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Der Cerro Torre

Markus Pucher

Toni Ponholzer

Österreicher auf dem Weg zur Erstbesteigung des Cerro Torre

M2b Redaktion am 07.01.2008 - 10:26 Uhr

Ein Zwei-Mann-Team, bestehend aus dem 31-jährigen Kärntner Markus Pucher und dem Osttiroler Toni Ponholzer aus Debant, will den Cerro Torre in Südamerika besteigen. Das Besondere daran: Es wäre die offizielle Erstbesteigung des 3166 Meter hohen Berges über die Nordwand.

Die "Maestri-Egger"-Route
Am 10 Januar 2008 soll die Expedition der beiden Kletterbegeisterten beginnen. In einem Zeitraum von sieben Wochen wollen die Kletterspezies an der Nordwand die "Maestri-Egger"-Route erklimmen und den Gipfel erreichen.
Dort stoßen sie auf die imposante Granitnadel im patagonischen Inlandeis an der argentinisch-chilenischen Grenze.

Ist dies die Erstbesteigung?
Im Jahr 1959 soll der Italiener Cesare Maestri und der Österreicher Toni Egger den Berg über die Nordwand erstmals bestiegen haben. Doch während des Abstiegs wurde Egger von einer Eislawine erfasst und stürzte in den Tod. Egger war im Besitz der Kamera, die auch das Gipfelfoto enthielt. Aus diesem Grund konnte Maestri die Besteigung niemals nachweisen. Für manche ist er ein traumhaft schöner Berg aber unter Kletterern gilt er als einer der größten Herausforderungen. "Ohne Toni wäre ich nie auf die Idee gekommen, zum Cerro Torre zu reisen. Er hat mich damals während meiner Durchsteigung der Amerikaner-Route an der Dru-Westwand angerufen, da er einen verlässlichen Kletterpartner für seine Expedition suchte. Seitdem hat mich dieser Berg gepackt", so der gebürtige Maltataler Markus Pucher, der bereits fünf Mal am Fuße des Traumberges stand. "Die Nordwand ist praktisch Tonis Hausberg. Er kennt sie fast wie seine Lienzer Dolomiten in denen er viele Erstbegehungen unternommen hat."

Die Expedition
Den Anstoß zu der Mission ging von Toni Ponholzer aus. Für ihn wäre es bereits die sechste Patagonien-Expedition - bei dieser soll es endlich klappen. Er war damals auf Markus Pucher zugekommen, als dieser an der Amerikaner-Route an der Dru-Westwand zugange war. Auf der Suche nach einem verlässlichen Partner hat er nun Markus Pucher gefunden. Insgesamt drei Jahre seines Lebens verbrachte Toni bereits in Patagonien, musste jedoch in aussichtsreichen Situationen aufgrund von schlechtem Wetter alle Expeditionen abbrechen. Auf den Spuren von Egger möchte Ponholzer endlich den Gipfel über die Nordwand erreichen und Hinweise auf die Erstbesteigung suchen. Im März 2006 schafften es die beiden es bereits im Duett bis 200 Meter unter den Gipfel. Aber auch damals, machte das Wetter den beiden Extrembergsteigern einen Strich durch die Rechnung.

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Erste Solo-Nachbesteigung gescheitert
2005 wagte sich Markus Pucher an die erste Solo-Nachtbesteigung der Kompressorroute Maestris. Drei Seillängen vor dem ersehnten Ziel beendete wiederum das Wetter das Unternehmen.

Dieses Mal wird das zweier Gespann zu jeder Tageszeit aufbrechen, wenn es das Wetter zulässt. Nach einer 50 bis 60 stündigen Nonstop-Kletterei sollte das ersehnte Ziel erreicht werden können.

Aktuelle News:
- www.markus-pucher.com


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