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Glowacz und Jasper auf einer Reise ins Ungewisse

M2b Redaktion am 18.04.2008 - 12:21 Uhr

Noch unentdecktes Terrain liegt bei der nächsten Expedition vor Stefan Glowacz und Robert Jasper. Die beiden Extremkletterer starten am 20. April 2008 mit einem fünfköpfigen Team nach Baffin Island, einer Insel, die sich zwischen der kanadischen Nordküste und Grönland befindet. Hauptaugenmerk der Gruppe liegt nicht nur auf der klettertechnischen Herausforderung, sondern im Entdecken noch unberührter Gebiete. Es ist der Nervenkitzel und das völlig Unbekannten, was Stefan Glowacz und Robert Jasper vorantreibt.

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Es gibt noch Orte, die noch nie von Menschenfüßen betreten wurden
Das Team wird sich sieben Wochen fernab der Zivilisation durch die Tundra der Arktis kämpfen. Die fünftgrößte Insel unserer Erde wurde in den neunziger Jahren von dem amerikanischen Fotografen Eugene Fisher mehrfach überflogen. Er machte zahlreiche Luftaufnahmen der unentdeckten Felsjuwelen, die an der Ostküste Baffin Islands nun auf die neue Kletter-Generation warten. Der Westteil der Insel besteht vorwiegend aus flacher Tundra und Sumpflandschaften. Der Ostteil hingegeben bildet durch eine Serie tief eingeschneiter Täler eine einzigartige Welt wilder Fjorde, aus denen bis zu 1600 Meter hohe und extrem steile Wände aus Gneis und Granit aufragen, die den pakistanischen Trango-Türmen oder den Granitspitzen Patagoniens absolut ebenbürtig ist.

Auf den Spuren der Inuits
Die Anreise der abenteuerfreudigen Gruppe erfolgt über die Siedlung Clyde River weiter nach Pond Inlet. Mit Scouts der ortsansässigen Inuits wird das Team zu den 240 Kilometer entfernten Fjorden aufbrechen. Das Team bewegt sich in den sieben Wochen hauptsächlich mit Schlitten und Snowkites vorwärts, allerdings fahren sie die Ostküste auch mit Schneemobilen, der einheimischen Jäger, ab. Über das zugefrorene Meer geht es zu dem ausgewählten Ziel, dem Querbitter Fjord. Dort wartet ein nie erforschtes Gebiet mit über 1000 Meter hohen Felswänden.

Was erwartet uns?
Noch weiß das Team um Jasper und Glowacz nicht, was auf sie zukommt. Angekommen an den Felswänden der Insel, werden sie sich eine Wand der vielen Gipfel heraussuchen, um eine neue Freikletteroute zu erschließen. Die Tour wird hart und beschwerlich. Auf das Team warten zwei lang anhaltende Wochen in der Felswand – dort müssen sie leben, klettern und schlafen. Der mitgebrachte Proviant wird für nur 16 Tage reichen, solange hat das Team Zeit, sich ihren vertikalen Traum zu erfüllen.
Eine gewaltige Gefahr stellen die Eisbären dar, die im Frühjahr die Gegend um den Querbittter Fjord unsicher machen. Damit die Vorräte der Gruppe nicht geplündert werden muss das gesamte Gepäck mit hochgezogen werden. Weiterhin ist die Steilheit der Wand ein Problem. Dort steht kein Schnee zur Verfügung, und so ist es unmöglich Trinkwasser durch Schmelzen des Schnees herzustellen. So muss das gesamte gefrorene Wasser (ca. 300 Liter), ebenfalls durch einen enormen Kraftakt die Wand, hinaufgezogen werden.

Straßen? Fehlanzeige!
Die Fortbewegung auf Baffin Island ist saisonabhängig - entweder zu Fuß, mit Schlitten oder mit Schneemobilen. Auf der Rückreise wird auf die Benutzung von Schneemobilen verzichtet. Die 340 Kilometer lange Strecke wird ausschließlich mit Snowkites und Skiern zurückgelegt, wobei die Ausrüstung auf Schlitten hinterher gezogen wird. Ziel ist die Inuit Siedlung Clyde River. Die eingeplanten zwei Wochen für den Rücktrip in der klirrenden Kälte des arktischen Kanadas werden dem Expeditionsteam nochmals alles abverlangen.

Das fünfköpfige Team
- Stefan Glowacz ist 42 Jahre alt und gehört nach einer Karriere als Wettkampfkletterer zu den den besten Kletterern der Welt. Heute widmet er sich Expeditionen in die entlegensten Winkel der Erde. Ihm gelangen Erstbegehungen in Venezuela, Patagonien, Grönland, Kanada und in der Antarktis. Er ist Buchautor, begehrter Vortragsredner sowie Referent für Führungskräfte und
Nationalmannschaften (Fußball, Hockey, Turnen).

- Robert Jasper ist 38 Jahre alt. Er gehört zur Weltelite der Extrembergsteiger. Jasper vollbringt Höchstleistungen in sämtlichen Spielarten des Bergsteigens, vom modernen Eis- und Mixedklettern bis hin zu Expeditionen im Himalaya, in Alaska, Kanada und Patagonien. Bekannt wurde er durch schwierigste Erst- und Solobegehungen in den Alpen.

- , 45, ist ein Allroundtalent. Im Fels klettert er im zehnten Schwierigkeitsgrad, fliegt Gleitschirm und fährt Kajak auf höchstem Niveau. Er ist der ruhende Pol des Teams.

- Klaus Fengler, 41, ist Spezialist in Sachen Natur- und Kletterfotografie. Die Bilder des erfolgreichen Kletterers erscheinen regelmäßig in internationalen Zeitschriften. Seit sieben Jahren begleitet er die Expeditionen von Stefan Glowacz, unter anderem nach Mexico, Kenia, Patagonien und Venezuela.

- Mariusz Hoffmann, 42, ist durch seinen unglaublichen Willen und aufgrund seiner Expeditionserfahrung der Mann für alle Fälle. Als Computerspeziallist wird er sich vorwiegend um die Navigation und um den Kontakt zur Zivilisation kümmern.

Die Geschehnisse können Sie ab dem 18.4.2008 unter
www.baffinexpedition.com live verfolgen.

Quelle
- Pressemitteilung Carola Berger



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