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Aufstieg Nanga Parbat

Markus Amon

Bernard Mauracher

Gerhad Wegmair

Andreas Hanser

Andreas Neuschmid

Nanga Parbat

Route Nanga Parbat 2006

Österreichische Nanga Parbat Expedition 2006

M2b Redaktion am 31.03.2006 - 11:30 Uhr

Anfang Mai 2006 wird ein fünfköpfiges österreichisches Bergführerteam eine Expedition auf den 8.125 Meter hohen Nanga Parbat im Norden Pakistans beginnen. Die Anreise erfolgt von Wien nach Islamabad. Nach den Formalitäten in Pakistans Hauptstadt geht es mit Jeeps über den Karakorum Highway zuerst ins Hunza Tal (nördliches Pakistan) zur Akklimatisierung. Drei Wochen später wechseln die Expeditionsteilnehmer ins Basislager des Nanga Parbat. Dort haben sie fünf Wochen Zeit, den wohl schwierigsten 8.000er der Welt zu besteigen. Die Begehung soll "by fair means", das heißt im Alpinstil, ohne künstlichen Sauerstoff, Hochträger und aufwändig fix eingerichtete Hochlager, erfolgen.

Das Team
Das Expeditionsteam besteht aus dem 43-jährigen Gerhard Wegmair aus Tulfes in Tirol, dem 44-jährigen Andreas Neuschmid aus Innsbruck, dem 32-jJährigen Markus Amon aus Salzburg, dem 33 Jahre alten Andreas Hanser aus Kals in Osttirol und dem mit 27 Jahren jüngsten im Bunde, Bernhard Mauracher, aus Zell am Ziller.

Alle Fünf kennen sich bestens in den Bergen aus. Wegmair, Neuschmid, Amon und Hanser sind staatlich geprüfte Berg- und Skiführer. Mauracher ist Pistenretter und Bergspezialist. Außerdem können einige Teammitglieder mit Expeditionserfahrung aufwarten: Wegmair und Amon waren bei der Nanga Parbat Expedition 2004 dabei. Hanser war, ebenfalls im Jahr 2004, auf dem dritthöchsten Berg der Erde, dem 8.586 Meter hohen Kanchenjunga zwischen Nepal und Indien.

Die Route
Vom Basislager an der Westseite des Nanga Parbat aus, dem Diamirtal, führt die geplante Route am Berg durch die Westwand, auch Diamirwand genannt. Obwohl sie als objektiv sicherster Anstieg auf den Gipfel gilt, bietet sie im Fels dennoch Schwierigkeiten bis zum oberen fünften Grad und lange steile Eispassagen mit Steigungen von bis zu 60 Grad. Auf dem Weg nach oben sind drei bis vier Lager geplant. Die schwierigsten Passagen sollen mit Fixseilen gesichert werden.

Nanga Parbat - Geographie und Begehungsgeschichte
Der Nanga Parbat ("Nackter Berg"), auch als Diamir ("König der Berge") bekannt, am Ende des westlichen Himalaya gelegen, ist die größte sichtbare, freistehende Massenerhebung der Erde. Der Höhenunterschied vom 25 Kilometer entfernten Industal beträgt circa 7.000 Meter. Die sich gegen Süden richtende Wand ("Rupal-Flanke") ist mit 4.500 Metern die welthöchste Gebirgswand. Der neunthöchste Gipfel der Erde besteht hauptsächlich aus Graniten und Gneissen.

Den ersten Besteigungsversuch unternahm 1895 der damals beste Kletterer Englands, Albert F. Mummery - und wurde das erste alpine Opfer des Nanga Parbat. Nach 31 weiteren Toten und 58 Jahren Anrennens auf den Gipfel gelang schließlich am 03. Juli 1953 dem Österreicher Hermann Buhl in einem 41-stündigen Alleingang die Erstbesteigung. Der Bann des "deutschen Schicksalsberg" war gebrochen. Dennoch forderte die "Eroberung" unzählige Todesopfer und noch heute sterben Menschen beim Versuch, den höchsten Punkt des Nanga Parbat zu erreichen.

Laufende Berichterstattung
Mountains2b wird Sie in regelmäßigen Abständen über die Expedition auf dem Laufenden halten. In Form von ständig aktualisierten Tagebucheinträgen der Teilnehmer werden wir über den jeweiligen Stand der Dinge berichten.

Zu den bisher veröffentlichen Tagebucheinträgen gelangen Sie hier. Außerdem erhalten Sie auf der Expeditionsseite www.nangaparbat06.at weitere Hintergrundinformationen zu dem Projekt.

Kontakt
Markus Amon
Zellerstraße 14/2
5751 Maishofen
Tel. +43/664/613 69 76
E-Mail:

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