Erstmals trafen vom 16. bis 18. November 2005 in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek Bergdörfer der Alpen, des Altai, der Karpaten, des Kaukasus und Zentralasiens (Pamir, Tien Shan) zu einer gemeinsamen Konferenz zusammen. Im Vordergrund stand der Erfahrungsaustausch über Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung auf der Gemeindeebene. Gleichzeitig sollte eine langfristige Zusammenarbeit zwischen den Dörfern und Bergregionen angestoßen werden.
Vielfältige Möglichkeiten für eine Kooperation
"Wir haben gesehen, dass der direkte Erfahrungsaustausch zwischen den Bergregionen tatsächlich funktionieren und den Beteiligten wertvolle Anregungen bringen kann", stellte Felix Näscher aus Liechtenstein als Vertreter des Ständigen Ausschusses der Alpenkonvention am Freitag in Bishkek fest.
Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen und Lebensumstände wurden bedeutende Gemeinsamkeiten entdeckt und es zeigten sich vielfältige Möglichkeiten für eine Kooperation. Die Teilnehmer und die Organisatoren werteten das Treffen als einen viel versprechenden Anfang einer engeren Zusammenarbeit nicht nur zwischen den Organisationen, sondern auch zwischen einzelnen Teilnehmern und Dörfern.
Beratung über Stärkung der lokalen Selbstverwaltung
Die Konferenz, die im Anschluss an die Jahrestagung der zentralasiatischen Bergdorfallianz AGOZA tagte, wurde durch die Unterstützung der Vertragsstaaten der Alpenkonvention Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich, Schweiz und Slowenien ermöglicht, sowie vom Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention in Zusammenarbeit mit der lokalen schweizerischen Entwicklungsorganisation CAMP koordiniert.
Insgesamt 150 Vertreter von Gemeinden, Nichtregierungsorganisationen, Staaten und zwischenstaatlichen Organisationen, wie der Alpenkonvention oder der FAO, sowie Experten aus dem Umweltbereich und der Entwicklungszusammenarbeit in den sechs Berggebieten berieten, wie die Rolle der lokalen Selbstverwaltung gestärkt werden kann. In der Alpendelegation waren auch Bürgermeister aus Italien und Österreich vertreten.
Initiative zur Förderung nachhaltiger Entwicklung
Das Treffen ist eine gemeinsame Initiative innerhalb der "Internationalen Partnerschaft für die nachhaltige Entwicklung in Bergregionen". Dieser Dachverband vereinigt eine Vielzahl von Staaten, zwischenstaatlichen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Die Mitglieder arbeiten demokratisch auf der Grundlage der Agenda 21 und des Aktionsplans von Johannesburg 2002 zusammen, um die nachhaltige Entwicklung von Berggebieten weltweit voran zu bringen.