13. Patrouille des Glaciers wirft ihre Schatten voraus
M2b Redaktion am 17.04.2007 - 12:21 Uhr
Die Patrouille des Glaciers, der spektakuläre Gebirgslauf in den Schweizer Alpen, wird 2008 zum 13. Mal ausgetragen. Der in seiner alpinen Dimension einzigartige Wettkampf zählt gemeinsam mit der "Pierra Menta" und der "Trofeo Mezzalama" zu den drei wichtigsten Hochalpin-Wettkämpfen in Europa, und wird 2008 zudem zur offiziellen Langstrecken-Weltmeisterschaft im Team-Wettkampf der "International Mountaineering and Climbing Federation" UIAA zählen.
Neben den UIAA-Ski Mountaineering Weltmeisterschaften vom 25. Februar bis 01. März 2008 in Les Portes-du-Soleil im Unterwallis ist dies also der zweite skialpinistische Höhepunkt in der Schweiz im Jahr 2008.
Anspruchsvolles Streckenprofil
Alle zwei Jahre wird die schon legendäre Patrouille des Glaciers von der Schweizer Armee in den Walliser Hochalpen durchgeführt. Vom 16. bis zum 19. April 2008 ist es wieder so weit: Militärische und zivile Patrouillen werden die Routen von Zermatt nach Verbier (Länge: 53 Kilometer, Höhenunterschied +3.994 Meter/-4.120 Meter, 110 Leistungskilometer) oder von Arolla nach Verbier (Länge 26 Kilometer, Höhenunterschied +1.881 Meter/-2.361 Meter, 50 Leistungskilometer) und damit das längste Rennen der Welt, das in einer Etappe ausgetragen wird, in Angriff nehmen.
In dem anspruchsvollen Streckenprofil finden sich drei gewaltige Anstiege (Tete Blanche, Col de Riedmatten, Rosablanche), Gletscherbegehungen, lange Abfahrten sowie Passagen, in denen die Ski getragen werden müssen. Am Start und im Ziel erwartet die Teilnehmer ein Ehrenspalier von Zuschauern - jeder einzelne Kilometer des Parcours, sei es am Tag oder in der Nacht, ist von unvergesslichen Eindrücken geprägt.
Teilnahmevoraussetzungen
Interessierte Sportlerinnen und Sportler können sich ab sofort voranmelden und bekommen dann die eigentlichen Anmeldungsunterlagen zugesandt. Durch die sehr anspruchsvolle Streckenführung erfordert die Teilnahme sehr gute Hochgebirgskenntnisse. Die Teilnehmer müssen befähigt sein, unberechenbare Situationen selbst unter äußerst schwierigen Umweltverhältnissen zu meistern. Dies erfordert eine konsequente und disziplinierte Vorbereitung, eine hohe mentale Belastbarkeit und einen ausgeprägten Teamgeist.
Regelmäßige Wander- und Bergtouren werden von den Teilnehmern ebenso verlangt wie gute skifahrerische Fähigkeiten, auch im angeseilten Zustand. Außerdem müssen die Teilnehmer fähig sein, die Strecken Zermatt-Schönbiel in drei Stunden, Zermatt Arolla in siebeneinhalb Stunden, Arolla-Riedmatten in eindreiviertel Stunden und Arolla-Verbier in achteinhalb Stunden zu absolvieren - normale Wetterverhältnisse vorausgesetzt.
Rekordjahr 2006
Das Jahr 2006 war für die Patrouille des Glaciers in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr. Die Teilnehmerzahl war so hoch wie nie zuvor: 3.700 Athleten nahmen an dem Wettkampf teil, weitere 1.000 Teilnehmer standen auf der Warteliste.
Zahlreiche Streckenrekorde wurden zudem aufgestellt: Die schnellste Männerpatrouille, das französisch-italienische "Team Millet-Savoie-Mt-Blanc" (Patrick Blanc, Stéphane Brosse und Guido Giacomelli) konnte die Strecke Zermatt-Verbier in der neuen Bestzeit von sechs Stunden, 18 Minuten und 48 Sekunden zurücklegen. Auch bei den Damen wurde mit acht Stunden, 15 Minuten und 50 Sekunden vom "Swiss Team" (Catherine Mabillard, Gabrielle Magnenat und Séverine Pont) ein neuer Rekord aufgestellt.
Hintergrundinformationen
Nachrichten rund um die Geschichte der Patrouille des Glaciers, Streckenprofile, Infos zu Teilnahmevoraussetzungen und über die Organisation des Rennens erhalten Sie auf www.pdg.ch und in der Berichterstattung zur Patrouille des Glaciers 2006 auf Mountains2b.com.
Quelle und Kontakt
Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
Schweizer Armee
Heer - Kommando Patrouille des Glaciers
Oberstlt Stefan Wyer
Stv Chef Presse- und Kommunikationsdienst