Drei unerfreuliche Meldungen von drei der gefährlichsten Berge der Welt: An der Annapurna kam ein spanischer Bergsteiger ums Leben, am Mount Everest schaffte Gipfelstürmer Gianni Goltz (SUI) den Weg nicht wieder zurück in das Basislager und am Nanga Parbat brachen Bernhard Mauracher und sein Team ihre Expedtion aufgrund der Wetterkapriolen ab.
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Ueli Steck hält Totenwache
An der Annapurna (8091 Meter) starb der Spanier Iñaki Ochoa de Olza, der bereits zwölf der 14 Achttausender bezwungen hatte und als sehr erfahrener Alpinist galt. Nachdem der 40-Jährige beim Versuch, die Annapurna zu besteigen, zusammenbrochen war, hatte der Schweizer Ueli Steck, der sich mit Simon Anthamatten ebenfalls dort aufhielt, eine Rettungsaktion gestartet. Zwei Tage waren sie zu Ochoa unterwegs, der auf 7400 Metern Höhe biwakierte. Doch alle Hilfe und Medikamente kamen zu spät. Der Spanier verstarb am Freitag Morgen in seinem Zelt. Steck konnte erst 24 Stunden später, am Samstag früh, den Weg hinab starten und erwies somit dem Bergsteigerkollegen mit einer Totenwache die letzte Ehre. Ihre eigene Expedition brachen Steck und Anthamatten daraufhin ab und befinden sich auf dem Rückweg in die Schweiz.
Schweizer Goltz stirbt am Everest
Am vergangenen Mittwoch starb der Schweizer Gianni Goltz, der zuvor den Gipfel des Mount Everests ohne Sauerstoff erreicht hatte, beim Abstieg. Auf rund 8500 Meter war Goltz zusammengesunken und nicht wieder aufgestanden. Eine Bergung aus einer solchen Höhe ist so gut wie nicht möglich. Stephan Keck, der sich auf seiner Expedition "Back to the roots" (Mountains2b berichtete) befand, brach daraufhin sein Vorhaben ab, den Berg ohne Sauerstoff und fremde Hilfe zu besteigen. Verschiedene gesundheitliche Probleme und das Unglück hatten Keck zu dieser Entscheidung gebracht.
Expedition Nanga Parbat abgebrochen
Aufgrund extremer Neuschneemassen und gesundheitlichen Schwierigkeiten von Expeditionsleiter Bernhard Mauracher und einigen seiner Teammitglieder wurde auch die Expedition Nanga Parbat abgebrochen. Das Team hatte in den letzten Wochen mit dem Kajak verschiedene Flüsse am Fuße des neunthöchsten Gipfels der Erde befahren und als zweites Ziel die Besteigung des "Nackten Berges" vorgehabt. Nun befinden sie sich auf dem Weg zurück in die Heimat.