Aktuelles/News/Expeditionen

Nanga Parbat

Nanga Parbat

Nanga Parbat

Route Nanga Parbat 2006

Markus Amon

Bernard Mauracher

Gerhad Wegmair

Andreas Hanser

Andreas Neuschmid

Start zur Nanga Parbat Expedition erfolgt

M2b Redaktion am 12.05.2006 - 11:46 Uhr

Das fünfköpfige österreichische Expeditionsteam um Gerhard Wegmair, Andreas Neuschmid, Markus Amon, Andreas Hanser und Bernhard Mauracher hat seine Expedition begonnen. Von Wien ging es dabei zunächst über Pakistans Haupstadt Islamabad bis nach Chilas.

'By fair means auf 8.125 Meter
Die Bergführer wollen den 8.125 Meter hohen Nanga Parbat besteigen, den vermeintlich schwierigsten 8.000er der Welt. Dabei verzichten sie auf künstlichen Sauerstoff oder Träger. Nach einer Akklimatisierungsphase im Hunza Tal im nördlichen Pakistan, für die drei Wochen eingeplant sind, hat das Expeditionsteam fünf Wochen Zeit für die Eroberung des Gipfels Zeit. Mountains2b.com berichtet in regelmäßigen Abständen in Form der Tagebucheinträge der Teilnehmer über die Tour der Österreicher.

Eintrag vom 7. Mai
Endlich geht´s los!

Wir alle sind heute schon früh aufgebrochen, um nur ja nicht zu spät am Flughafen in München zu sein, denn der Flieger wartet nicht. Alle fünf sind wir rechtzeitig und schwer bepackt am Terminal. Bernhard verlässt uns nach dem Begrüßungsbier schon wieder. Er fährt nicht etwa nach Hause, nein, er fliegt aus Platzmangel mit einem anderen Flieger. Wenn alles glatt geht, treffen wir alle fast zeitgleich in Islamabad wieder aufeinander.
Markus

Eintrag vom 8. Mai
Alle da, oder?

Nein, der Berni fehlt! Eigentlich hätten wir ja fast zeitgleich in Islamabad sein sollen, aber unser Flug über Dohar hatte es in sich! Schon beim Abflug in München verzögerte ein Defekt den Abflug und auch der Zwischenstopp wurde länger als geplant, und somit waren wir eben um fast zwei Stunden später in Islamabad als Berni. Nur dieser wusste nichts davon, und suchte uns in einer unbeschreiblichen Menschenmenge vergebens. Nach kurzer Aufregung kam das ersehnte Wiedersehen. Etwas abgeschlagen, aber froh da zu sein, und nach einem herzlichen Empfang mit alten Bekannten der Adventure Foundation ging´s ab ins Hotel zum Ausruhen. Gute Nacht, s

Nach einem kurzen Nickerchen haben wir am Nachmittag noch das Cargo übernommen. Alles ist angekommen, nur ein paar Energydrinks (Bierdosen) sind leider leck geschlagen. Nach der Säuberung und Kontrolle der restlichen Ausrüstung haben wir diese zum Weitertransport verladen. Danach stand das Briefing beim Minister am Programm. Aus dem befürchteten langweiligen Termin wurde ein sehr freundschaftliches, aufmunterndes, und positives Gespräch. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir zur Einstimmung auf die neue Kultur am Basar in Ravalbindi. Bis jetzt läuft es echt super!
Markus

Eintrag vom 9. Mai
Die Bürokratie ist nun schon fast erledigt. Einige US-Dolllar haben wir noch in Rupien gewechselt. Danach ging´s ab zur Flugrettungsbasis, anders als zuhause wird hier vorab für den Ernstfall bezahlt. 6000 US-Dollar werden für den Notfall hinterlegt. Etwas weniger bekommt man danach zurück, die Differenz ist wohl gleich wie bei uns als Verwaltungsaufwand zu verzeichnen.
Nach dem Mittagessen im Margala Hotel machen wir uns an die fast 1.000 Stück Grusskarten. Alle unterschreiben und Marken darauf. Um unsere Zungen zu schonen, befeuchten wir die Marken mit einem feuchten Handtuch. Bei Temperaturen um 42 Grad kommen wir ganz schön ins Schwitzen.
Morgen wollen wir um 4:30 Uhr los auf den Karakorumhighway in 18 Stunden bis nach Chilas.

Aber nun kann´s los gehen. Wir starten morgen um 4:30 Uhr mit einem Bus entlang des Karakorum Highway bis nach Chilas. Ca. 18 Stunden wird die geplante Fahrt dauern. Wenn alles klar geht, schlafen wir morgen noch eine Nacht im Hotel in Chilas. Danach sollte das grosse Abenteuer zu Fuss weitergehen. Voraussichtlich Samstag oder Sonntag sollten wir und unsere Ausrüstung dann im BC angelangt sein.
Markus

Eintrag vom 11. Mai
Wir sind gestern von Islamabad über den Karakorumhighway nach Chilas, dem "Sprungbrett" für den Weg ins Basislager, aufgebrochen. Durch die schlechten Straßenverhältnisse haben wir 18 Stunden dafür benötigt, und sind deshalb einen Tag in Chilas geblieben.
Die Stadt Chilas liegt ungefähr 230 km Luftlinie nordöstlich von Islamabad. Die effektive Route ist weit länger als die Luftlinie, weil Flusstäler und einige Pässe überwunden werden müssen. In Chilas befinden wir uns ca. 150 km südlich des Karakorumgebirges und Pakistans Grenze zu China. Wir stehen jetzt schon etwas nordwestlich des Nanga Parbat Massivs, das als eigenständiger Gebirgsstock des Himalaya 8.125 Meter aus der Indus-Fluss-Ebene ragt.

Es geht jetzt weiter über das Diamirtal bis zur Messnerschule.
Markus

Weitere Hintergrundinformationen zu dem Projekt gibt es auf der Expeditionsseite www.nangaparbat06.at.

Anzeige



  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Artikel bei Mountains2b:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeige
Anzeigen
Google Anzeigen