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2003: Stefan und Robert auf dem Gipfel des Murallón

Murallon

Am Murallòn/Patagonien

Stefan Glowacz am Mount-Poi

Stefan Glowacz

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Wildes Patagonien

"Vom Winde verweht": Glowacz und Jasper gelingt Erstbegehung

M2b Redaktion am 17.11.2005 - 12:00 Uhr

Stefan Glowacz und Robert Jasper gelang bei ihrer dritten gemeinsamen Patagonien-Expedition die Erstbegehung der Murallón-Nordwand über die geplante Route. Nachdem die beiden Extremkletterer im Jahr zuvor wind- und wetterbedingt nach 21 Seillängen aufgeben mussten, haben sie dieses Jahr ihr Ziel erreicht: Nach 27 Seillängen, die sie sowohl technisch als auch frei kletterten, standen Stefan Glowacz und Robert Jasper auf dem Gipfel des 2.831 Meter hohen Murallón.

Lang ersehnte Erstbegehung
Mit der Bezwingung der stark überhängenden Nordwand, die sich über 1.000 Meter hoch wie eine große Steinwelle aus dem ewigen Eis erhebt, gelang den beiden Extremkletterern die lang ersehnte Erstbegehung ihrer Route "Vom Winde verweht": Die Tour bietet Schwierigkeiten im oberen neunten Grad (9+) der Freikletterskala und technische Kletterei der Schwierigkeit A2.

Warten auf besseres Wetter
Am 20. Oktober diesen Jahres waren Glowacz und Jasper erneut nach Patagonien aufgebrochen und hatten, wie bereits vor zwei Jahren, über die Estancia Cristina vom Süden her das patagonische Inlandeis betreten. Nachdem sie ihre Ausrüstung an den Wandfuß des Murallón geschleppt hatten, schufen die beiden mit Hilfe einer Motorsäge eine Eishöhle, die ihnen nun als Basislager diente. Hier warteten sie auf besseres Wetter und auf die Ankunft von Hans-Martin Götz und Klaus Fengler. Deren Aufbruch aus El Chaltén war ebenfalls durch das schlechte Wetter verhindert worden.

Am 13. November auf dem Gipfel
Nach fast drei Wochen unbeständigem Wetter besserten sich am vergangenen Freitag (12. November) die Aussichten soweit, dass Jasper und Glowacz um 3:00 Uhr nachts erneut in die Wand einstiegen und sich bis zur Wandmitte hoch arbeiteten. Die Nacht zum Samstag verbrachte das Zwei-Mann-Team im Biwak und erreichte den ersehnten Gipfel um 21:00 Uhr Ortszeit am Samstag – trotz erneuter Wetterverschlechterung.

Rückkehr nach Deutschland Mitte Dezember
Gleichzeitig hatten Bergführer Hans-Martin Götz und Fotograf Klaus Fengler das kurze Schönwetterfenster genutzt und waren über das Inlandeis zum Basislager am Wandfuß gelangt. Damit waren sie die ersten, die dem erfolgreichen Duo Glowacz/Jasper gratulieren konnten, als diese nach langer Abseilfahrt Sonntagnacht (3:00 Uhr) wieder das Basislager erreichten. Die endgültige Rückkehr des Expeditionsteams nach Deutschland wird für Mitte Dezember erwartet.

Murallón – die Vorgeschichte
Bereits in den Jahren 2003 und 2004 waren Stefan Glowacz und Robert Jasper am Murallón unterwegs. 2003 gelang ihnen die Route "The Lost World" (7+/M8) und damit die vermutlich dritte Besteigung des Berges. Während dieser Erstbegehung entdeckten sie die Linie "Vom Winde verweht", für die sie schon 2004 enorme Strapazen auf sich nahmen. In sechs Klettertagen eröffneten sie 21 Seillängen: Davon bieten 17 Seillängen Freikletterei (9/9+), vier technisch erstbegangene (A2) sollten noch befreit werden. Glowacz und Jasper verwendeten keine Bohrhaken. 250 Meter unterhalb des Ausstiegs mussten sie aufgrund des schlechten Wetters ihren Versuch aufgeben. Eine drei Wochen anhaltende Schlechtwetterperiode ließ ihnen keine Chance auf einen Gipfelerfolg.

Quelle und Kontakt
Mayr Nell PR
Andreas Erkens
Telefon: 089/ 14 33 02 20
Mail:



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