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Begrüßung der Patrouillen

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Begrüßung der militärischen Patrouillen

M2b Redaktion am 23.04.2004 - 17:21 Uhr

Am Vorabend der 14. Patrouille des Glaciers (PDG) fand im Zermatter Hof – dem Hotel am Platze – am Donnerstag die offizielle Begrüßung der militärischen Equipen statt.

Grußwort der Schweizer Armee
Die PDG fällt in den Zuständigkeitsbereich des Kommandanten des Schweizer Heeres 'Region Territoriale 1', General-Major Jean-Francois Corminboeuf, der ein Grußwort an seine europäischen Kameraden richtete und sie willkommen hieß zu diesem außergewöhnlichen Erlebnis. Corminboeuf betonte, dass es ihm eine Ehre sei, militärische Vertretungen aus neun europäischen Ländern in Empfang nehmen zu können und dankte ihnen für die Teilnahme. Insgesamt sind bei der diesjährigen PDG 16 Nationen vertreten, berücksichtigt man auch die zivilen Equipen.

Militärische Abordnungen aus neun europäischen Ländern sind 2004 am Start
Folgende europäische Militärs haben Abordnungen zur PDG in die Schweiz geschickt: Deutschland (drei Equipen), Italien (ein Team), Frankreich (vier Patrouillen), Spanien (vier Mannschaften), Österreich (fünf Teams), Rumänien (zwei Equipen), Holland (zwei Equipen) und Slowenien (eine Equipe). Die Schweiz selbst ist mit mehreren Equipen beteiligt.

Mehrere Tausend Aktive
2900 Athletinnen und Athleten werden sich entlang der Haute Route Nord versuchen. Von ihnen starten 1000 über die traditionelle Strecke in Zermatt, knapp 2000 gehen über die verkürzte Route von Arolla aus nach Verbier. Die Bedingungen, so der General-Major, seien in diesem Jahr hervorragend: Lediglich nach dem Start in Zermatt und die letzten 50 Meter vor dem Ziel in Verbier seien die Skier aufgrund fehlenden Schnees abzuschnallen. Es herrschen also optimale Voraussetzungen.

Zahllose Helfer, die den Ablauf ermöglichen
Etwa 1000 Soldaten befinden sich im Einsatz, hauptsächlich um die Strecke zu sichern und die enormen logistischen Notwendigkeiten zu gewährleisten; dazu kommen 45 Ärzte und 15 Lawinenhunde samt ihrer Führer.

Zermatt heißt alle Teilnehmer willkommen
Zum Abschluss der Wintersaison, so ein Vertreter der Gemeinde Zermatt, sei die PDG ein kronender Abschluss in einer würdigen Umgebung am Fuße des Matterhorns. Zermatt als einer der bedeutendsten Wintersportorte der Schweiz sei froh, der Veranstaltung Raum bieten zu können: dieser Sport finde auch und gerade in alpinen Gemeinden immer mehr Freunde. Die sportliche Leistung der Aktiven wurde gewürdigt, sie sollten aber nicht vergessen, auch ein Auge auf die wunderschöne Natur dieser Region zu werfen. Der Sport möge gewinnen.

160.000 Höhenmeter Training
Vom Leiter der österreichischen militärischen Delegation erfuhren wir, dass einige seiner Soldaten im Verlauf des Winters zur Vorbereitung satte 160.000 bis 200.000 Höhenmeter absolviert hätten – seit letztem Oktober, unter anderem in vier einwöchigen Trainingskursen, eingerahmt von professionellen Trainingsplänen, die von Ärzten und entsprechenden Spezialisten für sportliche Höchstleistungen erstellt wurden. Seit Neujahr laufe die intensive Phase des Aufbaus in punkto Fitness; auch jene, die erstmals mit dabei sind, hätten mindestens 60.000 Höhenmeter hinter sich. Chancen auf den Sieg rechneten sie sich dennoch nicht aus, der sei 'fest in Schweizer Hand, die kennen ihre Strecke'. Die Delagation aus der Alpenrepublik umfasst neben den 15 Aktiven der startenden fünf Equipen zehn Mann zur Betreuung.

Ambiente und Miteinander
Nachdem die offizielle Begrüßung vorbei war, bestimmten bei Saft, Sekt und Knabbereien zurückliegende Erfahrungen von der Patrouille des Glaciers die lebhaften Gespräche. Eine gewisse Anspannung so kurz vor dem Wettkampf konnte auch die Militärkapelle nicht vertreiben. Es wurde jedoch von allen Seiten betont, die PDG stehe neben der sportlichen Herausforderung auch für das grenzüberschreitende Miteinander.


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