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Skirunning vor der Nordwand des Pik Lenin

Advanced Basecamp

Funkverkehr vor der Lenin-Nordwand

Mitten in der Nordwand des Pik Lenin

Tiefblick in die Lenin-Nordwand

Am Gipfel, 7.134 Meter

Das Bergsteigerpaar Stitzinger und von Melle am höchsten Punkt

Rasante Skiabfahrt durch die Lenin-Nordwand

Speed-Begehung - In weniger als zehn Stunden auf den Pik Lenin

M2b Redaktion am 17.09.2007 - 13:05 Uhr

Luis Stitzinger, Alpinsportler aus Höhenkirchen bei München, hat nach seiner schnellen Begehung des Aconcagua (6.962 Meter) im Januar, eine weitere Hochgeschwindigkeitsbegehung an einem Weltberg zu verzeichnen: In weniger als zehn Stunden erreichte der 38-Jährige über die Nordwand den 7.134 Meter hohen Gipfel und fuhr mit Ski wieder ab zum Basislager (4.450 Meter).

DAV Summit Club Expedition auf den Pik Lenin
Der zweithöchste Gipfel des zentralasiatischen Pamir-Gebirges ist seit Jahren ein beliebtes Ziel der internationalen Bergsteiger. Tadschikistan und Kirgisistan teilen sich den massigen Grenzberg. Zahlreiche Routen führen von jeder Seite auf den Siebentausender, die anspruchsvollsten über die steile Eismauer der Nordwand.
Der Bergführer Stitzinger leitete eine DAV Summit Club Expedition auf den Pik Lenin, dabei erreichte auch seine Lebensgefährtin Alix von Melle den Gipfel. Drei Tage später nutzte der Alpinsportler kurz entschlossen ein knappes Schönwetterfenster, um vom vorgeschobenen Basislager (ABC, 4.450 Meter) aus einen Speed-Versuch über die Nordwand des Berges anzusetzen. Diese baut sich als imposante Eismauer 1500 Meter hoch über dem Leningletscher auf. Mit einer Durchschnittsneigung von 40 bis 50 Grad ist sie zwar keine Steilwand der extremen Sorte, doch ein optimales und anspruchsvolles Ziel für eine geradlinige Begehung und Skibefahrung. "Zahlreiche Serac-Riegel versperren in der Firn- und Eiswand den Weg zum Gipfel, so dass sowohl eine überlegte Routenführung als auch ein rasches Vorwärtskommen gefragt sind", so Stitzinger.

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In acht Stunden und 43 Minuten am Gipfelkreuz
Nach einem frühen Aufbruch am Morgen des 24. August und zunächst rasantem Fortschreiten bei besten Verhältnissen, wurde der Bergsportler ab 5300 Metern von zunehmend tiefer werdendem Schnee eingebremst. Nachdem die Steilpassagen in teils knietiefer Spurarbeit überwunden waren, kamen schließlich die Ski bis zum Gipfel zum Einsatz. Bei 8:23 Stunden blieb die Stoppuhr schließlich beim "Anschlagen" am Gipfelkreuz stehen. "Das besagte Gipfelkreuz ist eine hölzerne Handarbeit des Spalter Pfarrers Andreas Hanke. Erst wenige Tage zuvor wurde es feierlich eingeweiht und dürfte eines der höchsten Gipfelkreuze der Weltberge sein", erzählt der Höhenkirchener.

Abfahrt über die Nordwand
Da aufziehendes Schlechtwetter die Sichtverhältnisse zunehmend beeinträchtigte, machte sich Stitzinger schon kurze Zeit später an die Abfahrt über die direkte Nordwand. In 1:12 Stunden umkurvte er die zahlreichen Hängegletscher, durchfuhr den Eisbruch und erreichte in einem Endspurt das ABC-Lager auf der Seitenmoräne des Leningletschers, alles in unter zehn Stunden. Gewöhnlich benötigen Expeditionsbergsteiger nach erfolgter Akklimatisation vier Tage und zwei Hochlager für Auf- und Abstieg an dem Siebentausender.

Als nächstes einen Achttausender
Als nächstes großes Ziel möchte sich der 38-jährige Extremsportler im kommenden Jahr wieder einen Achttausender vornehmen, voraussichtlich eine "Linie an einem Karakorum-Riesen in Pakistan". Dabei ist ihm nicht nur Geschwindigkeit wichtig. "Der Faktor Speed ist hauptsächlich Mittel zum Zweck", betont Stitzinger. Ihm geht es vornehmlich um eine anspruchsvolle, ästhetische und stilreine Skiabfahrt von einem der höchsten Berge der Erde.


Quelle
Pressemitteilung vom 01. September 2007
Wortwerk Allgäu
Verena Stitzinger



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