, Akklimatisationsberge, Alltagsleben im Basislager und die einzelnen Etappen der Besteigung des Kangchendzönga sowie des Lhotse können dort regelmäßig nachgelesen werden. Außerdem kann man erstmals auch mobil live bei der Expedition dabei sein: Mit einem SMS-Abo oder einem SMS + Bild-Abo werden Nachrichten und Eindrücke direkt und persönlich vom Expeditionsteam versandt. Der Expeditionsverlauf kann live und ortsungebunden mitverfolgt werden.

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Gerlinde Kaltenbrunner's Gipfesammlung
1994: Broad Peak (Vorgipfel, 8.041 m)
1998: Cho Oyu, Nepal / Tibet (West, 8.201m)
2000: Shisha Pangma, Tibet (Central Gipfel, 8.008m)
2001: Makalu, Nepal (8.463m)
2002: Manaslu, Nepal (8.163m)
2003: Nanga Parbat, Pakistan (Kienshofer Route, Diamirflanke, 8.125m)
2004: Annapurna I (Franzosenroute, 8.091m)
2004: Gasherbrum I, Nepal (Japanercouloir, 8.068m)
2005: Shisha Pangma, Tibet (8.013m über die Südwand)
2005: Gasherbrum II, Pakistan (8.035m)

Quelle und Kontakt
Mag. Nathalie Steinlechner
agentur geocommunication
4831 Obertraun 65
eMail:


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