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Karl Unterkircher und seine Freunde

Nanga Parbat

Nanga Parbat Besteigung

Basislager am Nanga Parbat

Nanga Parbat

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Nanga Parbat

Kammerlander und Unterkircher

Todeszone

Hoffnung für Bergsteiger am Nanga Parbat

M2b Redaktion am 21.07.2008 - 14:03 Uhr

Walter Nones und Simon Kehrer werden aller Vorraussicht nach das Drama am Nanga Parbat gut überstehen. Den beiden Extrembergsteigern, für die eine beispiellose Rettungsaktion organisiert worden war, gehe es gut. Dies teilten sie über ein Satellitentelefon den Rettungskräften mit, die dieses von einem Hubschrauber aus abgeworfen hatten.

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Freund und Kamerad verloren
Die beiden Expeditionisten sind seit mehreren Wochen am Nanga Parbat und wollten mit ihrem Führer und Freund Karl Unterkircher die Rakhiot-Eiswand bezwingen. Am Dienstag war Karl Unterkircher in etwa 6400 Meter Höhe auf einem Schneebrett abgerutscht und in eine Gletscherspalte gefallen. Nones und Kehrer gelang es nicht, Unterkircher aus der dramatischen Lage zu befreien. Per Satellitentelefon hatten sie lediglich noch mitteilen können, dass sie weiter steigen würden, da ein Abstieg und die Bergung von Unterkircher nicht möglich seien. Dann waren die Batterien des Telefons leer und jeglicher Kontakt abgebrochen.

Rettungsaktion für Nones und Kehrer
In einer von Silvio Mondelli und Maurizio Gallo, beide erfahrene Achttausender-Bergsteiger, initiierten Rettungsaktion war es aufgrund des miserablen Wetters zunächst nicht gelungen, die beiden Bergsteiger per Helikopter zu bergen. In mehreren Versuchen schafften es die Rettungskräfte aber, für die in etwa 7000 Meter Höhe gesichteten Nones und Kehrer ein neues Satellitentelefon und Verpflegung abzuwerfen. Wie italienische Medien berichten, gaben beide im Anschluss durch, dass sie am Montag mit dem Abstieg über die Bhul-Route beginnen würden und guten Mutes seien, das Basislager zu erreichen.

Unterkirchers Bergung ausgeschlossen
Hilfe für den Italiener Karl Unterkircher kann auch mit einem Hubschrauber nicht geleistet werden, da die Rakhiot-Eiswand extrem steil ist und die Gletscherspalte nicht zu erreichen ist. Zudem ist nahezu ausgeschlossen, dass der Alpinist noch lebt. Karl Unterkircher war 2004 der erste Bergsteiger, der die zwei höchsten Gipfel der Welt, den Mount Everest und den K2 in derselben Saison ohne Sauerstoffflasche bestiegen hat. Er schaffte dies in 63 Tagen. Unterkircher hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

Auf der Homepage von Karl Unterkircher trauert seine Frau Silke um einen der besten Bergsteiger der heutige Zeit: "Karl lebte ein etwas anderes Leben und ich liebte ihn gerade deswegen, wegen seines Mutes die eigenen Träume zu leben, wegen seiner Willensstärke und wegen der Ruhe die er ausstrahlte. Mit seinen 38 Jahren hat Karl ein außergewöhnlich bewegtes und intensives Leben geführt. Ich bin so dankbar dafür, dass ich mit ihm fast zwölf Jahre Glück und Leid teilen durfte. Unser geliebter Karl ruht nun dort oben, in seiner Welt, glücklich und frei. Ich bin sicher, dass er mich und unsere Kinder von dort oben mit seiner sicheren Hand lenken wird."


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